Drei Tage lang wurde Altengronau zum Rock-Epizentrum
Gitarren am Anschlag. Drums im Bauch. Stimmen, die gegen die Nacht ansingen.
Vom 10. bis 12. September 2026 war Sinntal-Altengronau wieder fest in der Hand der Rockmusik. Beim neunten Sinner Rock Festival trafen internationale Bands, eingefleischte Rockfans und neugierige Festivalbesucher aufeinander und machten aus dem kleinen Ort im Sinntal für drei Tage einen ziemlich großen Rock’n’Roll-Spielplatz.
Um die 20 Bands und Künstler, zwei Bühnen und ein Publikum, das gekommen war um Musik nicht nur zu hören, sondern zu erleben. Und genau das ist das Sinner Rock Festival.
Donnerstagabend
Noch bevor die großen Verstärker hochgefahren wurden, begann das Festival mit einem Gottesdienst. Danach übernahmen Wayford West die Bühne, gefolgt von Kimkoi. Super Stimmung und zwei coole Bands, die das Publikum direkt von Beginn an mitnahmen.
Der Auftakt war bewusst anders: freier Eintritt für alle. Eine Geste an die Menschen vor Ort und ein Dankeschön an die fleißigen und super netten Helfer und die Region, die das Festival seit Jahren trägt. „Wir möchten den Menschen in Altengronau etwas zurückgeben“, hatten die Festivalgründer Renate und Steve Iorio bereits im Vorfeld erklärt.
Danach war klar: Das Wochenende konnte beginnen.
Freitag: die große Rockparty nimmt Fahrt auf
Am Freitag gab es dann kein Halten mehr. Während sich das Festivalgelände immer weiter füllte, lieferten sich auf der Hauptbühne Bands wie Junkyard Jesus, Silveroller, League Of Distortion, The Lazys und Set Yøur Sails ein musikalisches Feuerwerk.
Modern Metal traf auf Hardrock. Rock’n’Roll auf brachiale Gitarren. Australische Energie auf deutsche Metal-Power.
Und irgendwo zwischen Headbanging, Bierbechern und hochgereckten Händen wurde einmal mehr deutlich, warum das Sinner Rock seinen ganz eigenen Charme hat. Hier geht es nicht um Hochglanz. Hier geht es um Musik, Gemeinschaftsgefühl, gute Stimmung und eine tolle Atmosphäre.
Während auf der großen Bühne die Verstärker glühten, wurde es nur wenige Meter weiter deutlich persönlicher.
Die kleinere Akustik-Bühne brachte Bands und Solo-Künstler ins Rampenlicht.
Große Festivalshow auf der einen Seite. Kleine, intime Konzertmomente auf der anderen.
Ein Konzept, das beim Sinner Rock längst zum festen Bestandteil gehört und dafür sorgt, dass zwischen den großen Acts keine musikalische Lücke entsteht.
Samstag: volle Power bis zum letzten Ton
Wer am Freitag dachte, das Festival hätte sein Pulver bereits verschossen, wurde am Samstag eines Besseren belehrt.
Vor Beginn gab es ein DJ Set von Scream for Metal, mit alten und neuen Hits der Rockszene.
Auf der Akustik-Bühne stand unter anderem Lukas Ballweg, der Gewinner des diesjährigen Guinness-Songwriter-Wettbewerbs im „Dahlia & Clover“ in Bad Brückenau.
Als Notörious am Samstag als Opener die Bühne des Sinner Rock betraten, war sofort klar, dass es jetzt ordentlich zur Sache gehen würde. Die norwegischen Glam-Rocker brachten jede Menge Energie und Rock’n’Roll mit nach Altengronau. Mit druckvollen Gitarrenriffs, treibenden Drums und einer energiegeladenen Performance heizten sie dem Publikum kräftig ein. Vor der Bühne wurde getanzt, mitgesungen und natürlich ordentlich mit den Köpfen genickt genau so, wie es sich für eine echte Rockshow gehört.
Es folgte die Punk-Rock Band Schnogge aus der Rhön. Schnelle Gitarren, treibende Drums und jede Menge Druck von der Bühne sorgten für eine ausgelassene Atmosphäre. Die Band gab Vollgas und übertrug ihre Energie direkt auf die Fans. Vor der Bühne wurde gesprungen, gepogt und mitgesungen.
Auch Airstrike aus Nordhessen passten perfekt ins Sinner-Rock-Line-up. Geradliniger Rock’n’Roll, jede Menge Druck und eine Bühne, die vom ersten bis zum letzten Song ordentlich unter Strom stand.
Die Mercury Riots brachten ein Stück L.A.-Rock’n’Roll ins Sinntal. Laut, energiegeladen und mit jeder Menge kalifornischem Glam im Gepäck.
Dann enterte die dänische Band Junkyard Drive die Bühne und brachte echte Rock’n’Roll-Lebensfreude nach Altengronau. Sympathisch, energiegeladen und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Mit Jaded Hard um Michel Bormann stand außerdem eine Band auf der Bühne, die etwas Besonderes im Gepäck hatte: neues Material ihres kommenden Albums.
Motorjesus ließen sich in Altengronau nicht lange bitten und feuerten ihre Mischung aus druckvollem Hardrock und Metal Rock’n’Roll ins Publikum. Von den ersten Takten an war Bewegung vor der Bühne. Fette Gitarren, wuchtige Drums und der markante Sound der Mönchengladbacher sorgten für ordentlich Druck. Motorjesus spielten ihren kompromisslosen Sound mit jeder Menge Energie und machten schnell klar, dass hier niemand zum stillen Zuhören gekommen war. Mit ihrem rauen, kraftvollen Sound passten Motorjesus perfekt ins Line-up des Sinner Rock. Ihr Auftritt war eine dieser Shows, bei denen man den Eindruck bekommt, dass Verstärker, Schlagzeug und Publikum für einen Moment zu einer einzigen großen Rockmaschine verschmelzen.
Dann wurde es noch einmal richtig groß auf der Sinner-Rock-Bühne. Die deutschen Metal-Veteranen Primal Fear übernahmen am Samstag das Kommando und lieferten einen Auftritt, der dem Festival einen würdigen Höhepunkt bescherte. Schon die ersten Takte machten klar, dass hier eine Band auf der Bühne stand, die ihr Handwerk versteht. Mächtige Gitarrenriffs, druckvolle Drums und die markante Stimme von Ralf Scheepers ließen das Publikum sofort aufhorchen. Primal Fear spielten sich mit voller Energie durch ihr Set und verbanden klassische Heavy-Metal-Wucht mit eingängigen Melodien. Kraftvoll, routiniert und genau die richtige Portion für ein großes Finale für einen langen Sinner-Rock-Samstag.
Am Ende blieb vor allem eines: zufriedene Gesichter, heisere Stimmen und jede Menge Metal-Energie im Publikum.
Sinner Rock ist mehr als Musik
Doch wer glaubt, Sinner Rock bestehe ausschließlich aus Bühnen und Bands, war noch nie richtig auf dem Festival.
Camping, gutes Essen und kalte Getränke: Sinner Rock ist mehr als Musik
Beim Sinner Rock gehört das Festivalfeeling auch abseits der Bühnen dazu. Etliche Besucher schlugen ihre Zelte und Camper in der Nähe des Altengronauer Naturschwimmbads auf. Nach langen Rocknächten wurde dort gemeinsam gefrühstückt und Kraft für den nächsten Festivaltag gesammelt.
Auch kulinarisch war auf dem Festival Platz für jeden Geschmack etwas dabei. Von vegetarischen / veganen Speisen bis zu klassischen Festivalgerichten. Dazu gab es Cocktails, kalte und warme Getränke sowie die Guinness-Lounge. Außerdem wurde das überdachte Areal sicherheitshalber vergrößert. Aber der Wettergott hat alles gegeben und am ganzen Wochenende war bestes Festivalwetter. Nicht zu warm, nicht zu kalt und vor allem weitestgehend trocken und teils sogar sonnig.
So wurde drei Tage lang nicht nur gerockt, sondern auch gegessen, angestoßen, gelacht und gemeinsam gefeiert. Genau diese Mischung aus Musik, Camping und Gemeinschaft macht den besonderen Charme des Sinner Rock aus.
Also ein absolut gelungenes Wochenende und die Freude auf das 10jährige Jubiläum im nächsten Jahr ist jetzt schon groß! Vormerken ist angesagt 9-11. September 2027 und ran an die Karten.
Tickets Archives – Sinner Rock Festival































































































