Das Soizfest 2026 am Landgasthof Roßkothen ist Geschichte. Und was für eine. Über 500 Besucher:innen an zwei Tagen, 17 Bands, Starkregen und Rückmeldungen, die dem Team vom Blackfired e.V. die Sprache verschlagen haben. Ein Rückblick.
Freitag: Punk, Regen und Zusammenhalt
Der erste Festivaltag gehörte dem Punk, mit Attic Stories und Erection als Highlights des Abends. Was niemand plante: ein heftiger Starkregen, der das Festival für einige Stunden zum Stillstand brachte. Während die Besucher:innen die Unterbrechung gelassen nahmen und einfach weiterfeierten, arbeitete das Team im Hintergrund auf Hochtouren. Tontechniker Stephan Böse von SBeventtec kämpfte sich mit seinem Team durch die durchnässte Technik. Am Ende wurde sogar im Backstage geföhnt, damit die Anlage wieder einsatzbereit war. Es hat funktioniert. Alle Bands konnten noch auftreten, wenn auch verkürzt.
Samstag: Weißwürste, Sonnenschein und Tenside
Der zweite Tag startete zunächst entspannt: Bier-Yoga mit Maximilian Malz, musikalisch begleitet von Florian Fredlmeier an der Handpan, gefolgt von einem Weißwurstfrühstück im Biergarten des Landgasthofs. Kurzfristig mussten sogar neue Sitzplätze geschaffen werden, da der Ansturm so groß war.
Am Abend dann das, wofür viele gekommen waren: Waves Like Walls und Headliner Tenside. Das Gelände in Niedertaufkirchen füllte sich so gut, dass im Laufe des Abends ein neuer Parkplatz eröffnet werden musste. Und auch das Wetter spielte mit. Bis auf einen kurzen Schauer blieb es trocken. Als die letzten Töne verklangen, war klar: Dieses Wochenende wird noch lange in Erinnerung bleiben.
Gastfreundschaft, die begeistert
Möglich gemacht hat das Wochenende nicht zuletzt die Familie und das Team des Landgasthofs Roßkothen, die vom ersten bis zum letzten Moment mit angepackt haben. Wirt Hubert Roßkothen sorgte mit Langosch, Burgern und Burritos für die kulinarische Verpflegung der Gäste. Der unerwartet große Andrang, auch durch viele spontane Besucherinnen und Besucher am Samstag, übertraf alle Erwartungen. Mehrfach mussten Zutaten nachgekauft werden und am Ende war das gesamte Angebot ausverkauft.
„Angenehme Menschen, glückliche Gesichter und ein starkes Team, welches Stück für Stück etwas Großartiges erschaffen hat – mehr Festival geht nicht!“, sagt Hubert Roßkothen.
Das Fazit des Vereins
Der 2024 gegründete Verein Blackfired e.V. mit Sitz in Winhöring zieht ein durchweg positives Fazit. „Dass wir auf einem komplett neuen Gelände, in einer Region, in der so etwas noch nie stattgefunden hat, gleich 500 Menschen begeistern konnten, das macht uns unglaublich stolz und dankbar. Die Reaktionen unserer Gäste haben gezeigt: Subkultur hat auch auf dem Land einen Platz“, sagt der 1. Vorsitzende Maximilian Henghuber.
Die Gäste selbst fanden deutliche Worte: „Tausendmal Danke für das, was ihr da aufgezogen habt. Man hat einfach gemerkt, dass da ganz viel Herzblut und Liebe drin steckt. Wir kommen auf jeden Fall wieder.“ Und aus der Nachbarschaft: „Wenn sogar die Nachbarn mitfeiern, muss es ein grandioses Fest sein.“





