FRIENDS DON’T LIE – Zenit der Dramaturgie Album & Live Termine

FDL_Pressebild__weiss_quer_Credits_Moritz_Schleiffelder.
Text:
Uncle M

Ein Kickstart ohne Bremse – direkt ins Herz der deutschsprachigen Rockszene mit Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park. Und das alles in kompletter Eigenregie – ohne Label, ohne Booking-Agentur, ohne Produzent.

„Was lange währt, wird auch nicht gut“ – so heißt die 2024 erschienene Doppel-EP von Friends Don’t Lie. Denn Zeit verlieren stand für das Punk & Alternative Trio seit ihrem allerersten Auftritt im Mai 2023 beim Warsteiner Bandcontest, den sie auf Anhieb gewannen, nicht mehr auf dem Fahrplan. Würde man die Bandbeschreibung an dieser Stelle beenden, klänge alles perfekt.
Doch wer sich intensiver mit den insgesamt drei EP-Releases in nur 18 Monaten beschäftigt, entdeckt eine zweite Ebene: verletzliche Texte über Selbstzweifel, Ängste und große Emotionen. Gleichzeitig wird klar, dass die Band auch politisch Haltung zeigt. Es geht um Unmut – gegen Rassismus, Missgunst, Egoismus – gegen jede Form von Hass. Friends Don’t Lie entwickeln sich damit zum Sprachrohr einer Generation, wie man es zuletzt von Acts wie Kraftklub oder Casper kannte.

Wir bewegen uns in der weltweiten Politik auf einen Zenit der Dramaturgie zu – keiner weiß, was danach kommt

(Markus Ziesch / Friends Don’t Lie)

Sinnbildlich für die persönliche Seite des Albums steht die bereits veröffentlichte Vorab-Single „2 Uhr nachts“ – ein Song, der nach kalten Straßenlaternen, übermüdeten Gruppenchats und dem Kloß im Hals klingt, der einfach nicht weggeht. Die Frankfurter sezieren in dem Song das Gefühl, wenn Kopfkino und Selbstzweifel lauter sind als jede Anlage. Die Band packt genau diese Momente in einen Song, der gleichzeitig Herz auf und Faust-Hoch ist. „2 Uhr nachts“ handelt von den Gedanken, die jeder von uns kennt: die Dich wachhalten, wenn die Welt eigentlich schläft. Endlose Nächte voller Overthinking, in denen Erinnerungen und Gefühle besonders laut werden.

„Jahr für Jahr“ zeigt Friends Don’t Lie von ihrer nachdenklicheren, aber nicht weniger eindringlichen Seite. Der Song blickt auf das Gefühl, festzustecken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wiederholung und Veränderung – und stellt die Frage, was mit all den Hoffnungen, Fehlern und Versprechen passiert, wenn sich Jahre aneinanderreihen. Gemeinsam mit Zirkel entsteht daraus ein Track, der Verletzlichkeit und Größe verbindet: melancholisch, direkt und getragen von dem Drang, trotz allem weiterzumachen.

Wir leben in einer Zeit, in der sich alles gleichzeitig zuspitzt – politisch, gesellschaftlich, persönlich. Zwischen Dauerkrisen und Dauervergleich fühlt sich unsere Generation oft orientierungslos, aber genau daraus entsteht auch der Drang, laut zu sein, Haltung zu zeigen und sich nicht einfach treiben zu lassen.

(Markus Ziesch / Friends Don’t Lie)

„Jede Zeile ein Schrei“, das Friends Don’t Lie gemeinsam mit den norddeutschen Crossover-Newcomern Grell sowie den Posthardcore-Szenelieblingen Vinta aufgenommen haben, verdichtet auf eindringliche Weise das Grundgefühl des Albums: den Druck, gehört zu werden, wenn alles um einen herum zu laut oder zu gleichgültig ist. Zwischen rauer Dringlichkeit und mitreißender Refrain-Energie erzählt der Song von innerem Aufbegehren, Selbstbehauptung und dem Moment, in dem aus langem Schweigen endlich ein Ausbruch wird. Mit der Zeile „Jeder Tag ist ein Kampf, jede Zeile ein Schrei“ formuliert die Band ihr Programm so klar wie kompromisslos: laut sein, wenn Leisebleiben keine Option mehr ist, und aus dem Schatten ins Licht treten — gemeinsam, wütend und verletzlich zugleich.

Dieses Album ist für uns kein fertiges Produkt, sondern ein Momentzustand – wir haben versucht, all das festzuhalten, was zwischen Euphorie, Überforderung und Hoffnung gleichzeitig passiert. Jeder Song ist wie ein offenes Tagebuch, das zeigt, wie wir versuchen, in diesem Chaos unseren eigenen Halt zu finden.

(Markus Ziesch / Friends Don’t Lie)
FRIENDS DON'T LIE - Zenit der Dramaturgie Album & Live Termine
Friends Don’t Lie haben sich längst aus dem Schatten der Contest-Gewinner herausgespielt und bewiesen, dass sie gekommen ist, um zu bleiben. Was das Ganze noch braucht? Das lang ersehnte Debütalbum. Vielleicht wird in diesem Fall ja doch gut, was lange währt. „Zenit der Dramaturgie“ erscheint am 29. Mai via Uncle M Music. Die exklusiv im Bandshop erhältliche Surprise-Vinyl Auflage ist bereits fast ausverkauft – eine Creme-farbene LP wird zum Release deutschlandweit erhältlich sein.

Mit einer Reihe von ungewöhnlichen Vorab-Events, darunter einem gemeinsamen Siebdruck-Workshop mit Fans oder öffentlichen Live-Podcasts und Akustik-Konzert Produktionen, läuten Friends Don’t Lie den Countdown zum Album-Release im Mai 2026 ein.

Im Anschluß an den Festivalsommer werden sie auf eine eigene Release-Tour plus ausgedehnte Co-Headline Konzerte durch Deutschland, Tschechien und Österreich gemeinsam mit Indecent Behaviour (*) gehen.

 

FRIENDS DON’T LIE 2026 / 2027 
21.05. DE – Koblenz – PopRLP „Tapetenhaus Talks“ Live-Podcast + Akustik-Konzert
28.05. DE – Frankfurt – Ponyhof // Special Album Release Show
29.05. DE – Oberhausen – Druckluft // Special Album Release Show

30.05. DE – Neustadt a d Weinstasse // Fest der Demokratie
11.07. DE – Neunkirchner Open Air
02.08. DE – Leonberg – RockXplosion Festival
22.08. DE – Eschborn – Le Murs Festival
05.09. DE – Egelsbach – Raus ausm Keller Festival

02.10. DE – Berlin – Kulturhaus Insel
03.10. DE – Hamburg – Indra
10.10. DE – Köln – Garagen
23.10. DE – Frankfurt – Das Bett

26.11. DE – Karlsruhe, Stadtmitte *
09.12. CZ – Prag – Rock Cafe  *
10.12. DE – Leipzig, Neues Schauspiel  *
11.12. DE – Kassel, Goldgrube  *
12.12. DE – Münster, Sputnik Cafe  *
17.12. DE – Nürnberg, Z-Bau  *
18.12. DE – München, Backstage  *
20.12. DE – Saarbrücken, Garage  *
25.02.27 DE – Landshut – Rocket Club  *
26.02.27 DE – Augsburg – Soho Live Club  *
27.02.27 AT – Wien – Arena  *
* mit Indecent Behaviour