Summer Breeze 2026 Recap V

Es ist Samstag, der letzte Tag des Summer Breeze 2026, und damit auch der letzte Teil des Recaps. Starten sollte der Tag mit Heavysaurus und enden mit Paleface Swiss. Nach drei Tagen Metal auf den Ohren, unendlich viel Staub und Hitze ist nun der letzte Tag gekommen. Nicht nur körperlich hat das Summer Breeze Spuren hinterlassen, auch das Equipment hat gelitten. Staub in allen Ecken und Kanten. Starten wir in den Summer Breeze 2026 Recap V

 

Heavysaurus

Mein Tag sollte mit Dino Power von Heavysaurus starten. Ich schaute vom Fotograben in viele Kinderaugen, denn extra für Heavysaurus gab es vom Summer Breeze den Familiensamstag. Kinder bis 12 Jahre konnten den Samstag in Begleitung der Eltern kostenfrei das Festival Infield besuchen. Heavysaurus haben es sich zur Aufgabe gemacht, kindgerechten Metal zu spielen. Und was soll ich sagen, nicht nur die Kids haben die Dinos gefeiert.

Trash Metal in Reinform

Auf der Wera Stage sollte es weitergehen mit Thrash Metal von Skeleton Pit. Die Aalener Band Skeleton Pit spielt einfach kompromisslosen Thrash Metal in Reinform. Der Sound erinnert an die frühen Metallica Jahre und trifft damit voll ins Schwarze. Mit der Flying V Gitarre werden die Riffs einfach nur dreckig und aggressiv rausgeprügelt.

Querflöte und Psychedelic Rock

Die Dresdener Rock Band Wucan sollte als nächstes die Wera Stage rocken. Markenzeichen der Band, neben schweren psychedelischen Jams, die Querflöte von Sängerin Francis. Neben der Querflöte spielte Sängerin Francis noch Gitarre und ein eher seltenes Instrument, das Theremin. Alles zusammen ergibt ein wunderbares Konstrukt an heavy psychodelic Rock.

Municipal Waste

Was passiert, wenn Thrash Metal auf Hardcore trifft? Municipal Waste haben auf dem Summer Breeze einmal mehr bewiesen, dass Crossover hervorragend funktioniert. Schnelle Thrash Metal Riffs treffen auf Hardcore Drums. Die aus Richmond, US, stammende Band machte auf der T-Stage keine Gefangenen, und die Staubwolken aus dem Pit ließen daran keinen Zweifel aufkommen. Trotz langem Toursommer war Municipal Waste in absoluter Spielfreude.

Testament

Auch auf der Main Stage wurde Thrash Metal abgerissen, denn Testament lieferten ein Feuerwerk klassischen Bay Area Thrash ab. Testament bewiesen mit ihrem Auftritt, dass das Genre Thrash Metal noch lange nicht zum alten Eisen gehört und staubig ist. Testament gehört neben den Big Four mit zu den einflussreichsten Thrash Metal Bands. Dies haben sie auch eindrucksvoll auf dem Summer Breeze bewiesen. Ein komplett volles Infield, headbanging und die Pommesgabel haben eine eindeutige Sprache gesprochen.

dänischer Deathcore

Kurz nach 18 Uhr sollten die Dänen aus Kopenhagen die Wera Stage einmal komplett auseinander nehmen. Cabal hatte ich schon auf dem Free for All live erleben dürfen. Auch auf dem Summer Breeze machte Cabal keine halben Sachen. Brutaler und kompromissloser Deathcore wurde unter das Zelt der Wera Stage geprügelt. Die Moshpits spiegelten die pure Zerstörung von Cabal wider und damit bewiesen die Dänen warum sie mit zu den spannendsten Acts gehören.

norddeutsche Melancholie trifft auf Metalcore

Mir wurde, bevor es zu meinen beiden Highlights des Tages kam, noch zugeflüstert, dass ich mir Lost in Hollywood unbedingt anschauen sollte. Die aus Hamburg stammende Metalcore Band verbindet norddeutsche Melancholie mit modernem Metalcore Sound. Ihr Debüt auf dem Summer Breeze feierten die Hamburger auf der Campsite Stage, und dieses darf man mehr als gelungen bezeichnen.

 

Tribal Sound trifft auf groovigen Trash Metal

Wenn brasilianische Tribal Klänge auf groovigen Thrash Metal treffen, dann reden wir ganz klar von Soulfly, dem ersten Headliner auf der T-Stage des Abends. Ja, sie sind alt geworden, die Band rund um Sänger Max Cavalera, doch an ihrer Härte und Energie haben sie nichts verloren. Das Intro mit den Tribal Sounds legt los, und du weißt innerlich, dass dich gleich eine massive Urgewalt an Riffs von „Back to the Primitive“ wegblasen wird. Das Infield war nur noch eine homogene, hüpfende und springende Menschenmasse. Soulfly waren verdientermaßen einer der beiden Headliner auf der T-Stage. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, mich nach meinen ersten drei Songs im Graben in die moshende Masse zu begeben. Meine Brille hat dies leider mit einem Bruch quittiert. Shit happens. Soulfly waren einfach ein kompletter Abriss und mein erstes Highlight des Tages.

Schweizer Zerstörung

Man sagt ja den Schweizern nach, sie wären zurückhaltend und leicht distanziert. Davon war bei der Schweizer Deathcore Band Paleface Swiss absolut nichts zu merken. Es wurde direkt Kontakt mit der Crowd aufgenommen, und die ließ es sich nicht nehmen, direkt in den Moshpit überzugehen. Paleface Swiss haben an dem Abend mehr als nur eindrucksvoll bewiesen, warum sie die Deathcore Band im Moment sind. War bei Soulfly schon der kollektive Abriss, so war es bei Paleface Swiss die komplette Zerstörung der T-Stage. Das war kein Konzert, das war ein Massaker an aggressiven Screams, an mörderischen Riffs. Ganz nebenbei hat Sänger Zelli die Masse geschickt darauf vorbereitet, einen Tsunami an Crowdsurfern der Secu entgegenzuwerfen. Der Rekord von Fit for an Autopsy sollte und wurde gebrochen. Eine Welle nach der nächsten brach auf die Secus ein, und ja, ich war ein Teil davon.

Summer Breeze 2026 Recap V Impressionen und Schlusswort

Das war mein Summer Breeze 2026 Recap V und ich hoffe ich konnt euch wenig mitnehmen. Es waren anstrengende 5 Tage, sei es durch die enorme Hitze oder die vielen Kilometer die man zurückgelegt hat um von Stage zu Stage kommen. Das Summer Breeze beweist aber mit dem diesjährigen Line Up warum es mit eines der besten Metal Festivals in Europa ist. Hier liegt eindeutig der Fan und Besucher im Vordergrund während andere Festivals sich den Vorwurf des kommerziellen Ausverkauf gefallen müssen. Diesen Eindruck hat man auf dem Summer Breeze keineswegs. Sehen wir uns nächstes Jahr wieder? Absolut wenn ich darf.

Hier noch einmal die Recaps 1234 falls ihr es diese nochmal nachschauen wollt. Auf Arte.TV könnt ihr auch noch einmal das Summer Breeze aufleben lassen.