PINHEAD schreiten weiter in Richtung Album „Beauty In Pain“ mit der neuen Single „Vanitas.exe“

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Jonathan Noor

Der Song beschäftigt sich stark mit Inszenierung, Identität und dem Bild, das Menschen von sich nach außen projizieren. In einer Welt, in der alles permanent sichtbar und optimiert wird, verschwimmen die Grenzen zwischen echtem Selbst und einer Rolle immer stärker.

„Dabei schwingt natürlich auch unsere Gegenwart mit: eine Realität, in der Gesichter, Meinungen und Emotionen ständig für Kameras, Feeds und Aufmerksamkeit inszeniert werden. Empathie wird zur Performance, Moral zum Content, Identität zu etwas, das man kuratiert.“ erklärt Ilja John Lappin.

Vanitas.exe hat einen etwas anderen Ursprung als viele der anderen Songs auf dem Album. Die ursprüngliche Idee und der Kern des Textes stammen von Simon Schröder, der damit gewissermaßen eine Art Gegenstück oder Weiterführung zu „I I I“ vom vorherigen PINHEAD-Album „Egomessiah“ geschrieben hat. Ilja sagt dazu: „Ich habe später am Text mitgearbeitet, einige Passagen umgeschrieben, ihn ins Englische übertragen und zusätzliche Teile ergänzt, bis daraus die Version entstanden ist, die jetzt auf dem Album steht.“

Der Titel spielt bewusst mit der Idee von „Vanitas“ – also der Vergänglichkeit und Nichtigkeit menschlicher Selbstbilder – kombiniert mit etwas Technischem oder Systemhaftem. Eine Art Programm, das auf Eitelkeit, Aufmerksamkeit und Kontrolle läuft.

Die Stimme im Song wirkt fast wie ein Erzähler, der diese Inszenierung selbst steuert. Jemand – oder etwas – das genau weiß, wie man Vertrauen gewinnt, wie man sich als Retter inszeniert und wie leicht Menschen bereit sind, daran zu glauben. Bis irgendwann die Maske fällt. Und sichtbar wird, dass vieles von dem, was wir sehen wollten, vielleicht von Anfang an nur eine Rolle war.

Das Musikvideo hat gestern Abend Premiere gefeiert und könnt ihr hier ansehen: