Summer Breeze 2026 Recap IV

Es geht weiter mit dem Summer Breeze 2026 Recap IV und damit dem vorletzten Teil. Die Temperaturen sollten wieder jenseits der 30 Grad Celsius liegen, wohlgemerkt im Schatten. Der Freitag sollte für mich etwas entspannter werden, denn mein persönlicher Timetable war diesmal nicht so eng gestrickt wie am Donnerstag. Auf dem Zettel standen Nanowar of Steel, das Lumpenpack, TBS, Ten56 sowie Skindred. Das waren die Bands, die ich unbedingt sehen beziehungsweise vor die Kamera bekommen wollte.

Während ich Mittwoch und Donnerstag noch im Stitch Kostüm durch den Fotograben und die Pits gehüpft bin, war ich am Freitag mal ganz offiziell in Festivalstalker Klamotten unterwegs. Ich wäre gerne auch den Freitag mit Stitch unterwegs gewesen, nur war der so dermaßen verstaubt, dass ich samt Kostüm morgens duschen war weil  Stitch erstmal wieder trocknen musste. Das gab ganz schön lange Gesichter im Pressezelt. Ich wurde fast nicht mehr erkannt. Die ersten Recaps könnt ihr hier noch einmal nachlesen: Recap I / Recap II / Recap III. Aber springen wir rein in den Recap und legen los mit Nanowar of Steel.

italienischer Comedy Metal

Nach dem Metal Workout und Yoga waren die Metalheads ready für die italienische Band Nanowar of Steel. Die Italiener pendeln zwischen Pop/Schlager und Metal hin und her, was ihren Sound auch einfach ausmacht. Die Texte gespickt mit Ironie und jeder Menge Humor, die Gitarren im harten Metal. Mit ihren scharfen Riffs und grandiosen Pointen beweisen Nanowar of Steel, warum sie auf die Main Stage gehören. Legendär auch die Wall of Love. Anstatt mit maximaler Energie gegen die andere Seite zu rennen, einfach entspannt aufeinander zugehen und sich liebevoll in den Arm nehmen. Was für eine geile Szene. Leider habe ich das zu spät gesehen und kein Bild davon…

Das Lumpenpack ist nun Metal

Das Lumpenpack ist gekommen, um zu bleiben. Die Meinungen waren kontrovers, was eine Pop-/Indie Rock Band auf dem härtesten Open-Air-Festival zu suchen hat. Mit ihrer klaren Haltung ist das Lumpenpack genau da, wo es hingehört, auf der Main Stage, denn Sänger Jonas fasst es treffend zusammen: „Das Lumpenpack ist nun Metal.“ Das komplette Infield vor der Main Stage feierte eine große Party mit dem Lumpenpack zusammen. Highlight war definitiv der Flinta Moshpit, und das zeigt einfach, wie open-minded die Metal Community ist. Hochachtung an den Veranstalter für diese mutige Entscheidung, und sie war goldrichtig! Hier die Bilder, und Mama reißt ’nen Moshpit auf.

Future Palace

Weiter ging es mit inhaltlichem Tiefgang von Future Palace. Sängerin Maria besticht durch ihren glasklaren Gesang, der nur von ihren brachialen Screams durchbrochen wird. Mit ihren Messages zur Mental Health trifft sie den Moshpit direkt ins Herz. Untermalt wird das Ganze von harten Riffs. Post Hardcore in Perfektion. Hier die Bilder:

Luna Kills

Nach einer kleinen Verschnaufspause sollte es für mich nun auf der Wera Stage mit Luna Kills weiter gehen. Die finnische Band mixed verschiedene Elemente aus Alternative Metal und Nu Metal zusammen. Raus kommt ein brachial gut klingender Modern Metal. Frontfrau Lotta wechselt mühelos zwischen ihren Gesang und aggressiven Screams. Zwischen den Breakdowns und Riffs lässt Lotta immer wieder ihren Kopf kreisen. Die Wera Stage

The Butcher Sister rickrollen das Summer Breeze

Kurz nach 16 Uhr sollten The Butcher Sister, oder auch TBS, zur völligen Eskalation aufrufen. Sowohl auf der Bühne als auch im Infield. Die Mannheimer reißen jede Bühne mit ihrem Party Metalcore ein. Egal wie groß oder klein die Stage ist. Als Fotograf sollte man wissen, dass sein Equipment biergetränkt aus dem Graben gehen kann. Clever ist, wenn man sich frühzeitig kurz an den Rand stellt. Auch das Publikum bleibt vor den Scherzen der Mannheimer nicht gefeit. Zu „White Monster“ wurde gebeten, dass sich die Crowd teilt weil sie eine schöne Wall of Death formen sollte. Es wird runtergezählt, die Crowd stürmt aufeinander  und kurz vor dem Aufprall rickrollen TBS das Summer Breeze. Gott, ich habe Tränen gelacht. Jeder der einmal TBS live erlebt hat, der weiß da bleibt nicht nur das Auge trocken. Mit „Drachentöter“ sollte die Eskalation den Höhepunkt erreichen weil danach war der Abriss zu Ende.

The Ghost Inside

Melodischer Hardcore zum frühen Abend sollten The Ghost Inside abliefern. Die Kalifornier sollten ein fulminantes Set abliefern, denn es war ihr Debüt auf dem Summer Breeze. Rasiermesserscharfe Riffs und gewaltige Breakdowns, gepaart mit kraftvollen, aber klaren Shouts, beschreiben The Ghost Inside sehr treffend. Man konnte die Spielfreude von The Ghost Inside mit jedem Riff und jedem Scream förmlich spüren. Diese Energie übertrug sich auch auf das Publikum, und so sollten die ersten Pits nicht lange auf sich warten lassen.

Terror

Nachdem endlich die Sonne untergegangen war und die Temperaturen auf ein erträgliches Maß gefallen sind, kommen Terror auf die T-Stage um die Temperatur wieder in den roten Bereich zu heben. Die US Band spielte kompromisslosen Hardcore und ließen das Infield vor der Stage in einen riesigen menschlichen Fleischwolf werden. Der Sound ist einfach roh und kompromisslos energiegeladen. Energiegeladen war auch Sänger Scott denn kein Millimeter der Stage war vor ihm sicher.

düster, düsterer, Ten56

Meine vorletzte Band des Abend sollte Ten56 sein und holy was war das bitte für ein extremes Set. Wenn ich es beschreiben sollte denn würde ich es als düster, düsterer, Ten56 beschreiben. Ten56 spielen einen, für mich, extrem düsteren und zerstörerischen Death Core. Abgerundet wird der Sound mit einem Gewitter an Stroboskop Lichteffekten. Lieben Gruß an den Lichttechniker weil fast jedes vierte Bild einfach weiß oder schwarz war. Einfach gemacht hast du es mir nicht gemacht. Einfach hatte es die Crowd aber auch nicht weil Ten56 wie eine unaufhaltsame Urgewalt rüber fegte. Man wusste nicht wie einen geschieht aber dennoch kann man nicht weghören. Leider geil

Skindred

Wenn Reggae auf Nu Metal trifft, dann ist es Zeit, über Skindred zu sprechen. Es sollte auch meine letzte Band des Tages sein, denn Skindred sollten erst um ein Uhr nachts auf der Main Stage spielen. Aber das Warten hat sich gelohnt. Mit seiner markant rauchigen Stimme bildet Benji das Herz des Sounds von Skindred, und die Gitarren sind Nu Metal typisch groovig, ohne dabei die Härte vermissen zu lassen. Schön war es zu hören, dass Benji versucht hat, auf Deutsch mit dem noch absolut gut gefüllten Infield zu kommunizieren. Trotz später Stunde waren Skindred absolut spielfreudig und das Infield immer noch nicht müde. Eine knappe Stunde sollte das Set von Skindred lang sein.

Summer Breeze 2026 Recap IV – Impressionen

Auch in diesem Summer Breeze 2026 Recap IV möchte ich die Impressionen nicht vorenthalten. Es wurde gemoshed, gesurfed, relaxed oder einfach der Steinhaufen vergrößert. Übrigens bin ich auch Teil der Steinhaufen Community… Im bald kommenden fünften und letzten Teil wird es noch mal richtig heiß. Es soll der heißeste Tag des Summer Breeze 2026. Seid gespannt.