Old but Gold Festival

Wenn die Dickies und Carhartt Jeans tief sitzen, die Basecaps einen geraden Schirm haben und die Bandanas primär die Farben Blau, Rot und Lila haben, dann weißt du: Du bist auf einem HipHop/Rap-Festival. Gerade noch erst auf dem Deichbrand gewesen, bin ich krankheitsbedingt eingesprungen und so hat es mich ganz ungewohnt auf das Old but Gold Festival verschlagen. Eine kleine Besonderheit dieses Festivals ist, dass man mindestens 30 Jahre jung sein muss, um auf dieses Festival Einlass zu bekommen. Das über zwei Tage gehende Festival sollte sich am Samstag von seiner besten Wetterseite zeigen. Bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen feierten mehr als 3000 Besucher zusammen.

 

Queen Omega

Pünktlich um 16:30 Uhr sollte die aus Trinidad und Tobago kommende Queen Omega das Old but Gold Festival in Hamburg 2026 eröffnen. Mit ihrem Dancehall und Reggae weiß sie die schon anwesenden Gäste schnell mitzunehmen. Ich hätte euch gerne mehr Bilder präsentiert, aber durch ein kommunikatives Missverständnis musste ich nach dem ersten Song den Fotograben durch die Secu (kurz für Security) verlassen.

Diese Missverständnis musste sich erstmal aufdröseln und somit hab ich fast das Ganze Set von Queen Omega und das komplette Set von Chefket verpasst. In diesem Zusammenhang muss ich mich bei Basti, der das ganze von Berlin, und der Anna der Produktionschefin vor Ort bedanken die sich dem zügig angenommen haben und mir den Zugang zum Graben wieder ermöglicht haben. Der Secu trifft in diesem Zusammenhang gar keine Schuld, die Secu hat einfach nur gewissenhaft ihren Job gemacht. Es war einfach ein kommunikatives Missverständnis.

 

Massive Töne

Da es die Combo Massive Töne eigentlich nicht mehr gibt und sie nur noch selten auf ausgewählten Festivals spielen, war die Freude in Hamburg umso größer. Schowi und Ju, die beiden verbliebenen Mitglieder, wurden in Hamburg herzlichst empfangen. Begleitet werden sie eigentlich von ihrem DJ 5ter Ton. Der hatte es aber leider nicht rechtzeitig nach Hamburg geschafft, und so ist ihr alter Kumpel DJ Ben Kenobi eingesprungen. Kurz vor Ende des Sets hat es DJ 5ter Ton doch noch geschafft. Highlight war für mich ihr Song „Cruisen“. War auch der einzige Song, den ich kenne …

 

KRS-One

Rauer und härter wurde es dann wieder mit KRS-One. Mit einer gehörigen Portion Energie und Wut ging KRS-One vor. Sei es die HipHop-Culture oder politische Botschaften, KRS-One macht seinem Spitznamen „The Teacher“ alle Ehre. Hamburg bekommt eine Menge East-Coast- und Hardcore-Hip-Hop auf die Ohren. Trotz seiner mehr als 60 Jahre ist KRS-One ein geladenes Energiebündel auf der Bühne.

 

Max Herre und Joy Denalane

Nostalgisch wurde es für mich dann doch mit Max Herre und Joy Denalane. Ich kenne zwar nur einen einzigen Song, und der Klassiker wurde auch gespielt, doch die Hamburger haben den 75-minütigen Gig der beiden gefeiert. Zwischen dem Soul von Joy und dem Hip-Hop von Max liegt eine immer knisternde Chemie. Kein Wunder, sind die beiden doch verheiratet. Der Klassiker, den ich natürlich meinte, ist ganz klar „A-N-N-A„. Wusstet ihr, dass dieser Song 29 Jahre alt ist?

 

Headliner Söhne Mannheims

Die Söhne Mannheims sollten Headliner des Samstags werden. Kurz nach 21 Uhr war der Changeover der Bühne fertig. Die Söhne Mannheims samt Band betraten die Bühne. Mit ihrer Mischung aus Soul, Pop und Hip-Hop und vielen Gold-/Platin-Alben waren sie der krönende Abschluss an diesem Abend. Den kompletten Gig konnte ich leider nicht verfolgen, meine Zugverbindung hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich würde euch gerne erzählen, welche Songs gespielt wurden, ich kenne leider keinen einzigen. Es wird Zeit, dass ich mehr über den Tellerrand schaue.