Review: SCHANDMAUL – Sternensegler

image002
Fotocredit
Album Cover
9
Die Reise geht weiter.

Mit „Sternensegler“ schlagen SCHANDMAUL ein neues Kapitel ihrer Bandgeschichte auf. Das  Album ist das erste Studioalbum mit Sänger Till Herence und damit natürlich auch eine Art musikalischer Neustart für die Folk-Rock-Institution.

Schon „Nimm alles mit“ macht deutlich, dass SCHANDMAUL dabei nicht vorhaben, ihre Wurzeln hinter sich zu lassen. Folkige Melodien, treibende Rockelemente und eingängige Refrains treffen auf eine Produktion, die modern klingt, ohne den typischen SCHANDMAUL-Charme zu verlieren. Der Titeltrack „Sternensegler“ setzt anschließend auf eine etwas getragenere Atmosphäre, während „Beide Füße in der Luft“ und „Flagge“ wieder deutlich mehr Dynamik ins Spiel bringen.

Besonders spannend wird es bei „Nosferatu“, das mit fast sechs Minuten zu den ruhigeren und atmosphärischeren Momenten der Platte gehört. „Wo Sprache aufhört“ schlägt ebenfalls nachdenklichere Töne an, bevor „In der Hand“ und „An beiden Enden“ wieder stärker auf die klassischen Folk-Rock-Trademarks der Band setzen. Mit „Lass nicht los“ und „Trag Dich“ zeigt das Album zudem seine gefühlvollere Seite.

Den Abschluss bildet „Zwei Raben“, das mit über sechs Minuten gleichzeitig der längste Song des Albums ist und durch den Gastauftritt von Laura Fella von FAUN eine besondere Note bekommt.

Gesanglich fügt sich Till Herence selbstverständlich in das musikalische Gesamtbild ein. Natürlich bleibt die Stimme von Thomas Lindner untrennbar mit der Geschichte von SCHANDMAUL verbunden, doch „Sternensegler“ zeigt, dass die Band ihren Sound auch mit neuer Stimme weiterführen kann, ohne ihre Identität aufzugeben. Lindner bleibt der Band an den Instrumenten erhalten und sorgt damit weiterhin für die Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Sternensegler“ ist somit kein radikaler Neuanfang, sondern vielmehr eine musikalische Weiterreise.

Unser Fazit


Sound
8.5
Inhalt
9
Kreativität
9
Artwork
9.5
Wiederhörwert
9