Marteria: Köln feiert eine Rap-Party mit Gänsehautmomenten

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Ralph Hauwetter

Wenn der Wahl Kölner Marteria in seiner hiesigen Stadt auftritt, darf es gerne laut, emotional und ein bisschen verrückt werden. Am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, machte der Rostocker Rapper im Rahmen seiner „Zum Glück in die Zukunft“-Tour Halt in der LANXESS Arena. Mit zwei starken Vorbands, zahlreichen Hits, neuen Songs und überraschenden Momenten entwickelte sich der Abend zu einer mitreißenden Mischung aus Rap-Konzert und riesiger Party.

Team Rhythmusgymnastik eröffnet den Abend

Den Auftakt übernahm Team Rhythmusgymnastik. Die Crew brachte ihre unverwechselbare Mischung aus Rap, Rock, kölschen Klängen und Partyklassikern mit nach Deutz. Damit war das Vorprogramm alles andere als eine bloße Pflichtveranstaltung. Auch die ersten Moshpits wurden durch sie angestimmt. Die ersten Konzertbesucher konnten sich auf den Abend einstimmen, während sich die Arena zunehmend füllte.

Querbeat bringt kölsche Energie in die Arena

Anschließend übernahm Querbeat die Bühne. Die Kölner Brass-Pop-Band erwies sich als passende Wahl für das Vorprogramm. Mit ihrer energiegeladenen Mischung aus Bläsern, Pop und Party-Sound sorgte sie für zusätzliche Bewegung im Publikum.

Spätestens bei „Guten Morgen Barbarossaplatz“ traf die Band den Nerv des Kölner Publikums. Die lokale Verbundenheit und der ausgelassene Sound passten hervorragend zur Atmosphäre des Abends. Querbeat schufen damit beste Voraussetzungen für den Hauptact und bewiesen, dass auch das Vorprogramm bereits ein echtes Highlight sein kann. Es wurde hier bereits ausgelassen gefeiert, wie man es vom Kölner Karneval und der Band kennt.

Marteria übernimmt das Kommando

Gegen 20:45 Uhr war es schließlich so weit. Marteria betrat die Bühne. Von diesem Moment an stand die Arena ganz im Zeichen des Rostocker Musikers, der mit seiner Mischung aus Hip-Hop, Pop und elektronischen Einflüssen seit Jahren ein breites Publikum begeistert.

Mit Songs wie „9 Leben (Eins übrig)“, „Babylonia“ und „Endboss“ verband er neues Material mit bekannten Klassikern. Auch „Scotty beam mich hoch“, „Marteria Girl“ und „Bengalischer Tiger“ durften nicht fehlen. Die Mischung aus aktuellen Tracks und beliebten älteren Songs machte den besonderen Reiz der Show aus.

Marteria präsentierte sich als energiegeladener Entertainer, der nicht einfach nur seine Songs abspulte, sondern den Kontakt zum Publikum suchte. Seine Musik funktionierte dabei sowohl als kraftvoller Rap als auch als gemeinsamer Soundtrack für Tausende Konzertbesucher.

Im weiteren Verlauf zeigte sich die musikalische Bandbreite des Abends. Neben den neuen Songs fanden auch Stücke wie „Verstrahlt“, „Sekundenschlaf“, „OMG!“ und „Kids (2 Finger an den Kopf)“ ihren Platz im Programm.

Für zusätzliche Abwechslung sorgten besondere Gäste und gemeinsame Auftritte. Paul Ripke war bei „Ripky Rap“ dabei, während Luzey, der Sohn von Marteria bei „Platz für uns beide“ und „Endlich Normale Träume“ mitwirkte. Ein weiterer Höhepunkt war „El Presidente“ gemeinsam mit Querbeat – eine Verbindung, die den Charakter des Abends noch einmal unterstrich.

Auch der persönliche Moment mit Marterias Sohn Louis blieb in Erinnerung. Zwischen den druckvollen Beats und der großen Arenashow entstand damit ein emotionaler Kontrast, der dem Konzert eine zusätzliche, familiäre Note verlieh. Natürlich begab sich Marteria auch in die Menge zum MoshPit bei „Alles verboten“ und wurde wieder vom Party Volk zur Bühne zurückgetragen.

Zum Ende hin drehte Marteria noch einmal auf. „Welt der Wunder“ leitete in Richtung Finale über, bevor die Zugabe mit „Lila Wolken“, „Feuer/Adrenalin“ und „Die letzten 20 Sekunden“ den Abend abrundete.

Gerade die bekannten Refrains machten deutlich, was Marterias Live-Shows auszeichnet: Seine Songs sind nicht nur zum Zuhören gedacht, sondern laden zum Mitsingen, Springen und gemeinsamen Feiern ein. Die Verbindung aus treibenden Beats, eingängigen Melodien und seiner charismatischen Bühnenpräsenz machte das Konzert zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Der Abend zeigte, wie gut große Arenashow und persönliche Momente zusammenpassen können. Zwischen Rap, Pop, kölscher Partyenergie und emotionalen Augenblicken entstand ein Konzert, das unterschiedliche Facetten des Künstlers miteinander verband. Köln bekam am 14. Oktober 2026 genau das, was man sich von einem Marteria-Abend erhoffen durfte: große Songs, starke Gäste und eine ordentliche Portion Energie.

 

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Querbeat

 

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