Es verbreitet sich derzeit wie ein Lauffeuer auf Social Media und in den Foren: auf dem gerade stattfindenden Wacken Open Air werden Besucher dazu aufgefordert Patches mit antifaschistischem und queeren Aufdruck zu entfernen. Ansonsten wird ihnen der Zugang zum Infield verwährt.
Zu allererst möchten wir als Redaktion einmal klarstellen, dass dies kein Skandal-Journalismus ist. Wir möchten einfach durch die Offenlegung solcher Umstände dafür sorgen, dass unsere Community sicher ist. Und das ist sie nunmal nicht wenn Securities sie wegen ihrer politischen Einstellung oder ihrer Sexualität und Gender beiseite nehmen und ihnen den Einlass verwehren. Dies ist ein Eingriff in die Meinungsfreiheit. Wir haben, als wir die ersten Infos zu diesem Umstand gesammelt haben, als erstes Kontakt mit dem Wacken Open Air aufgenommen. Diese hatten uns zugesichert, dass Gespräche dazu geführt wurden und es sich ändern würde. Das hat es leider nicht.
Also haben wir einen Aufruf auf Social Media gestartet, dass Personen die betroffen sind sich melden möchten und waren schockiert was uns berichtet wurde.
Natürlich sind nicht alle Besucher des Wacken Open Air betroffen. Auffällig ist es, dass wohl vor allem an den Einlasskontrollen für weiblich gelesene Personen vermehrt kontrolliert wird. Auch wurden wir von Kollegen darauf aufmerksam gemacht, dass es sich wohl um einzelne Security Teams handelt. Trotzdessen sehen wir die Veranstalter in der Handlungspflicht. Wir haben, wie sie drum gebeten hatten, exakte Daten an Wacken weitergeleitet. Ebenso haben wir um ein Statement dazu gebeten, um aufzuklären, wie es zu solch Situationen kommen kann. Denn wenn man auf die Website schaut, so handeln diese besagten Securities entgegen der Einstellung des Veranstalters dazu. Leider hat sich das Wacken Open Air bis dato nicht dazu geäußert. Ein Statement blieb aus. Weiterhin erreichen uns jedoch immer mehr solcher Fälle von Besuchern. Und auch wenn es heißt, das seien ja nur einzelne Teams, so ist es doch in der Verantwortung des Veranstalters solche Teams gar nicht erst einzusetzen. Weiterhin wurde uns von Besuchern auch mitgeteilt, dass eben diese Security-Teams wohl auch eindeutig rechtsradikale Symbole (wie eine schwarze Sonne) auf sich tragen. Auch das hätte dem Veranstalter auffallen müssen.
Weiterhin möchten wir auf die Disskussion im Wacken Forum, wie auch auf Reddit hinweisen. Auch hier gab es mehrfache Meldungen über das Fehlverhalten einiger Securities.
Also bitte liebe Wacken Open Air Veranstalter und deren Team – es ist Zeit zu handeln! Wir hoffen, dass ihr das Ruder noch rum gerissen bekommt, damit wirklich alle Metalheads sich noch willkommen fühlen auf dem Holy Ground.














