Scraper haben mit „Infinite Journey“ ihr 2. Full-Lenght Album am 08.05.26 per Metalloscope veröffentlicht. Wir haben uns die Release Show dazu im Hot Hagenbusch in Marl angeschaut und sind von der Symbiose aus Thrash-, Progressive- und Death-Metal begeistert.
Daher haben wir die Jungs auch direkt im Proberaum besucht, um uns über das Konzeptalbum zu unterhalten. So viel vorweg, wir haben es hier mit einer durchdachten Underground Perle zu tun, doch alles der Reihe nach!

Von links nach rechts: Ralf (Drums), Simon (Bass), Basti (Guitar), Tobi (Guitar) und Carsten (Vocals)
Genesis
Das Album ist in 3 Konzeptphasen aufgeteilt: Genesis, Exodus und Armageddon. Den Auftakt machen Scraper mit dem Song „The Infinite Journey – Birth of Eye„. Ralf und Simon gelingt ein grooviger Einstieg mit einem kurzen Vorspiel an den Drums und am Bass. Der darauffolgende Anstieg des Tempos ist in Anbetracht der lyrischen Entwicklung stimmig und nachvollziehbar.
Die Saiteninstrumente um Basti und Tobi machen hierbei bereits eine gute Figur und Carsten zeigt vom Klangbild des Gesangs eine sehr individuelle Leistung, da man ihn unter vielen Sängern wiedererkennen kann. Der Opener hat auch ein Lyric Video spendiert bekommen, daher Film ab!
„Hunger Within“ heißt der 2. Song und hier geht es zeitnah zur Sache. Einige der schnelleren Parts errinern mich subjektiv an schwedischen Death Metal à la Necrophobic, auch in Anbetracht der 2. und 3. Phase des Albums.
Live hat mich zu der Scraper Release Show von „Infinite Journey“ besonders der 3. Song „Progenies of the Void – Homelands of the Vii“ fasziniert. Dieser ist die Groove Granate des Albums und wird auch weitere Live Destinationen in Moshpits verwandeln.
Exodus
Der 2. Abschnitt des Konzeptalbums wird massiv brutal eingeleitet, mit dem Song „Epitome of Obliteration – Vii, Eradicated by I“. Hier sticht auch vom lyrischen Konzept die Steigerung der Grausamkeit der fiktiven Figur „I“ hervor, da der Planetenvernichter unnachgiebig zuschlägt.
Auch wenn das lyrische Konzept mit Simons Lieblingsband Voivod liebäugelt, fischt die 2. und 3. Hälfte des Albums in härteren Gefilden, mit bockstarken Riffs und einer eigenen Note.
Um euch die Hintergründe näher zu bringen, empfehlen wir euch unser Interview aus dem Scraper Proberaum hier:
Armageddon & Fazit
Wir sind als Menschheit in Anbetracht des gebotenen lyrischen Konzepts durchaus am Arsch! Daher legen wir euch hier das komplette Interview mit der Band ans Herz, dass den Zusammenhang näher durchleuchtet.
Fakt ist, dass der ganze Spaß im „Infinite Journey“ Universum mit dem letzten Song wieder Rifftechnisch im 1. Song mündet. So denke ich mir, spiele den selben Song nochmal und es geht alles von vorne los.
Ein philosophisches Gedankenspiel, in Anbetracht der massiv ansteigenden Investionen in künstliche Intelligenz. Für mich ist „The Infinite Journey“ dadurch ein Meisterwerk aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft und ich bin stolz darauf zu sagen, es kommt wieder Metal Musik aus dem Kreis Recklinghausen, die sich mit dem internationalen Angebot messen kann.
Somit geht hier eine klare Kaufempfehlung einher und besucht eine Scraper Show, es lohnt sich!
Tracklist
01. The Infinite Journey – Birth of Eye
02. Hunger Within – From Eye to I
03. Progenies of the Void – Homelands of the Vii
04. Epitome of Obliteration – Vii, Eradicated by I
05. Cold Resistance – Surviving the Havoc
06. Anatomy of Devastation – A Glimpse into the Apocalypse
07. March of the Shattered – Heading for Blood, Out for Revenge
08. Battleborn – The Crimson Stand againbst the Devourer
09. Inheritance of the Grand Design – Rebirth of Eye





