The Devil Wears Prada in Köln: Ein vielseitiger Konzertabend zwischen brachialem Metalcore, atmosphärischen Klängen und spürbarer Spielfreude. Im Rahmen ihrer Europa-Tournee machten die US-Amerikaner Station im Kölner E-Werk und brachten ein vielschichtiges Support-Paket mit, das den Abend schrittweise aufbaute.
Den Anfang machten Oversize und 156/Silence. Während die Briten von Oversize das Publikum mit einer eingängigen Mischung aus Alternative Rock und Grunge aufwärmten, zogen 156/Silence im Anschluss den Härtegrad spürbar an. Die US-Amerikaner setzten auf düstere Riffs, aggressive Vocals und ein dichtes Zusammenspiel aus Nebel und Stroboskop-Effekten – ein wuchtiger Auftakt, der die Halle schnell auf Betriebstemperatur brachte.
Als dritte Band übernahmen die französischen Novelists das Mikrofon. Mit ihrer Frontfrau Camille Contreras an der Spitze brachte die Band eine enorme Präzision und Dynamik auf die Bühne. Das Wechselspiel aus modernen, druckvollen Passagen, eingängigen Refrains und einer stimmigen Lichtinszenierung zündete im E-Werk auf Anhieb und hinterließ ein bestens vorbereitetes Publikum für den Hauptact.
Als The Devil Wears Prada schließlich mit „Where the Flowers Never Grow“ loslegten, geriet der Innenraum umgehend in Bewegung. Die Band suchte vom ersten Ton an die Nähe zum Publikum, trat immer wieder an die vorderste Bühnenkante und motivierte die Menge. Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Moshpits bildeten und unzählige Crowdsurfer am laufenden Band Richtung Absperrung unterwegs waren.
Musikalisch bot die Band eine ausgewogene Mischung aus aktuellen Tracks ihres Albums Flowers und etablierten Klassikern. Banger wie „Chemical“, „Salt“ oder „Danger: Wildman“ sorgten für geschlossene Singalongs und eine durchgehend hohe Energie im Saal. Das Zusammenspiel zwischen Band und Fans funktionierte reibungslos und verlieh der Show eine extrem dichte Atmosphäre.
Spannend an diesem Abend war das vielschichtige Gesamtpaket. Von den ersten Ausflügen in ruhigere Rock-Gefilde über technischen Metalcore bis hin zum furiosen Finale von The Devil Wears Prada passte die Dramaturgie des Abends schlichtweg zusammen. Ein rundum gelungener Club-Abend, der richtig Spaß gemacht hat!
Die Fotos des Abends:
The Devil Wears Prada
Novelists
156/Silence
Oversize






















































































































