Erscheinungsdatum: 06.07.2026
Label: Eigenvertrieb / Streaming
Stil: Death Grind
Herkunft: Wolfsburg, Deutschland
Alter Falter, was ’ne Zeitreise! Kaum erklingen die ersten Riffs dieses brachialen Death-Grind-Monstrums, fühle ich mich wieder wie der 15-jährige Junge Anfang der 1990er-Jahre. Die Haare wurden länger und die Pickel sprießten, die erste Kutte wurde bestückt, das Härteste, was man bis dahin gehört hatte, waren Metallica und Slayer. Doch dann kamen eines Tages ein paar Kumpels mit Deicide, Morbid Angel sowie Terrorizer um die Ecke.
Diese Bands brachten eine rohe, brutale Morbidität, gepaart mit den bösesten, existenzverachtenden Vocals, in den Metal, die man bis dato noch nicht gehört hatte – jedenfalls ich nicht.
Was eine Offenbarung!!!
Heute, 36 Jahre später, lege ich diese CD in den Player, und dieses Wolfsburger Trio schafft es auf Anhieb, die Gefühle von damals wieder bei mir aufkommen zu lassen.
Iadul schaffen es ohne Probleme, die Intensität dieser Bands zu erreichen, ohne wie ein platter Abklatsch zu klingen.
Der Sound der Platte ist angenehm oldschoolig, roh und brutal, mit einer leicht moderneren Note, was aber eher an den heutigen Aufnahmemöglichkeiten liegen mag.
Hier wurde nicht allzu viel nachbearbeitet und editiert. Plastik-Metal-Hörer, bitte weitergehen!
Die Growls und Screams von Sänger/Gitarrist Penny Demon sind absolut böse und geben einem das Gefühl, die ganze Zeit über verächtlich ins Gesicht gespuckt zu bekommen. Großartig!
Die Songs kennen nur eine Marschrichtung: bis auf ein paar Slam-Parts immer nach vorne.
Immer in die Fresse rein.
Die Instrumentalfraktion schafft es, eine Brachialität zu erzeugen, die eine klaustrophobische Atmosphäre erzeugt, sodass man froh sein kann, wenn das Album zu Ende ist.
Aber kaum ist es zu Ende, ertappt man sich dabei, wie man erneut auf den Play-Button drückt, um diese Zeitreise erneut anzutreten.
Thematisch werden der Teufel, Hexen und andere dämonische Wesen beschworen.
Wer etwas mit den oben genannten Bands anfangen kann, sollte dieser Band definitiv eine Chance geben.
Hier wird gewalzt und geblastet, was Stimme und Instrumente hergeben.
Lediglich die etwas kurze Spielzeit (30 Min.) könnte man bemängeln, aber dafür hat ja Gott die Wiedergabetaste erfunden.
Ist es letztendlich originell? Mit Sicherheit nicht, aber das ist hier auch nicht der Anspruch!
Dies ist eine überdurchschnittliche Huldigung alter Helden, die einfach Spaß macht.
So, ich gehe jetzt in den Spiegel schauen, ob bei mir wieder die Pickel sprießen.





