Review: Azgaal – Divine Hitman

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Erscheinungsdatum: 26.08.

Label: Fetzner Death Records

Stil: Progressive Black Metal

Herkunft: Frankreich

Manchmal erwartet man nichts, aber bekommt alles. So geschehen bereits beim ersten Durchlauf dieses Silberlings von Azgaal.

Die Musik dieses Ein-Mann-Projekts aus Frankreich zieht einen in ihren Bann, und man kann ihm nur schwer wieder entkommen.

Dass es sich bei dem Kopf des Ganzen, Naiwyn, um keinen Newcomer mehr handelt, wird nach einer kurzen Recherche schnell klar. Blickt er doch schon auf eine stattliche Anzahl an Releases zurück. Divine Hitman ist der jüngste Output dieses begnadeten Musikers.

Naiwyn spielt alle Instrumente selbst und zeigt dies auch sehr eindrucksvoll. Zudem besitzt er eine sehr variantenreiche Stimme und beherrscht diese sowohl beim Screamen als auch beim Klargesang.

Der Sound der Produktion ist klar definiert, dynamisch und organisch, was ich heutzutage oft vermisse. Am ehesten erinnert mich der Sound an die neueren Opeth oder Alcest zu Kodama-Zeiten.

Die Musik an sich ist nicht ganz so einfach zu beschreiben. Progressive Black Metal wäre wohl passend für alle, die in Schubladen denken, aber dies würde der Musik von Naiwyn nicht gerecht werden.

Fast wäre ich geneigt, Azgaal als die Black-Metal-Variante von Opeth bis Blackwater Park zu bezeichnen.

Hier würde ich vielleicht sogar den Nagel auf den Kopf treffen.

Hier ist von allem etwas dabei: Black-Metal-Raserei, elegische, ausufernde Parts, versehen mit träumerisch-melancholischem Wechselgesang, Heavy Metal, Thrash und auch ein wenig Gothic Metal – und immer garniert mit geschmackvollen Melodien und Gitarrensoli.

Die Texte werden teils auf Französisch, teils auf Englisch vorgetragen, wobei ich anmerken muss, dass gerade bei den ruhigeren Passagen der französische Gesang besonders gut zur Geltung kommt.

Anspieltipps:

Von vorne bis hinten genießen! Hier gibt es, bis auf den in meinen Augen relativ verzichtbaren Instrumentalsong In Bowels of the Sunken City, keinerlei Schwächen.

Fazit:

Wer keinerlei Probleme damit hat, über den Tellerrand zu schauen und sich auf eine musikalische Reise einzulassen, sollte hier auf alle Fälle ein oder zwei Ohren riskieren. Es könnte sich lohnen.

Für mich persönlich ein absolutes Highlight.

Für Fans von:
Opeth, Alcest und Wolves in the Throne Room.