Breminale 2026 in Bremen

Breminale 2026 in Bremen

Auch dieses Jahr sollte die Breminale 2026 in Bremen am Osterdeich wieder stattfinden. Das Bremer Festival am Osterdeich (direkt neben dem Weserstadion) fand vom 01-05.07. Juli statt und ist wie in den Jahren für alle Besucher kostenlos betretbar. Knapp 180.000 Besucher*innen haben die 37. Breminale 2026 am Bremer Osterdeich besucht. Mit knapp 150 Acts auf 10 Bühnen, wobei die Radio Bremen Bühne und das Zelt die Schleuse am Samstag the way to go waren.

Direkt aus dem Urlaub

Und kaum richtig in Deutschland wieder angekommen, hieß es für mich Kamera schnappen und lets go. Normalerweise verpenne ich die Breminale irgendwie fast jedes Jahr. Urlaub oder Festivals, irgendwas ist die letzten Jahren immer dazwischen gekommen. Dieses Jahr sollte der Samstag passen. Presse Akkreditierung? Hatte ich erwähnt dass ich die Breminale immer wieder verpenne? Also erstmal am Info Stand angemeldet, kurz erklärt wer ich ich bin und von wem ich komme und schon Stand dem Fotopass nichts mehr im Weg. Ausser vielleicht das Wetter, denn der Samstag war ein klassisch norddeutscher Tag. Von Sonne, Wind, leichter Nieselregen bis hin zum Wolkenbruch war alles dabei. Aber genug der langen Worte… Springen wir in die Bilder

 

The Shame

Die vor einen halben Jahr gegründete Band The Shame sollte für mich den Festival Tag eröffnen (und ganz ehrlich, die Jungs waren der Grund warum ich überhaupt hin bin). Die vier lieferten Nu-Metal/Nu-Core vom feinsten ab. Von Circle Pit, Crowd surfing und Mosh Pit war alles dabei. Was ein Auftakt. Die vier Bremer sollte man definitiv in den kommenden Jahr auf den Radar haben. Live richtig geil

 

Vladi Wostok

Punkt 17.30 und nach einem kräftigen Schauer sollte es direkt an der Radio Bremen Bühne mit Vladi Wostok weiter gehen. Mit herrlichen Akzent und von der Band selbst erfunden Stil Ruski Surf (Mischung aus russischer Polka und US Surf Musik). Leicht bekömmliche Kost und genau das richtige zum Verdauen vom vorherigen Nu-Metal. Mit Witz und viel stabiler Haltung war das nasse Bremer Publikum schnell zum Tanzen und mitsingen gebracht.

 

Von Grambusch

Zurück ins Zelt zur Schleuse denn dort sollte es wieder ab 18 Uhr rockiger werden. Klasssicher Indie Rock gibts von dem Trio auf die Ohren. Leider hab ich aus zeitlichen Gründen nicht den kompletten Auftritt mitnehmen können. Irgendwie hat mir mein Körper gesagt dass ich etwas essen und trinken sollte. Liebhaber von Indie Rock sollten nicht desto trotz mal bei den Jungs vorbei schauen.

Tiffany Aris

Frisch gestärkt ging es wieder zurück zur Radio Bremen Bühne denn nun sollte der erste Headliner des Tages starten. Mit Tiffany Aris sollte es richtig popig werden. Seit Ihrem Breakthroug Song Breathe geht es für die Berlinerin steil bergauf. Auch nachfolgende Songs schafften immer wieder in die Top 20 und dementsprechend Streams und na logisch ins Radio. Neben ihren eigenen Songs schreibt sie auch für andere namhafte Künstler wie Tokio Hotel, Steve Aoki oder Ofenbach Songs. Selber verarbeitet Tiffany Aris kompromisslos ehrlich ihre eigenen Erlebnisse in ihren Songs.

 

Greta

Mit Greta sollte der zweite Headliner auf der Radio Bremen Bühne stehen. Zwischen Wetterkapriolen und Bühnen Change over sollte es 20.30 mit Greta weitergehen. Aktuell stürmt Greta mit ihrer eigenen Version von its raining men als explaining men die Charts. Und ja der Song geht unter die Haut und deckt das mansplaning gnadenlos auf. Aber auch Songs wie Chaos im Kopf oder ganz schön high nehmen einen mit. Das Greta nicht nur singen sondern auch instrumental sehr gut unterwegs ist beweist sie eindrucksvoll am Saxofon und der Gitarre.

 

Goldie 333

Queeren Trap Metal gewürzt mit harten Rap und eingehenden Hooks gabs von Goldie 333 dann wieder in der Schleuse auf die Ohren. Und holy fack hat mich Goldie 333 mitgenommen. Zwischen brutal harten Rhymes, Screams und Gitarre lässt Goldie 333 die Crowd im Zelt der Schleuse beben. Die Stimmung in der Schleuse ist kurz vor dem explodieren. Goldie 333 reißt mit einer wahnsinnigen Power und Präsenz die Schleuse förmlich ab. Definitiv ein heißer Tipp von mir der auf die Playlist gehört. Die Bremerin, die nun in Berlin lebt, gibt definitiv alles auf der Bühne.

 

Boy Loco

Wesentlich ruhiger ging es bei dem  irisch/walisische Duo Boy Loco zur Sache. Auf der Radio Bremen Bühne gab das Duo ihr Set zum Besten. Mit ihren eingängingen und ryhtmischen Songs schaffen sie Ohrwurm Garantie. Erhellender Moment von meiner Seite als der Song Slow Dancing angespielt wurde. Ihr kennt das wenn man einen Song kennt aber nicht die Band oder den Künstler dazu. So erging es mir bei Boy Loco. Ein erhellender Moment mit dem Ausruf, das ist von denen?! Krass… Indie Pop ist mit Sicherheit nicht mein Genre aber tausende Bremer*innen haben Boy Loco gefeiert und dazu getanzt. Und nur dieses zählt.

 

Remote Bondage

Noch einmal richtig zur Sache ging es dann um kurz nach Mitternacht mit Remote Bondage. Zwischen Punk, Sarkasmus, etwas Kabarett und Pop geben die 3 Sängerinen, Bassistin und der Schlagzeuger voll Gas. Wer die Crackhuren mag, wird Remote Bondage lieben. Unbändige Power am Bass, klare Kante am Mikro und dazwischen viel Ironie. So würde ich die Remote Bondage beschreiben. Den Mittelfinger zum Patriarchat und zu den Subwoofern, denn die haben bei dem massiven Bass arg gelitten. Leider geil.

 

 

Impressionen