Manche Bands brauchen eine Pause nach einem intensiven Festivalsommer. Papa Roach offenbar nicht. Kaum ist die große Open-Air-Saison 2026 vorbei, kündigt die kalifornische Band schon die Fortsetzung an – und zwar gleich mit sechs Arena-Shows in Deutschland. Wer die Band in den letzten Monaten live erlebt hat, ahnt schon, warum man da schnell wieder hin will.
Ein Sommer, der nachwirkt
Der Auftritt bei Rock am Ring war so ein Moment, über den noch Wochen später gesprochen wurde: Papa Roach eröffneten ihr Set mit einer simulierten Helikopter-Landung vor rund 90.000 Menschen. Ein Bild, das durchaus zeigt, wie viel Ehrgeiz die Band aktuell an den Tag legt. Dazu kam ein Song-Bogen, der von den Nu-Metal-Anfängen der „Infest“-Ära bis zu ganz frischem Material reichte, darunter „See U In Hell“, das die Band eigens für die Netflix-Animeserie „Devil May Cry“ geschrieben hat, und der US-Nummer-eins-Hit „WAKE UP CALLING“. Man merkt: Diese Band steckt gerade mitten in einer kreativen Hochphase, nicht in einer reinen Nostalgietour.
Genau darauf baut die „Rise Of The Roach“-Tour im November auf. Frontmann Jacoby Shaddix hat in der Ankündigung durchblicken lassen, wie sehr ihm die europäischen Shows in diesem Jahr ans Herz gewachsen sind und dass eine komplett neue Bühnenshow für die Herbsttermine geplant ist. Kein Abklatsch des Festivalsets also, sondern ein eigenständiges Arena-Erlebnis.
Sechs Städte, eine neue Show
Für deutsche Fans bedeutet das im November gleich sechs Termine:
- 13.11. – München, Olympiahalle
- 18.11. – Berlin, Velodrom
- 20.11. – Hamburg, Barclays Arena
- 21.11. – Köln, Lanxess Arena
- 23.11. – Leipzig, Quarterback Immobilien Arena
- 26.11. – Frankfurt, Festhalle
Eine ordentliche Hallen-Tournee also, die praktisch von Nord nach Süd und wieder zurück führt. Passend zum Anlass dürfte auch das 25-jährige Jubiläum von „Infest“ eine Rolle spielen – dem Album, mit dem Papa Roach 2000 den internationalen Durchbruch schafften und das bis heute mit Songs wie „Last Resort“ untrennbar mit der Band verbunden ist. Wer also auf eine Setlist hofft, die alte und neue Papa Roach unter einen Hut bringt, dürfte im November auf seine Kosten kommen.
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Zwei Vorbands, die man sich merken sollte
Besonders spannend an dieser Tour: der Support. Statt einer klassischen Warm-up-Band bringt Papa Roach gleich zwei Acts mit, die selbst gerade ordentlich Momentum haben.
Da wäre zunächst LANDMVRKS aus Marseille. Eine französische Metalcore-Band, die seit 2014 aktiv ist und mit ihrem vierten Album „The Darkest Place I’ve Ever Been“ auf großen europäischen Festivalbühnen wie Rock am Ring oder dem Download Festival für Aufsehen gesorgt hat. Melodischer, moderner Metalcore, der auch Fans außerhalb der Szene zugänglich ist.
Noch interessanter ist vielleicht Sleep Theory aus Memphis: 2019 von Sänger Cullen Moore gegründet, veröffentlichte die Band 2025 ihr Debütalbum „Afterglow“ und mischt Rock, Metal und R&B-Elemente zu einem Sound, der sich angenehm von klassischem Support-Act-Einheitsbrei abhebt. Die eigene Europa-Headliner-Tour im Frühjahr 2026 war in Deutschland bereits ausverkauft. Kein schlechtes Zeichen für eine Band, die man live noch als Geheimtipp erleben kann, solange sie „nur“ Support ist. Schon 2025 tourte Sleep Theory mit Papa Roach durch die USA; jetzt bekommt diese Zusammenarbeit vor deutlich größerem Publikum eine Fortsetzung.
Wer früh in der Halle steht, bekommt also nicht einfach zwei Pflicht-Vorbands, sondern zwei Bands, die das Potenzial haben, schon bald selbst große Konzerte anzuführen.
Tickets: Was du wissen solltest
Der Vorverkauf läuft bereits seit Ende Juni: Der Artist-Presale startete am 23. Juni, der reguläre Verkauf am 26. Juni um 10 Uhr über Eventim. Wer sich die Show sichern will, sollte also aufgrund der hohen Nachfrage nicht zu lange warten, gerade in den kleineren Hallen wie Berlin oder Leipzig.
Diese Tour wirkt weniger wie eine gewöhnliche Herbst-Konzertreise und mehr wie die logische Fortsetzung eines Jahres, in dem bei Papa Roach gerade wirklich viel zusammenkommt: ein Jubiläum, neue Musik, die 2026 auch kommerziell eingeschlagen hat, und mit LANDMVRKS und Sleep Theory zwei Support-Acts, die den Abend zu mehr als nur einer Zugabe auf den Festivalsommer machen. Im November zeigt sich, ob die neue Arena-Show hält, was der Sommer versprochen hat.

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