Im Interview mit The Feelgood McLouds

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Christian Schwan

Festivalstalker: Zehn Jahre The Feelgood McLouds – wie fühlt es sich an?

The Feelgood McLouds: Zehn Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der wir viele wunderschöne Erfahrungen sammeln  durften und viele großartige Menschen auf Tour kennengelernt haben. Manchmal war echt verdammt viel Stress dahinter, aber die schönen Momente überwiegen einfach. Wir möchten diese Zeit auf keinen Fall missen und hoffen auf noch viele weitere Jahr(zehnte) gemeinsam auf der Bühne.

Festivalstalker: ,,Decade On Parade“ steht ganz im Zeichen eures zehnjährigen Bandjubiläums. Mit welchen Gefühlen blickt ihr heute auf die vergangenen zehn Jahre zurück?

The Feelgood McLouds: Es ist krass, wie schnell doch die Zeit rast und was alles in diesen zehn Jahren passiert ist. Vor zehn Jahren war das Ganze ein kleines Projekt von unserem Sänger Günther und unserem Bassisten Schirra, die sich mittwochabends bei einem Bierchen und einer Gitarre eine schöne Zeit machen wollten.

Wer hätte damals gedacht, dass Wacken oder Netflix mal Begriffe für uns werden. Ich denke, wir können mit Stolz sagen, dass wahnsinnig viel Herzblut und Leidenschaft in dieser Band stecken.

Festivalstalker: ,,Here we go“ eröffnet das Album. Warum war dieser Song für euch der perfekte Einstieg in ,,Decade On Parade“?

The Feelgood McLouds: ,,Here we go“ war für uns alle der perfekte Einstieg als energiegeladener Song, der die Leute direkt abholt und mitfeiern lässt. Er beschreibt das ersehnte Ausbrechen aus dem Alltag, die Magie der Nacht und soll einfach mal kurz die Sorgen vergessen lassen!

Festivalstalker: ,,Dance or Die“ klingt bereits vom Titel her nach einer kompromisslosen Aufforderung. Was steckt hinter diesem Song?

The Feelgood McLouds: Der Song beschreibt die Geschichte einer rebellischen Frau, die ihr altes Leben hinter sich lässt und ihre Freiheit im Tanz findet. Zwischen Rastlosigkeit, Selbstbestimmung und Trotz gegen gesellschaftliche Erwartungen wird die Tanzfläche zu ihrem sicheren Ort – ein Manifest für  Unabhängigkeit und kompromisslose Selbstverwirklichung.

Festivalstalker: Mit ,,Hell Of A Show“ scheint ihr eure Live-Erfahrungen musikalisch aufzugreifen. Wie viel von eurem Leben auf Tour und auf der Bühne steckt in diesem Song?

The Feelgood McLouds: Man kann sagen, dass der Song ziemlich gut die rohe Energie von unseren Konzerten und der unkontrollierbaren Verbindung zwischen Band und Publikum beschreibt. Er fängt das Chaos, den Humor und die Intensität eines Abends ein, der so wild ist, dass man sich am nächsten Tag kaum noch daran erinnert – aber genau deshalb unvergesslich bleibt!

Festivalstalker: Gibt es auf dem Album einen Song, der euch persönlich besonders am Herzen liegt?

The Feelgood McLouds: Natürlich hat jeder Song für uns eine besondere Bedeutung, aber mit dem Song ,,You are our / Family“ möchten wir uns bei allen Menschen bedanken, egal ob erst neu in der Community, oder schon lange Fan – die uns so toll unterstützen und mit uns gemeinsam feiern. Die Menschen, die dazu beitragen, dass die Shows einfach unvergesslich schön werden.

Er steht für die besondere Verbindung zwischen Band und Fans und ist ein Statement über Zusammenhalt, Loyalität und Gleichberechtigung.

Festivalstalker: Gab es musikalische oder inhaltliche Grenzen, die ihr euch bei diesem Album bewusst nicht  gesetzt habt?

The Feelgood McLouds: Wo wir uns noch nie Grenzen gesetzt haben, sind politische Themen. Politik ist und muss auch  immer ein wichtiger Teil der Musik bleiben. Wir haben uns schon immer mit Themen wie sozialer Ungerechtigkeit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung auseinandergesetzt. Ganz nach dem  Motto ,,Celtic Punk bleibt bunt“ und wir werden dieser extrem wichtigen Sache auch immer treu  bleiben!

Review: The Feelgood McLouds – “Decade On Parade“

Festivalstalker: Was war die größte Herausforderung bei der Arbeit an dem Album?

The Feelgood McLouds: Wahrscheinlich geht es vielen Bands so, aber bei einer siebenköpfigen Gruppe ist es manchmal schwierig jede Idee und jeden Wunsch unterzubringen. Daher geht hiermit speziell nochmal ein Dank an Benni heraus, der das ganze Ding alleine produziert hat und sich alles geduldig angehört und umgesetzt hat. 🙂

Festivalstalker: Zehn Jahre Bandgeschichte sind ein wichtiger Meilenstein. Gibt es Dinge, die ihr heute anders machen würdet, wenn ihr noch einmal ganz von vorne anfangen könntet?

The Feelgood McLouds: Puh, das ist schwer zu sagen. Wir leben ganz nach dem Motto: Erfahrungen machen einen reicher und aus Fehlern lernt man. Es gab neben vielen Höhen natürlich auch mal das eine oder andere Tief, aber man macht dann einfach weiter und lässt sich nicht entmutigen.

Festivalstalker: Über 250 Konzerte liegen mittlerweile hinter euch. Gibt es ein Erlebnis oder einen Auftritt, der euch besonders stark in Erinnerung geblieben ist?

The Feelgood McLouds: Dass wir letztes Jahr in Wacken spielen durften, wird immer eine außergewöhnlich tolle Erfahrung  bleiben, die wir nie vergessen werden. Aber auch das vorangegangene Irish Folk Open-Air in Poyenberg war ein wahnsinnig tolles Erlebnis für uns und letztlich war es auch der entscheidende Gig, der uns Wacken erst möglich gemacht hat.

Festivalstalker: Auf was dürfen sich die Fans auf Tour freuen?

The Feelgood McLouds: Auf eine energiegeladene und fetzige Celtic-Punk-Party mit feuchtfröhlichen Singalongs und tanzbaren Songs, die einen mitreißen! Und natürlich ganz viel Spaß!

Festivalstalker: Zum Abschluss: Was wollt ihr nach zehn Jahren nicht mehr sein – und was auf keinen Fall verlieren?

The Feelgood McLouds: Was wollen wir nicht mehr sein? Eine gute Frage, die man seltener hört. Vielleicht weniger gestresst vom Alltag sein 😉 und verlieren wollen wir auf keinen Fall die enge Freundschaft zueinander!