Leipzig zeigt Courage 2026

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Letzte Woche am Donnerstag (30.04.2026) besuchten wir für euch das „Leipzig zeigt Courage Festival 2026.

Wie gewöhnlich fand die Veranstaltung mit politischer Haltung am Tag vor dem 1.Mai auf dem Dach der Moritzbastei Leipzig statt. Bei wunderschönem Sonnenschein und blauen Himmel trafen im Laufe des Nachmittages tausende Besucher:innen ein.

Um 17:00 Uhr wurden die Treppen zum Konzertgelände geöffnet. Der Abend wurde eröffnet und moderiert von Autor und Comedian André Herrmann und RB-Stadionsprecher Tim Thoelke.

Die Newcomer Band „Public Transport“ eröffnete das musikalische Programm. Für viele im Publikum war die junge Band scheinbar gar nicht so neu. In den ersten Reihen fanden sich viele textsichere Fans mit selbstgebastelten Papp-Schildern!

Fotos Public Transport

 

 

Im Anschluss folgte die Balkan-Ska-Band „Gruppa Karl-Marx-Stadt“. Mit tanzbaren Songs wie „Oldschool“ und „Eins Zwei Polizei“ wurde das Publikum eingeheizt.

Für viele Besucher:innen war vor allem das „Team Scheisse“ Cover von „Schmetterling“ eine besondere Überraschung. Die Vorfreude auf die Bremer Punk-Band wuchs und wuchs.

Fotos Gruppa Karl-Marx-Stadt

 

 

Wie es sich für ein musikalisch spannendes Festival gehört, wurde die Musikrichtung dann um 180° gedreht. „Savvy“ betrat die Bühne.

Uns ist vor allem der Song „Weitsicht“ im Kopf geblieben. Der Text des Liedes erinnert uns an Texte vom KIOX-Album, während die Melodie uns Tarek-K.I.Z Vibes gibt. Auch der Track „Alles muss raus“, welcher ein Tag später offiziell releast wurde, kam bei der Leipziger Crowd sichtbar gut an.

Mit „Savvy“ haben wir einen jungen, sehr interessanten Künstler kennengelernt, den wir definitiv ab jetzt auf dem Radar haben werden.

Fotos „Savvy“

 

 

Ab 20:00 Uhr gehörte die Bühne der Indie-Pop-Künstlerin „MOLA“ aus München. Spätestens jetzt war das Dach der Moritzbastei von vorne bis hinten gut gefüllt. Auch der angrenzende Kurt Masur Platz war gut besucht. Die Menschen genossen die letzten Sonnenstrahlen, informierten sich an den diversen Ständen oder lauschten der Musik.

Nachdem sich die Crowd bei „Savvy“ etwas bedachter gezeigt hat und eher auf die Texte hörte, ging es bei „Mola“ so richtig zur Sache. Die ersten Pits des Abends wurden eröffnet. Die Band ließ keine Zeit für Verschnaufpausen. Mit einem stetigen Wechsel aus Hinhocken, Springen und Tanzen ging es ordentlich zur Sache. Gespielt wurden unter anderem „Vielleicht bin ich dumm“, „Warmes Bier“, „Liebe Brutal“ und „Das Leben ist schön“.

Fotos „Mola“

 

 

Zwischen den Auftritten von „Mola“ und „Team Scheisse“ durfte sich das Publikum über einen musikalischen Beitrag von Sebastian Krumbiegel freuen.

Um 21:00 Uhr war es dann so weit. Die Band, auf die die meisten schon seit Stunden in der Nachmittagssonne gewartet haben, betrat die Bühne. Es wurde nicht lange gefackelt. Erster Song war „Erfurt“. Damit stand der Kurs des Abends fest. I a row folgten dann „Disko“, „Rein ins Loch“, „Panzerquartett“, „Karstadtdetektiv“, „Gucci“, „Pluto“ und „Lok“.

Was zur Hölle?

Erst zur „Vorratskammer“ wurde der Crowd etwas Erholung angeboten. Doch während sich der harte Kern des Moshpits bei ruhigeren Songs wie „Vorratskammer“ und „Frank“ verdient ausruhte, nutzen die Crowdsurfer:innen die wenigen Gelegenheiten und ließen sich über die Köpfe der Menge tragen.

Die Stunde mit „Team Scheisse“ verging viel zu schnell. Und ehe wir uns versahen, ging die Band um 22:00 Uhr dann unter tosendem Applaus von der Bühne.

Fotos „Team Scheisse“

 

 

Insgesamt war es ein unglaublich schöner Tag. Das Publikum war so divers, wie man sich ein Publikum nur wünschen kann. Von Kindern bis Renter:innen war alles dabei. Uns ist besonders aufgefallen, wie aufgeschlossen und respektvoll das Publikum auf alle Acts reagiert hat.

Bei jeder Band herrschte ein angenehmes Miteinander in der Crowd. Auch die Pits die sich zu später Stunde bei „Team Scheisse“ auftaten, waren angenehm und nicht zu heftig.

Durch das abwechslungsreiche Line-Up sind alle etwa 5000 Besucher:innen auf ihre Kosten gekommen. Zur Zufriedenheit der Crowd dürfte auch die tadellose Organisation der Veranstaltung beigetragen haben. Zwischen den Acts gab es nur kurze Wartepausen, die stets mit Redebeiträgen überbrückt wurden.

Wir haben für euch mit Alexey von Gruppa Karl-Marx-Stadt, Mola, Savvy und Timo von Team Scheisse Interviews zum Thema „Courage“ geführt. Unter anderem haben die Vier ihre Gedanken zum Thema „Courage“ für uns gezeichnet, haben verraten über welche Themen sie gerne einen Workshop anbieten würden und erzählt, was sie mit der Stadt Leipzig verbinden.

Die Interviews findet ihr in den nächsten Tagen hier bei uns.

Ein großes Dankeschön richten wir an Alle die bei „Leipzig zeigt Courage“ beteiligt waren und dafür im Vorder- oder Hintergrund gesorgt haben, dass es eine tolle Veranstaltung wird.

Die Anzahl der Menschen, die gemeinsam Courage zeigten spricht für sich.

Leipzig zeigt Courage 2026