Review: Dark Plague – Masquerade

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Album Cover

Am 7. August 2026 erschien mit Masquerade das neue Album von Dark Plague über Fetzner Death Records. Die Bewertung macht mir die Platte nicht ganz leicht. Vieles an Dark Plague gefällt mir: der heiser krächzende Gesang, das Schlagzeug und eine Atmosphäre, die sich auch über längere instrumentale Passagen nicht abnutzt. Gleichzeitig manifestieren sich ausgerechnet bei den Vocals meine größten Probleme mit dem Album.

Die Stimme trifft zunächst ziemlich genau meinen Geschmack. Schön fies, aggressiv und passend zur Musik. Über die komplette Spielzeit bleibt sie für mich allerdings zu gleichförmig. Ich brauche keine zehn verschiedenen Gesangstechniken pro Song, aber ein paar tiefere Growls, ein anderes Register oder sonstige Kontraste hätten dem Album gutgetan.

Bei den Drums passiert dagegen deutlich mehr. Gerade in längeren Passagen sind es kleine Details, etwa interessante Ride-Figuren, die meine Aufmerksamkeit halten. Das Schlagzeug begleitet die Songs nicht bloß, sondern strukturiert sie. Bei den Gitarren bin ich etwas weniger fasziniert. Sie funktionieren atmosphärisch, wie in diesem Subgenre nicht unüblich, aber ich selbst bin ein ziemlich riff-orientierter Hörer. Nach einem Album möchte ich idealerweise einzelne Gitarrenideen im Kopf behalten.

Interessant wird das Ganze beim Konzept. Masquerade beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Masken, Konformität, Fassaden und der Frage, was Menschen nach außen zeigen oder bewusst verbergen. Das ist differenzierter als ein simples „Alle Menschen sind fake“. Trotzdem drängt sich mir beim Hören eine ziemlich gemeine Pointe auf:

Vorausgeschickt: Mit Sozialkritik im Metal tue ich mich persönlich grundsätzlich etwas schwer. Hier haben wir ein Album über Masken, das für mich vierzig Minuten lang dieselbe musikalische … nun ja … Maske trägt. Das betrifft vor allem – aber nicht nur – den Gesang, dessen heiser-krächzende Klangfarbe, wie bereits geschrieben, funktioniert, sich aber für meinen Geschmack zu wenig verändert. Dadurch entsteht ausgerechnet auf einem Album über unterschiedliche Fassaden eine musikalische Gleichförmigkeit.

Fazit: Ich habe momentan wenig Bedürfnis, Masquerade direkt wieder komplett aufzulegen. Dark Plague haben mich aber trotzdem neugierig gemacht. Gerade Schlagzeug, Atmosphäre und der grundsätzlich starke Gesang sorgen dafür, dass ich mir ältere Veröffentlichungen der Band anhören möchte. Vielleicht finde ich dort ja noch ein anderes Gesicht.