SPIRITBOX begeistern Düsseldorf mit ihrer „Tsunami Sea“ Tour

Spiritbox – Reload Festival – Justin Herschfeld (16)

Am 04. Oktober 2026 machte die Tsunami Sea Tour 2026 von Spiritbox Halt in der Mitsubishi Electric HALLE in Düsseldorf. Die kanadische Metalcore-Band um Sängerin Courtney LaPlante brachte dabei nicht nur ihr aktuelles Album „Tsunami Sea“ mit, sondern auch eine Show, die zwischen brachialer Härte, atmosphärischen Momenten und emotionaler Intensität keine Grenzen kannte.

Bevor Spiritbox die Bühne übernahmen, wurde das Publikum bereits ordentlich auf Betriebstemperatur gebracht. Mit Dying Wish und Jinjer standen gleich zwei Bands auf dem Programm, die unterschiedlicher und gleichzeitig passender kaum hätten sein können.

Dying Wish sorgten mit ihrem modernen Hardcore-Sound für die ersten heftigen Bewegungen im Innenraum. Druckvolle Gitarren, aggressive Vocals und jede Menge Energie machten schnell klar, dass dieser Abend definitiv kein gemütliches Konzert werden sollte. Die Band nutzte ihre Spielzeit, um das Publikum auf das vorzubereiten, was später noch folgen sollte.

Anschließend übernahmen Jinjer die Bühne. Die ukrainische Band um Sängerin Tatiana Shmailyuk zeigte einmal mehr, warum sie längst zu den spannendsten Acts der modernen Metal-Szene gehört. Zwischen wuchtigen Breakdowns und Tatianas Wechsel zwischen cleanem Gesang und brachialen Growls entstand ein Soundgewitter, das die Halle endgültig auf den Headliner einstimmte.

Dann wurde es dunkel – und die Spannung in der Mitsubishi Electric HALLE war deutlich zu spüren. Die Bühne sehr schön aufgebaut wie ein Fenster mit 2 Gardienen.

Mit „Fata Morgana“ eröffneten Spiritbox ihren Auftritt und zogen das Publikum direkt in ihre eigene Klangwelt. Schon die ersten Minuten machten deutlich, dass hier nicht einfach nur eine Metalcore-Show auf dem Programm stand. Spiritbox verbinden Härte und Atmosphäre auf eine Weise, die ihnen innerhalb der modernen Metal-Szene einen ganz eigenen Platz verschafft hat.

Mit „Black Rainbow“, „Perfect Soul“ und „Keep Sweet“ ging es direkt weiter durch das aktuelle musikalische Universum der Band. Dabei zeigte sich vor allem, wie stark die Songs live funktionieren. Zwischen Elementen, schweren Gitarren und den markanten Vocals von Courtney LaPlante wechselte die Stimmung teilweise innerhalb weniger Sekunden.

Spätestens bei „Soft Spine“ und „Cellar Door“ wurde aus der großen Halle ein einziger Hexenkessel. Die schweren Passagen gingen direkt ins Publikum über, während die ruhigeren und atmosphärischeren Momente für eine fast schon hypnotische Stimmung sorgten.

Mit „Jaded“, „The Void“ und dem namensgebenden „Tsunami Sea“ präsentierte die Band weitere Highlights des Abends. Gerade „Tsunami Sea“ machte dabei deutlich, warum der aktuelle Longplayer der perfekte Namensgeber für diese Tour ist: Die Songs fühlen sich teilweise tatsächlich wie eine Welle an, die sich langsam aufbaut, immer größer wird und schließlich mit voller Wucht über dem Publikum zusammenbricht. Die Gardienen wurden inszwischen als schöne Vorhänge für die Videoproduktion benutzt.

Ein besonderer Moment folgte mit „Circle With Me“. Der Song gehört mittlerweile zu den bekanntesten Stücken der Band und entwickelte sich auch in Düsseldorf zu einem der großen Publikumsmomente des Abends.

Danach wurde es noch einmal richtig brachial. „Holy Roller“ sorgte für einen weiteren Höhepunkt der Show. Für den Song bekam Courtney LaPlante Unterstützung von Emma Boster, Sängerin der Band Dying Wish, die bereits zuvor als Support auf der Bühne gestanden hatte. Die Kombination der beiden Stimmen verlieh dem ohnehin schon aggressiven Track noch einmal eine zusätzliche Wucht.

Mit „Sew Me Up“ und einem anschließenden Drum Solo nahm die Show noch einmal eine kurze Wendung, bevor Spiritbox mit „Crystal Roses“, „Ride the Wave“ und „Mourning“ in die Schlussphase gingen.

Dabei zeigte sich noch einmal die gesamte Bandbreite, die Spiritbox inzwischen auszeichnet!

Nach rund einer intensiven Reise durch das musikalische Universum von Spiritbox endete der Abend schließlich mit „Mourning“.

Düsseldorf bekam an diesem Abend genau das, was der Tourname versprach: eine musikalische Tsunami-Welle, die über die Mitsubishi Electric HALLE hinwegrollte und nach dem letzten Ton noch lange nachwirkte.

Impressionen von dem Abend:

 

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