Press Start Tourfinale – Samurai Pizza Cats in Hamburg

Press Start Tourfinale der Samurai Pizza Cats im Hamburger Grünspan, und wir waren dabei. Am Samstag, den 17.10.2026, war das große Finale der Tour, und was für eins. Die Türen des bis auf ein Mü oder My ausverkauften Grünspan haben sich kurz nach 19 Uhr geöffnet. Schnell noch die Jacke an der Garderobe abgeben und ein spritziges Kaltgetränk ordern, bevor der Abend mit den beiden Support-Acts Artemis Rising und Babybeard starten sollte.

Artemis Rising

Artemis Rising starteten mit einem Intro, das ihrem Genre alle Ehre macht: Electronic Metalcore. Heftig treibende Techno-Beats mit klassischen Metalcore-Elementen, was kann da schon schiefgehen? Richtig, nichts! Die Hamburger geben als erster von zwei Support-Acts direkt Vollgas. Artemis Rising verstehen es ausgezeichnet, das Grünspan auf das noch Kommende aufzuheizen. Mit Covern wie dem von Benny Benassi, „Satisfaction“, reißen sie schlussendlich jeden mit. Ich muss zu meiner Schande gestehen dass ich nicht die vollen 25 Minuten des Sets mir angesehen habe und bedauere das mittlerweile. Das Bedürfnis nach Nikotin und einem zweiten spritzigen Kaltgetränk war einfach größer. Ich ärgere mich gerade beim Schreiben des Artikels noch viel mehr darüber als schon am Abend. Denn das was ich gesehen hatte war schon ziemlich geil.

 

Cross Dressing und Kawaii Metal

Nach dem Abbau der Bühne von Artemis Rising war die Stage erstaunlich leer. Keine Instrumente, nur ein abgedecktes Drumset. Ich hatte noch keine Ahnung was mich gleich erwarten würde und ich sollte nicht enttäuscht werden.Wenn Cross Dressing und Kawaii Metal auf einander treffen dann sprechen wir von Babybeard. Kurz vor 21 Uhr stürmten Mizuki und Mina und Richard als Ladybeard die Stage.

Babybeard performte komplett ohne Musiker, sondern live to track. Spätestens als der Babymetal Song „Pa Pa Ya“ rausgehauen wurde, gab es kein halten mehr in Hamburg. Selbst ich im Graben bin „leicht“ eskaliert. Mit dem Cover „Nippon Manju“ von Ladybaby war es dann auch um mich geschehen, und ich habe mein Fotoequipment das erste Mal an diesem Abend in Sicherheit gebracht. Direkt rein in den Pit, inklusive anschließendem Surfen. Die Secu wird an diesem Abend nicht das erste und letzte Mal alle Hände voll zu tun haben.

Um kurz nach halb 10 war das Set Babybeard leider zu Ende. Ich hätte gerne noch zwei drei Songs mehr gehört. Also noch einmal Nikotin inhalieren  und ein spritziges Kaltgetränk ordern bevor das Press Start Tourfinale der Samurai Pizza Cats startet.

 

Tourfinale der Samurai Pizza Cats

Um 21:45 Uhr sollte es dann endlich so weit sein. Das Intro wird abgespielt, und kurz darauf geht’s direkt los mit „Super Zero“ als erstem Song. Schon zum zweiten Song, „Falling Down“, sollte der erste Circle Pit entstehen. Okay, Sebastian hatte zuvor auch um einen gebeten. Ich glaube aber, er hätte sich gar keinen wünschen müssen, der wäre auch von allein entstanden. Nach „Falling Down“ hieß es kurz Luft holen, und Hamburg wurde erst mal herzlich begrüßt und darauf hingewiesen, dass das Grünspan bis auf ein paar fehlende Tickets ausverkauft ist. Direkt danach ging es weiter mit dem dritten Song, „Penguin Supreme“.

Nachdem meine drei Songs im Graben durch waren, wollte ich eigentlich entspannt das Konzert genießen und mir Notizen machen. Der Plan war gut, Umsetzung miserabel. Mich hat es nicht gehalten und ich hab mich selber in den Pit geschmissen. Zu „Have a G.O.O.D. Day“ und „Alpha“ einfach ein klein wenig eskalieren. Die Secu hatte nun bei so ziemlich jeden Song gut zu tun. Immer wieder kam ein Surfer nach dem anderen Richtung Bühne geflogen.

Pizza im Tieflug

Nachdem Song „Outcast“ verschwanden die Samurai Pizza Cats kurz von der Bühne und zwei maskierte Menschen in schwarzen Overalls betraten die Bühne. In der Hand zwei große Kartons mit warmer Pizza. Slices der Pizza wurden in die Menge geworfen und eine landete direkt bei mir. Ich hatte Salami Pizza und den Biss den ich genommen hatte, wahr verdammt lecker. Aber sharing ist carrying und so teilte ich meine Pizza mit meinen Nachbarn.

Zu „Ramen-Man“ wurden Babybeard zurück auf die Bühne geholt und zusammen wurde der Song abgerissen und sich bei Babybeard als Support Act auf der Tour bedankt. Dafür gab es stehende Ovationen. Mich zog es danach wieder in den Pit, diesmal mit Cam. Grenzt es ein klein wenig an Wahnsinn mit der Kamera zu surfen? Eigentlich schon ein klein wenig. Die Blicke des ein oder anderen waren dafür umso besser. Zu „Welcome to the Fightclub“ kam der Sänger Daniel von Artemis Rising auf die Bühne und schrie seine Version ins Mikro.

Das Finale vom Finale

Mit der Danksagung an die ganze Crew und allen Beteiligten die diese Tour möglich gemacht haben, sollte in die Zielgerade des Press Start Tourfinale eingebogen werden. Zu „City of Gold“ wurden alle Smartphone Taschenlampen und Feuerzeuge gezückt und das Grünspan war kurz ein kuscheliges Lichtermeer. Goldene Luftballons wurden im Grünspan verteilt und flogen zusätzlich bei „City of Gold“ rum. Was wäre „Pandastruck“ ohne eine Panda auf der Bühne? Richtig, es würde etwas fehlen und so sprang ein Panda zu „Pandastruck“ mit der auf der Bühne rum. Nachdem obligatorischen Tourstopp Foto kam auch schon der letzte Song des Abend. Sebastian surfte in seinem Pizzaboot zu „Pizza Homicide“ über die Crowd. Was ein Schlusspunkt und was für ein Tourfinale.

das mausigste Konzert

Es war ein absolut gelungenes Tourfinale und die Samurai Pizza Cats haben in Hamburg eindrucksvoll gezeigt warum sie auf die Bühne gehören. Die beiden Support Acts passten perfekt zu den Samurai Pizza Cats und haben das Gesamtbild perfekt abgerundet. Für mich persönlich war es eins der mausigsten Konzerte dieses Jahr. Wurde ich mit Pizza beworfen? Ja! Wurde mir einfach so zum anstoßen mein Becher halb gefüllt? Ja! Wurde ich mit Glitzer bemalt? Ja! Hat ein Metalhead mich einfach auf seine Schultern genommen damit ich Bilder schießen kann? Ja! Ich weiß dass die Metal(Core)-Community schon echt mausig ist, nur mit dieser Mausigkeit an diesem Abend hab ich nicht gerechnet. Danke Artemis Rising, Danke Babybeard, Danke Samurai Pizza Cats!