Erscheinungsdatum: 19.06.2026
Label: Eigenvertrieb / Streaming
Stil: Groove Thrash, Death, Black, Heavy Metal
Herkunft: Hessen, Deutschland
Uffgebasst, die Hesse komme und die wollen euch gleich mal die Trommelfelle gerben.
Diese blutjunge Band (Gründungsjahr 2024) legt uns hier bereits ihren zweiten Output vor (sehr fleißig, die Jungs!). Und so viel sei bereits vorab gesagt: Sie konnten sich im direkten Vergleich zum ersten Lebenszeichen deutlich steigern.
Die neue EP wurde „Deathtosterone“ (geiles Wortspiel, by the way!) getauft und bietet viel Abwechslung.
Sie vermengen groovigen Thrash Metal mit Death-, Black- und Heavy-Metal-Einflüssen.
Am ehesten würde ich hier Prong (Groove Thrash) als Referenz nennen sowie Macbeth zur „Wiedergänger“-Ära, die damals eine ähnliche Stilvielfalt aufgeboten haben.
Zuerst einmal möchte ich auf die Produktion eingehen, die für Underground-Verhältnisse sehr gut ist. Sie ist klar definiert und recht druckvoll. Besonders der Basssound hat es mir angetan. Einzig der Drumsound klingt etwas undynamisch.
Zur Musik: Hier muss ich als Erstes Sänger Justin hervorheben, der hier eine erstklassige Performance abliefert. Selten habe ich eine so gute und abwechslungsreiche Performance im Underground gehört. Definitiv das Aushängeschild der Band, der auch das gesamte Material enorm aufwertet.
Bei den Songs an sich bin ich etwas zwiegespalten, da ich oft das Gefühl habe, dass die Band noch nicht so genau weiß, wohin die Reise gehen soll.
Hier gibt es viele gute bis sehr gute Ansätze, leider gibt es noch nicht die großen Widerhaken in Form von Hooks, die sich im Gehirn festsetzen.
Der Opener „Bleed for Me“ funktioniert bestimmt live bestens, lädt er doch zum permanenten Headbangen ein. Der Chorus wird von einer coolen Gitarrenmelodie untermalt.
Bei „Killing Machine“ ist besonders das Zusammenspiel von Bass und Drums erwähnenswert, das groovt wie Hölle. Kommt live bestimmt auch gut.
„More Than Demon“ hat für mich den besten Chorus dieser EP. Ein in Teilen schleppender, meist im Midtempo gehaltener Song.
„Permafrost“ ist ein sehr atmosphärischer Song, der sich langsam in die Gehörgänge frisst.
Das Highlight ist für mich der Rausschmeißer „Crawling Under Your Skin“. Eine epische Halbballade, die absolut nicht kitschig ist. Top!!!
Fazit: Ist diese EP abwechslungsreich? Ja. Aber wie bereits erwähnt, weiß ich manchmal nicht, wohin das Ganze führen soll. Ich hoffe, dass es die Band in Zukunft schafft, einen roten Faden erkennen zu lassen.
Die Songs sind zu unterschiedlich, um eine klare eigene Handschrift erkennen zu lassen. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass man viele Dinge ausprobieren möchte.
Das Potenzial ist definitiv vorhanden. Der Weg vom ersten Demo zur jetzigen Veröffentlichung ist enorm und zeigt, dass die Band hart an sich arbeitet.
Ich persönlich wünsche dieser jungen Band alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg.





