Arankai mit Altered Rebirth in Frankfurt am Main

Arankai in Deutschland: „I Hope it hurts“ – und ja, das hat es.

Erste Europatour, direkt ausverkauft und dazu eine Deutschlandpremiere: Am 14. September 2026 wurde es im Frankfurter Nachtleben laut. Für die Frankfurter Vorband Altered Rebirth war es ein Heimspiel, für den amerikanischen Mainact Arankai hingegen das allererste Konzert in Deutschland.

Altered Rebirth

Den Abend eröffnet die Frankfurter Viererkombo Altered Rebirth knallt mit ihrem Opener We’ll Never Sleep Again ordentlich los. Die Crowd bleibt allerdings erstmal beim reinen Genießen, denn es ist furchtbar heiß und die Location rappelvoll. Für einen richtigen Pit ist daher kaum Platz.

Trotzdem sorgen die Jungs schnell für Bewegung: Headbangen, sachtes Kopfnicken und ganz vorsichtiges Pogen zieht sich langsam durch den Club. Neben Songs des Albums Reaching Moonlit Salvation gibt es mit Crooked und Mirage auch zwei Tracks der neuen EP Forever Night auf die Ohren. Altered Rebirth hinterlassen damit definitiv einen Eindruck, haben die Crowd gut angeheizt und wir finden, sie haben definitiv Potential für größere Bühnen.

 

 

Arankai

Dann betritt Arankai zum ersten Mal eine deutsche Bühne. Oscar startet den Abend mit Kelly Clarksons Since U Been Gone als Einheizer, bevor mit I Hope It Hurts direkt die Eskalation folgt. Und ja: Es tut weh. Mit „Thank You Frankfurt!“ beginnt eine zunehmend persönliche Interaktion mit dem Publikum.Es folgten Songs des Debütalbums A Portrait of Red und Genregrenzen? Die existieren für Arankai jedenfalls nicht. Metalcore, Rap, Alternative Rock oder lieber doch mehr elektronische Einflüsse? Warum entscheiden, wenn man alles davon einfach machen kann?

Mit Playing God wird es emotionaler. Oscar bedankt sich dafür, dass die Frankfurter Crowd seine Songs kennt und mitsingt und das obwohl er zum ersten Mal überhaupt in Deutschland spielt.

„So far away from home, so many know the music, I’m so thankful.“

Und dann folgt direkt die nächste Premiere: Die noch unveröffentlichte Single Convince Me wird in Frankfurt vorab gespielt. Damit nicht genug, es gibt auch den ersten und einzigen Crowdsurfer des Abends. Oscar erzählt anschließend offen von einer schwierigen Phase seines Lebens, in der er nicht daran glaubte, lange genug zu leben, um mit Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Heute steht er auf einer (teils) ausverkauften europäischen Tour und spielt Songs seines 2025 erschienenen Debütalbums A Portrait of Red, das Teil einer Album-Trilogie ist. Als wäre das nicht genug, folgt mit Let Down noch ein weiterer unveröffentlichter Song, offenbar so geheim, dass selbst sein Label nichts daovn weiß, dass er die Single heute spielen wird.

Mit Helter Skelter wird wieder ordentlich gerappt und gegrowlt, bevor Dead Throne das große Finale einläutet. Bei „Over my dead body“ brüllt der gesamte Club mit. Nach Conquer sollte eigentlich Schluss sein für heute und das wäre ein passender Abschluss gewesen. Eigentlich. Aber die Crowd hat Bock auf mehr und bittet lautstark um eine Zugabe. Nach einer kurzen Pause kommt Arankai mit Rome zurück und endlich passiert es: Der Pit öffnet sich. Oscar lässt es sich natürlich nicht nehmen, selbst mittendrin mitzumischen. Wenn ein Metalcore-Konzert mit einem Moshpit endet, kann man wohl sagen: Mission erfüllt.

Für das erste Deutschlandkonzert, eine ausverkaufte Location und gleich mehrere Premieren kann sich dieser Abend definitiv sehen lassen. Es bleibt spannend wie sich Arankai zukünftig entwickelt und wer weiß, vielleicht sehen wir Oscar bald auf größeren Bühnen oder dem ein oder anderen Festival in Europa.

Setlist:
I Hope It Hurts
One for the Money
Anodyne
Playing God
Choke
Contortionist
Convince me (unreleased)
Let Down (unreleased
Meant to Live
Helter Skelter
Dead Throne
Conquer
Rome (Encore)