Freitag 31.Juli: Indie-Größen, Rock-Energie und spannende Newcomer eröffnen das Festivalwochenende, Unwetter-Unterbrechung und große Party mit Skindred
Mit einem hochkarätig besetzten Programm eröffnete das Green Juice Festival am Freitag, 31. Juli 2026, im Bonner Park Neu-Vilich sein Festivalwochenende. Der erste Festivaltag vereinte Indie-Rock, Alternative, Punk und Pop und zeigte einmal mehr, warum sich das Green Juice Festival in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe der deutschen Festivalszene entwickelt hat. Der offizielle Timetable führte die Besucherinnen und Besucher von den ersten Newcomer-Acts am frühen Nachmittag bis zum internationalen Headliner am Abend.
Wir wurden durch Johannes am Eingang begrüßt und herzlich in Empfang genommen und er zeigte uns das Festivalgelände mit allen wichtigen Informationen, erzählte uns von einigen geplanten Überraschungen und versorgt wurden wir bei den heißen Temperaturen mit reichlich Wasser. Danke an Alle vom engagierten Green Juice Team, natürlich auch Lola.
Den Auftakt auf der Mainstage machte Ria Rausch bereits um 13 Uhr mit Ihrem erst dritten Live Auftritt. Die junge Künstlerin steht für modernen deutschsprachigen Pop mit elektronischen Einflüssen und persönlichen Texten. Ihre Songs bewegen sich zwischen ruhigen Balladen und tanzbaren Synth-Pop-Produktionen und haben ihr in kurzer Zeit eine stetig wachsende Fangemeinde eingebracht. Das spürte man sogar auf dem trockenen Parkgelände, wo sich doch schon eine Vielzahl der Besucher vor der Bühne platzierten. Als Eröffnungsact sorgte sie für einen stimmungsvollen Einstieg in den Festivaltag.
Anschließend übernahmen Van Holzen die Bühne. Ihr erster Auftritt war genau vor 8 Jahren schon hier. Das Trio aus Ulm gehört seit Jahren zu den spannendsten Vertretern des deutschsprachigen Alternative-Rock. Mit druckvollen Gitarren, dynamischen Rhythmuswechseln und emotionalen Texten bewegt sich die Band zwischen Grunge, Post-Rock und modernem Indie. Besonders live gelten Van Holzen als äußerst intensiv und überzeugen durch enorme Spielfreude sowie eine kraftvolle Bühnenpräsenz. Die ersten kleinen Pits wurden eingestimmt, denn die Leute waren ja nicht nur zum Chillen und Sonnenbaden gekommen. Dabei sorgten Mitarbeiter vom Green Juice bereits jetzt für eine kühle Dusche mit einem Wasserschlauch, um den Staub der Pits in der Mittagssonne einzudämmen und die Crowd ein wenig abzukühlen.
Mit Soffie wechselte das musikalische Spektrum in Richtung moderner Popmusik. Die Sängerin machte in den vergangenen Jahren mit authentischem Songwriting und gesellschaftlich relevanten Texten auf sich aufmerksam. Ihre Musik verbindet eingängige Melodien mit einer klaren Botschaft und spricht insbesondere ein junges Publikum an. Die Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang macht sie zu einer der interessantesten deutschen Pop-Newcomerinnen.
Es folgte die Rückkehr von Heisskalt, einer Band, die sich nach längerer Pause wieder auf den Festivalbühnen präsentiert. Die Stuttgarter Formation zählt zu den wichtigsten Vertretern des deutschsprachigen Alternative- und Post-Hardcore-Rocks. Charakteristisch sind atmosphärische Gitarrenflächen, intensive Dynamik und die markante Stimme von Sänger Mathias Bloech. Songs wie „Hallo“ oder „Nicht anders gewollt“ gelten inzwischen als Klassiker der deutschen Alternative-Szene. Ihre Rückkehr wurde von vielen Fans mit großer Vorfreude erwartet. Das Publikum war sofort am Start: Mitsingen, Moshpits und die ersten Crowdsurfer waren unterwegs. Die Stimmung war am Nachmittag bei bestem Wetter am Kochen, doch leider musste vor dem letzten Song das Set wegen einer Unwetterwarnung abgebrochen werden und das Gelände komplett geräumt werden. Es dauerte allerdings gut zwei Stunden, bis das Gelände wieder geöffnet werden durfte und es einen schnellen Wiedereinlass gab. Die Veranstalter und Bands fanden eine Lösung, dass alle noch geplanten Acts mit kürzerem Set auf der Hauptbühne spielen konnten. Chapeau an alle Beteiligten und Gäste des Festivals.
Mit RAUM27 schlug das Festival anschließend modernere Töne an und binnen weniger Minuten war die Stimmung gleich wieder auf Betriebstemperatur. Der Sänger Tristan Stadtler zeigte sich sichtlich bewegt von der positiven Resonanz, während die Stimmung auf dem Veranstaltungsgelände schnell wieder ihren vorherigen Höhepunkt erreichte. Klar denn das Publikum war zu Ihren Hits „Oft gesagt“ , „Sommerregen“ und „Bitte bitte“ natürlich textsicher und in Feierlaune. Für die Jungs war es bereits der 3. Auftritt auf dem Green Juice Festival- klar das sie ordentlich gefeiert wurden.
Am frühen Abend übernahmen dann Blond die Bühne. Das Trio aus Chemnitz hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe des deutschsprachigen Indie-Pop entwickelt. Die Schwestern Nina und Lotta Kummer sowie Johann Bonitz verbinden humorvolle Texte, feministische Botschaften und eingängige Popmelodien mit Indie- und Elektropop-Einflüssen. Ihre Konzerte leben von viel Interaktion mit dem Publikum, spontanen Ansagen und einer Mischung aus Ironie und musikalischer Qualität. Songs wie „SB-Kassen Lover“, „Männer“ oder „Girl Boss“ zeigen, dass Blond Unterhaltung und gesellschaftliche Themen gekonnt miteinander verbinden.
Eine schöne Überraschung gab es als kleine Wiedergutmachung von der Band OK KID, die derzeit auf Tour ist und mit spontanen Pop-up-Konzerten auf verschiedenen Festivals überrascht. So hatte es sich auch die Community gewünscht, auf dem Green Juice aufzutreten. Sie spielten unterm mit Lichterketten beleuchteten Chill Area ein kleines Mini-Set aus alten und natürlich neuen Liedern vom aktuellen Album „Komm, wir bleiben stehen“.
Den rockigen Höhepunkt des Abends setzte Skindred. Die Band aus Wales ist international bekannt für ihre einzigartige Verbindung aus Metal, Punk, Reggae, Dub und elektronischen Elementen. Frontmann Benji Webbe zählt zu den charismatischsten Entertainern der europäischen Rockszene. Seit ihrer Gründung Ende der 1990er-Jahre hat die Band mit Alben wie „Smile“ oder „Union Black“ ihren ganz eigenen Stil etabliert. Besonders der Wechsel zwischen schweren Gitarrenriffs, Reggae-Grooves und energiegeladenem Gesang macht Skindred zu einem außergewöhnlichen Live-Erlebnis. Da gab es bei Songs „Jump“, “ You Got This“ und „Gimme That Boom“ kein Halten mehr. Ein würdiger Abschluß für den ersten Festivaltag.
Der Freitag zeigte eindrucksvoll die programmatische Vielfalt des Green Juice Festivals. Zwischen jungen Talenten wie Ria Rausch oder Soffie, modernen Pop-Acts wie RAUM27 und Blond sowie etablierten Rockbands wie Van Holzen, Heisskalt und Skindred spannte sich ein musikalischer Bogen, der nahezu alle Facetten der alternativen Musikszene abdeckte. Damit bot bereits der erste Festivaltag einen abwechslungsreichen Querschnitt durch aktuelle nationale und internationale Musikströmungen und machte Lust auf den zweiten Festivaltag.
Ria Rausch
Van Holzen
Soffie
Heisskalt
Raum27
Blond
OK Kid
Skindred













































































































