LANXESS arena, 8. Oktober 2026
Wer glaubt, Duran Duran seien nur was für Nostalgiker mit Dauerwelle und Schulterpolstern, sollte sich dringend ein Konzert der britischen Pop-Legenden anschauen. Was am 8. Oktober in der Kölner LANXESS arena abgeht, ist eine ziemlich fette Ansage: druckvoller Sound, große Hits und eine Videoshow, die einem ordentlich die Netzhaut massiert.
Klar, hier stehen keine Metal-Gitarrenwände und keine Growls auf dem Programm. Aber wer auf eine kompromisslose Bühnenshow steht, bekommt einiges geboten. Die riesigen Videoflächen verwandeln die Arena in einen psychedelischen Bilderrausch zwischen Retro-Futurismus, düsteren Visionen und knalliger Pop-Art. Das Ganze wirkt weniger wie ein nostalgischer Rückblick als vielmehr wie eine Zeitreise mit Turbolader.
Musikalisch feuern Simon Le Bon und seine Mitstreiter Klassiker wie „Hungry Like the Wolf“, „The Reflex“, „Wild Boys“ und „Rio“ ab. Songs, die auch nach vier Jahrzehnten noch zünden. Dazu kommen mit „Ordinary World“ und „Come Undone“ die emotionalen Momente, bevor wieder der Achtziger-Motor aufheult.
Was mich besonders beeindruckt: Duran Duran verlassen sich nicht einfach auf ihren Backkatalog. Die Band verbindet ihre unverwechselbaren Sounds mit einer visuellen Inszenierung, die richtig Kino auf die Bühne bringt. Hier wird nicht bloß Musik gespielt, hier wird geklotzt und zwar ordentlich!
Als jemand, der auch mit härteren Riffs und dröhnenden Amps etwas anfangen kann, muss ich sagen: Respekt! Vielleicht fehlen die Doublebass und die Gitarren-Abrissbirne, aber dafür gibt’s erstklassiges Songwriting, jede Menge Groove und eine Show, die sich definitiv nicht verstecken muss.
Duran Duran beweisen in Köln, dass die Achtziger noch lange nicht zum alten Eisen gehören, obwohl leider die Arena nicht ausverkauft war. Eine energiegeladene Zeitreise mit audiovisueller Wucht und jeder Menge Hits. Pop? Klar. Aber verdammt guter Pop und live eine echte Hausnummer!






















