Am Freitag, den 08.05.2026, ist es soweit, nach 15 Jahren erscheint das neue Werk von Social Distortion „Born to Kill“. Wie der Titel schon verrät ist die Band um Mike Ness keineswegs leise zurückgekehrt, sondern mit einer orednrlichern Portion Dreck unter den Fingernägeln und einem breiten Grinsen im Gesicht. Im Gepäck ein Album, welches dem Titel absolut gerecht wird und sich nach durchgemachten Nächten irgendwo zwischen Barhocker und Bordstein anhört.
Bereits der Opener und Titeltrack „Born to Kill“ knallt ordentlich, verzerrte Gitarren, Verstärker auf Anschlag und ein Text, der alle Zweifel der letzten Jahre, aufgrund der schweren Erkrankung von Mike Ness im Winde verweht. „I´m the underdog who ends up on top, the rebel poet with a peacock strut, gonna make a change, gonna rearrange. Look out, man, you´re in my pissing range!“. Darauf folgt „No Way out“, auch dieser Song ist noch mal ein ordentlicher Ritt auf dem Tiger, mit Power nach vorne und in einem Tempo, das man eher von den früheren Werken der Band kennt.
Für alle die etwas weniger Iro und Pogo, dafür mehr Cadillac Gangster und Machine Gun Blues erwartet haben sei gesagt, auch ihr werdet bei diesem Album absolut auf eure Kosten kommen. Mit „The Way Things Were“ , „Tonight“ oder „Don´t Keep Me Hanging on“, gibt es auf jeden Fall genügend Songs mit dem typischen Boogie-Rock´n´Roll, den Social Distortion verkörpern, wie kaum eine andere Band. Ebenso hat es eine opluente Coverversion des Chris Isaak Klassikers „Wicked Game“ auf das Album geschafft, wer das Original mag, wird auch hier nicht enttäuscht.
Textlich bleibt es klassich Social Distortion: Außenseiter, kaputte Beziehungen, Selbstzweifel – aber eben niemals ohne einen gewissen Funken Stolz. Kein Selbstmitleid, eher ein: „Ja ich bin am Boden, und jetzt?“
Aber die eigentliche Frage die sich nach diesem Album wahrscheinlicher jeder stellt, ist Social Distortion mit „Born To Kill“ das Comeback geglückt? Und die Antwort kann eigentlich nur ja lauten! Die Platten hat nach zwei-, dreimaligem Hören absolutes Hitpotenzial und wirkt in keiner Sekunde wie ein verzweifelter Versuch einer Band wieder Relevant zu werden. Zwar wurde hier auch sicher das Rad nicht neu erfunden, doch das Album überzeugt mit Songwriting und typischem Social Distortion-Sound. Man kann also nur gespannt sein, wie Mike Ness und Band das ganze auf die große Live-Bühne bringen werden, zum Beispiel bei den diesjährigen Ausgaben von Rock am Ring und Rock im Park.
Social Distortion – Born To Kill
1. BORN TO KILL
2. NO WAY OUT
3. THE WAY THINGS WERE
4. TONIGHT
5. PARTNERS IN CRIME
6. CRAZY DREAMER
7. WICKED GAME
8. WALK AWAY (DON’T LOOK BACK)
9. NEVER GOING BACK AGAIN
10. DON’T KEEP ME HANGING ON
11. OVER YOU





