Mit ihrem dritten Langspieler Tales Of Distant Worlds entführen CRUSADE OF BARDS ihre Fans erneut in eine Welt voller Mythen, Legenden und düster-romantischer Fantasiebilder. Die spanische Formation bewegt sich dabei souverän zwischen Symphonic Metal, Power Metal und atmosphärischen Folk-Elementen und präsentiert ihr bislang geschlossenstes Werk.
Bereits das kurze Intro „Dea Tacita“ öffnet das Tor zu einer geheimnisvollen Klanglandschaft. Nahtlos geht es in „The Silent Goddess“ über, das mit eingängigen Melodien, kraftvollen Gitarren und einem epischen Refrain sofort die Richtung vorgibt. Sängerin Berenice Musa überzeugt dabei einmal mehr mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, die zwischen zerbrechlicher Melancholie und kraftvoller Präsenz mühelos wechselt.
Mit „Sorginak“ und „The Great Unknown“ folgt ein starkes Doppelpack. Während ersteres folkloristische Einflüsse und mystische Atmosphäre in den Vordergrund rückt, entfaltet sich „The Great Unknown“ als hymnische Abenteuerreise mit packendem Spannungsbogen. Überhaupt ist das Storytelling eine der größten Stärken des Albums: Jeder Song wirkt wie ein eigenes Kapitel innerhalb eines größeren Fantasie-Epos.
Im Mittelteil überzeugen insbesondere „Curator’s Lair“ und „Her Scarlet Bouquet“. Die Band verbindet hier orchestrale Arrangements mit druckvollen Riffs und schafft eine angenehme Balance zwischen Härte und Melodie. „November’s Ode“ überrascht als ruhiger, fast balladenhafter Moment, der dem Album eine willkommene Verschnaufpause verschafft und gleichzeitig emotionale Tiefe erzeugt.
Zu den Höhepunkten zählen zweifellos „Petroglyph“ und „Laniakea“. Ersterer entwickelt eine faszinierende Dynamik zwischen mystischer Atmosphäre und kraftvollen Metal-Passagen, während „Laniakea“ mit seinem kosmischen Thema und weitläufigen Klangbildern zu den ambitioniertesten Kompositionen des Albums gehört.
Mit „Waterdeep“ liefern CRUSADE OF BARDS eine Hommage an klassische Fantasy-Welten, bevor das düstere „Alba Livida“ die Stimmung merklich verdichtet. Den krönenden Abschluss bildet „Ten Steps To The Gallows“, ein über fünf Minuten langer Finaltrack, der noch einmal alle Stärken der Band bündelt: große Melodien, cineastische Arrangements und einen mitreißenden Spannungsaufbau.
Produktionstechnisch präsentiert sich Tales Of Distant Worlds auf hohem Niveau.





