Wir waren am Freitag, den 5. Juni, beim Stadtpark Open Air in Hamburg zur Record-Release-Show von Madsen. Was für ein grandioser Abend! Erst schien die Laune noch von schlechtem Wetter etwas gedrückt zu sein, doch Hamburg zeigte sich von seiner schönsten Seite bei teils Sonnenschein und einem lauwarmen Abend.
Eröffnet wurde der Abend von Kochkraft durch KMA. Die Mädels und Jungs machen deutschsprachigen Elektro-Punk mitten in die Fresse rein und haben dem Publikum ordentlich eingeheizt. Mit im Gepäck hatten sie Songs wie „Bon Jovi“, „Wer soll ich für dich sein“ und „Was reimt sich auf klicken?“. Ich habe Kochkraft durch KMA zum ersten Mal gehört, auch wenn ich sie oft schon auf Timetables und Ähnlichem wahrgenommen habe, und sie haben mich von Sekunde eins an überzeugt. Auch das Publikum schien begeistert und ist ordentlich mitgegangen.
Um 20 Uhr entern dann Madsen die Bühnen und starten direkt mit Vollgas in die Show und geben den Titelsong ihres neue Albums „Smile“ zum Besten. Auch wenn der Song relativ neu ist, so ist das Publikum doch textsicher. Scheinbar hatten die Jungs dann auch Bock auf richtig viel Emotionen am Anfang, denn es geht dann weiter mit „Das muss Liebe sein“ und „Mein Herz bleibt hier“, nur um dann direkt über zu gehen in den Full-Power-Song „Sirenen“. Bis dato gab es dann auch noch keine richtige Begrüßung, diese folgt erst nach „Macht euch laut“.
Nach den ganzen Hits gibt es dann wieder neue Musik auf die Ohren mit „Achterbahn“, das Video dazu erschien erst am gleichen Tag. Während des Songs schleicht sich auch ein zusätzlicher Gast auf die Bühne, der Mähroboter des Stadtparks fand Madsen scheinbar auch sehr anziehend. Anschließend gab es dann die fast schon überflüssige erste Bandvorstellung und Johannes Madsen startet mit einer spontanen Einlage von Robbie Williams „Angels“, welche dann in den von ihm gesungenen Track „Kein Mann für eine Nacht“ über geht. Das anschließende „Rückenwind“ erhält ein Intro, welches eher nach „The Beautiful People“ von Marilyn Manson klingt und mit Vollgas geht es dann auch weiter zum ersten großen Madsen-Hit. Natürlich ist das Publikum auch hier textsicher und „Die Perfektion“ wird zur absoluten Eskalation mit einer Bridge von „Hey Hey Wickie“ direkt vor dem letzten Refrain.
Dann spricht Sebastian Madsen an, dass sie vom Album „Hollywood“ was das letzte vorige Album war, viel zu wenig Songs bisher live gespielt haben in den vergangenen 3 Jahren und somit schleicht sich „Brücken“ in die Setlist. Nach einem kleinen Gespräch zwischen Niko und Thomas, dem „Smile“-Logo welches mit auf der Bühne steht, geht es dann mit dem neuen Song „Neue Erinnerungen“ weiter. Doch es gibt Songs, die in keiner Madsen Setlist fehlen dürfen. „Du schreibst Geschichte“ ist einer davon! Hierbei ist das Publikum lauter als die Band selbst.
Etwas überraschend kommt dann eine sehr schnelle und schon fast kühle Verabschiedung um 21.15 Uhr. Dies ist ein ganz komischer Moment und Keiner kann glauben, dass dies schon das Ende sein soll und das ist es auch nicht. Madsen kommen zurück auf die Bühne um noch einmal Vollgas zu geben. Und so erhält „Leuchttürme“ ein derbes Metal-Intro und einen ebenso krassen Übergang zu „Nitro“.
Dann kommt ein Moment, den jede*r wer schon mal auf einer Madsen Show schon war auch kennt und man hat schon sehnsüchtig drauf gewartet. Sascha Madsen tritt hinterm Schlagzeug hervor, trägt eine GoPro-Cam auf der Stirn und stellt dem Publikum die wichtige Frage: „Hättest du nicht Lust mit mir den Abend zu verbringen?“ und geht dabei Crowdsurfen. Dies ist selbstverständlich der Beginn von „Nachtbaden“ und was soll ich sagen, dieser Song macht live einfach mega Spaß, egal wie oft man es schon erlebt hat. Nach dem ersten Refrain gibt es dann einen fliegenden Wechsel zwischen Schlagzeuger und Sänger und der letzte Refrain bekommt noch einen wundervollen Übergang mit „Blitzkrieg Bop“. Dann hält Sebastian noch eine Rede gegen den Rechtsruck im Land und Madsen verabschieden sich mit „Lass die Musik an“ und einer ausführlichen Verbeugung.
Leider sind die Konzerte im Stadtpark immer recht kurz wegen der Nachtruhe ab 22 Uhr, dennoch haben Madsen alles gegeben die Zeit die sie hatten sinnvoll und fantastisch zu füllen. Wie auch das neue Album „Smile“ hat dieser Abend ein Lächeln in die Gesichter gezaubert, welches hoffentlich noch lange dort bleibt. Solche Abende sind ein schöner, abwechslungsreicher Moment zwischen all den Bad News die derzeit im Umlauf sind, etwas das Hoffnung macht, etwas das für immer in unseren Herzen bleibt.
- Kochkraft durch KMA
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- Kochkraft durch KMA
- Madsen
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