Review: Moontowers – Lethal Messiah

Kopie von Front-Cover-Lethal-Messiah
Fotocredit
Albumcover

Erscheinungsdatum: 12.02.2026

Label: Fucking Kill Records / Bandcamp/ Streaming

Stil: Epic, Doom- Heavy Metal

Herkunft: Koblenz, Deutschland

Meist ist es bei „Allstar“-Projekten so, dass die Erwartungen, die man hat, so hoch sind, dass diese kaum erfüllbar sind. Doch bei Moontowers aus Koblenz ist dies noch einmal ganz anders, denn was erwartet man, wenn eine Band aus Mitgliedern von Desaster, Metal Inquisitor, Secutor und Blueside gegründet wird?

Eben, man weiß es nicht. Ist es räudiger Black Thrash Metal oder klingt es nach einer Hommage an die NWOBHM?

Nichts Genaues weiß man nicht.

Bis zu dem Moment, als es losgeht und man sich verwundert die Augen reibt.

Moontowers ist ganz anders als die Stammbands der Mitglieder – und wie anders!

In meinen Augen kombiniert diese Band Doom der Marke Sorcerer und While Heaven Wept (Gitarrenmelodien, Epic) minus Prog, teilweise alte Manowar (ja, die waren mal echt gut) und, ich weiß nicht warum, Iced Earth, dort die Midtempo-Nummern der Burnt Offerings– und Dark Saga-Phase. Letzteres liegt sehr wahrscheinlich an den Gesangslinien, die eine ähnliche Struktur wie die von Iced Earth haben.

Leider muss auch gesagt werden, dass sich am Gesang die Geister scheiden werden. Dieser ist leider nicht sehr variabel, manch einer könnte ihn als unspektakulär und austauschbar bezeichnen.

Doch dies wird aus meiner Sicht durch die Phrasierungen und die Einprägsamkeit der Songs mehr als wettgemacht.

Die Gitarren liefern hier ein Glanzstück nach dem anderen ab und zaubern eine geschmackvolle Melodie nach der anderen aus dem Hut.

Während die Rhythmusfraktion ein mehr als sehr gutes Fundament legt, welches die Songs in jeder Hinsicht trägt, sei es in den großen, epischen Momenten oder auch dann, wenn die Band einfach mal nach vorne marschiert.

Hier merkt man, dass diese Band aus absoluten Könnern besteht.

Einfach große Kunst.

Auch der Sound dieses Machtwerks könnte besser nicht sein: sehr differenziert, mit genügend Druck und nicht zu modern.

Ich würde ihn als zeitlos bezeichnen.

Diese Band wirkt in allen Belangen authentisch und nicht wie ein zusammengewürfelter Haufen, der aus einer Bierlaune heraus beschlossen hat, mal ein bisschen Mukke zu machen.

Für mich hat diese Platte keinerlei gröbere Schwächen. Jeder Song ist ein Volltreffer, der jedem Vollblut-Metaller munden müsste.

Hört also rein und überzeugt euch selbst von diesem Machtwerk des Metals.

Anspieltipps: Leviathan / Prometheus sowie der Rest der Platte