Am 1. September durften wir die Eröffnung der European Tour 2026 von K.A.R.D im Huxleys Neue Welt miterleben. Berlin war der erste Halt dieser Tour, was für viele im Publikum eine lang ersehnte Rückkehr war: Mehr als drei Jahre hatten einige Fans auf diesen besonderen Abend gewartet. Die Stimmung war entsprechend aufgeladen, noch bevor die Musik begann.
K.A.R.D starteten energisch mit den Songs „Oh NaNa“, „Don’t Recall“ und „Rumor“ und ließen somit keine Zeit verstreichen. Während des Auftritts begrüßten BM, J.Seph, SOMIN und JIWOO das Publikum auf Deutsch mit einem „Wie geht’s?“ und SOMIN überraschte das Publikum mit einem „Berlin, ihr seid anders.“ J.Seph erklärte zudem, warum er unbedingt nach Berlin wollte: Er hatte von einem koreanischen Film namens „Berlin“ gehört. Da die Gruppe am nächsten Tag nach Frankfurt weiterreiste, gab es noch eine kleine Herausforderung: Man wolle genau hinschauen, wer heute und morgen die bessere Performance zeige. Das Publikum nahm die Herausforderung gerne an, bei „Hola Hola“ und „Dímelo“ bebte der Saal.

Nach diesem energiereichen Start wurde es erstmals ruhiger. Die Gruppe kündigte einen der ruhigeren, emotionaleren Songs an, und so erklang „HOLD ON“. Dieses Lied, das während J.Sephs Wehrdienst aufgenommen wurde, trug die Botschaft: „Wartet auf mich.“ Die Handylichter im Saal erstrahlten und sorgten für eine berührende Atmosphäre. J.Seph versuchte, die Rührung humorvoll aufzuwiegen, indem er sagte, er habe nur Schweiß in den Augen. Obwohl das Publikum das kaum glaubte, lockerte sich die Stimmung schnell wieder. BM kündigte daraufhin an, dass ab diesem Moment keine traurigen Lieder mehr gespielt würden, was von allen dankbar aufgenommen wurde.
BM hielt sein Versprechen an diesem Abend konsequent ein. Er rief die Mädchen und Jungen im Publikum dazu auf, so laut wie möglich „HELL YEAH“ zu rufen, und zeigte sich erfreut über die zahlreichen männlichen Fans, die mindestens genauso viel Spaß hatten. Der Abend war geprägt vom Feiern und einer offenen Stimmung zwischen den Fans.
Für eine kurze Verschnaufpause sorgte überraschend das „BM’s English Class“-Video auf der Leinwand, in dem BM der Gruppe Gen-Z Slangs wie „delulu“ beibrachte. Danach durften die vier Flirtsprüche an Hidden K.A.R.Ds im Publikum richten, was mit viel Gelächter aufgenommen wurde. Das Quiz gewann schließlich JIWOO.
Nach dem VCR performten die vier Mitglieder ihre Solo-Songs: J.Seph präsentierte „BOTTOMS UP“, SOMIN „Backseat“, JIWOO „Dang Dong“ gemeinsam mit BM und zum Abschluss präsentierte BM seinen Song „Body Movin“. Hier zeigte sich leider die technische Herausforderung: Es traten Probleme auf, wie das Ausfallen von JIWOOs Mikro und J.Sephs In-Ear. BM kommentierte trocken: „Zwei aus vier.“ Trotz der Schwierigkeiten erklärte JIWOO, dass sie natürlich ein „Pro“ sei, tauschte ihr Mikro aus und wurde vom Publikum lautstark unterstützt.
Infolge der technischen Probleme wurde spontan „SOMIN Time“ veranstaltet, was sich später als einer der schönsten Momente des Abends herausstellte. BM und SOMIN zeigten ihre Geschwister-Chemie und inszenierten das bekannte „NECK SLICE“-Meme nach. BM dachte sich dazu spaßenshalber eine kleine Geschichte („Einmal in der Zeit gab es einen jungen Mädchen mit dem Namen Somin. Viele Geburtstage sind vergangen, wo sie ihre Nächte alleine verbracht hat. Und dann gab es einen sehr besonderen Tag, an dem ein wunderschöner junger Mann namens BM kam. Ich bin ein Mann, der viele Geschenke bringt. Sie fragte mich, welche Geschenke ich für sie bringe. Und er sagte, NECK SLICE!“) bei der es um das unaufhaltsame „Neck Slice“ ging. Warum dieses Video Millionen von Likes erhält, wusste er selbst nicht, doch das war dem Publikum egal – sie feierten das Meme, das die Gruppe auf Social Media so bekannt machte.
Anschließend kehrte die Gruppe mit „Signal“ in den Partymodus zurück. BM kündigte an, dass die nächsten Songs besonders persönlich seien, woraufhin „Armor“ und „At Least“ gespielt wurden. Mit „ICKY“ und „Cake“ wurden anschließend einige ihrer bekannten Hits präsentiert. Zum Abschluss des Programmpunkts wurde gemeinsam ein Gruppenfoto mit den Bannern gemacht, die ein Fan für den Abend gestaltet hatte. Zunächst riefen alle „Ich liebe K.A.R.D“, gefolgt von „Kimchi“.
Nach dem Foto wurde BM nachdenklich. Er betonte, dass man sich im Jubiläumsjahr befinde, fast zehn Jahre nach dem Debüt, und dass man erst am Ende wirklich erkenne, wie wertvoll solche Momente sind. Die Anzahl der Touren und Shows pro Jahr sei bewusst begrenzt, und daher freue man sich besonders, dass Berlin endlich dabei sei. Dabei fiel ihm der Satz ein, der uns allen noch lange im Kopf geblieben ist: „Wären wir gewusst, dass Berlin so viel Energie hat, wären wir hundert Mal hierher gekommen.“
Die restliche Gruppe schloss sich dieser Aussage an. Für sie war es das erste Mal in Berlin, wenn auch etwas spät, aber umso schöner. Sie hätten die positive Stimmung im Saal sehr genossen, und die Energie der Fans werde sie durch die gesamte Tour begleiten. Freunde hätten ihnen außerdem viele Orte in der Stadt empfohlen, doch am nächsten Tag ging es bereits weiter nach Frankfurt. Es wurde bedauert: „So schade.“
Abschließend sprachen die Bandmitglieder über das neue Album, das eigentliche Ziel ihrer Tour. Dazu spielten sie „Back To Life“, ihre jüngste Veröffentlichung, die das Publikum live noch nicht gehört hatte. Es folgten noch eine Reprise von „Signal“, „Dumb Litty“ und eine letzte Darbietung von „Back To Life“.
Und schon war die gemeinsame Show vorbei. Sie war so kurz, dass man sich fragte, wo die Zeit geblieben war. K.A.R.D boten in Berlin einen Abend voller Hits, gefühlvoller Momente, Humor und kleiner technischer Pannen, was die Veranstaltung besonders nahbar machte.










