TYKETTO – Rock’n’Roll Salvation in Köln

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Ralph Hauwetter

Die Kantine / Yard Club, Köln – 13. Oktober 2026

Die „Rock’n’Roll Salvation Tour 2026“ machte am Dienstagabend Station in Köln. Mit Tyketto und CoreLeoni standen zwei Bands auf dem Programm, die für unterschiedliche Facetten des klassischen Hard Rocks stehen. Als Opener waren die österreichischen Rocker von Sergeant Steel mit dabei. Auch wenn der Yard Club nicht ausverkauft war, sollte das der Stimmung an diesem Abend keinen Abbruch tun. Ganz im Gegenteil: Die Atmosphäre war fantastisch und die Fans bekamen ein abwechslungsreiches Rockpaket geboten. Demnach trafen sich die Generation Rock der 80iger und frühen 90er mitunter auch einige bekannte Musiker der Region

Sergeant Steel – der österreichische Opener

Den Anfang machten Sergeant Steel aus Österreich. Die Band ist tief im klassischen Hard Rock verwurzelt und setzt auf druckvolle Gitarren, eingängige Refrains und den Sound, der an die großen Zeiten des Genres erinnert. Als Opener hatten die Musiker die Aufgabe, das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen und den Abend entsprechend einzuläuten.

CoreLeoni – druckvoller Hard Rock mit Schweizer DNA

Mit CoreLeoni wurde es anschließend deutlich druckvoller. Das Projekt um Gotthard-Gitarrist Leo Leoni hat sich längst zu einer eigenständigen Größe entwickelt. Was einst als musikalische Rückbesinnung auf die frühen Gotthard-Jahre begann, steht mittlerweile für eine mitreißende Mischung aus klassischem Schweizer Hard Rock, kernigen Gitarrenriffs und großen Melodien.

CoreLeoni machten ordentlich Druck und lieferten den passenden Kontrast zum melodischen Hard Rock des Headliners. Die Gitarren standen im Vordergrund, der Sound hatte ordentlich Wucht und die Songs waren wie geschaffen für einen Clubabend dieser Art. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Leo Leoni nicht nur ein hervorragender Gitarrist ist, sondern auch genau weiß, wie man klassischen Hard Rock auf die Bühne bringt.

Für mich ein starker Auftritt, der den Boden für Tyketto bestens bereitete.

Tyketto – Melodic Rock mit Herz und Seele

Dann war es Zeit für Tyketto. Die amerikanische Band um Sänger Danny Vaughn gehört seit ihrem Debütalbum „Don’t Come Easy“ aus dem Jahr 1991 zu den festen Größen des melodischen Hard Rocks. Vor allem Songs wie „Forever Young“, „Wings“ und „Standing Alone“ haben sich über die Jahre zu echten Klassikern entwickelt.

Dass Tyketto auch 2026 nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben, wurde an diesem Abend einmal mehr deutlich. Die Stimmung im Yard Club war fantastisch. Zwar blieb die Veranstaltung von einem ausverkauften Haus entfernt, doch die anwesenden Fans ließen sich davon nicht beeindrucken. Die Atmosphäre war herzlich, enthusiastisch und von der gemeinsamen Begeisterung für handgemachte Rockmusik geprägt.

Musikalisch orientierte sich das Programm an der Setlist der vorherigen Tourstationen. Dabei gelang der Band die Mischung aus bewährten Klassikern und neuerem Material, die den besonderen Reiz dieser Tour ausmacht.

Mit „Rescue Me“ und „Wings“ standen früh Songs auf dem Programm, die den typischen Tyketto-Sound auf den Punkt bringen. „Burning Down Inside“ und „Higher Than High“ unterstrichen die rockigere Seite der Band, während „Meet Me in the Night“ und „Reach“ die melodischen Qualitäten in den Vordergrund rückten.

Auch der Titelsong des aktuellen Albums „Closer to the Sun“ durfte nicht fehlen. Mit „Seasons“ und „We Rise“ wurde das Programm weitergeführt, bevor „Standing Alone“ und „Lay Your Body Down“ Erinnerungen an die großen Zeiten des Melodic Rocks wachriefen.

„Sail Away“ und natürlich „Forever Young“ gehörten ebenfalls zum erwarteten Tourprogramm. Gerade solche Songs zeigen, weshalb Tyketto auch nach all den Jahren eine treue Fangemeinde besitzen: Hier treffen starke Melodien auf emotionale Texte und Refrains, die sich sofort festsetzen.

Danny Vaughn bleibt dabei das prägende Gesicht der Band. Seine markante Stimme ist ein wesentlicher Bestandteil des unverwechselbaren Tyketto-Sounds. Zusammen mit der eingespielten Mannschaft entsteht jener melodische Rock, der weder angestaubt noch beliebig wirkt, sondern seine ganz eigene zeitlose Qualität besitzt.

Die Band wirkte bestens aufeinander abgestimmt und verstand es, die besondere Atmosphäre eines Clubkonzerts zu nutzen. Es ging nicht um eine riesige Show oder spektakuläre Effekte, sondern um Songs, Spielfreude und die direkte Verbindung zwischen Band und Publikum. Genau darin liegt die Stärke von Tyketto.

Rock’n’Roll Salvation – der Name war an diesem Abend Programm.

 

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