Sepultura in der Turbinenhalle Oberhausen – Fotos

Es gibt Konzerte, die unterhalten und es gibt Konzerte, die Geschichte schreiben. Der Auftritt von Sepultura in der gut gefüllten Turbinenhalle 2, die einer Sauna ähnelte, gehörte zweifellos zur zweiten Kategorie. Unter dem Titel „Celebrating Life Through Death Tour“ verabschiedet sich eine der einflussreichsten Metal-Bands aller Zeiten von ihren Fans – und hinterließ in Oberhausen einen Abend voller Emotionen, Wucht und Erinnerungen.

Bereits die Support-Acts sorgten für die richtige Betriebstemperatur. Pünktlich um 19:30 Uhr bewiesen die brasilianischen Thrash-Veteranen Torture Squad eindrucksvoll, weshalb sie seit Jahren zu den festen Größen der südamerikanischen Szene gehören, es folten die belgischen Speed-Metal-Durchstarter Evil Invaders die ein energiegeladenes Set voller rasender Riffs und klassischer Metal-Attitüde von sich gaben.

Eine Reise durch vier Jahrzehnte Metal-Geschichte

Als gegen 21.30 Uhr das Licht erlosch und die ersten Töne von „Inner Self“ erklangen, war die Fans nicht mehr zu halten. Von der ersten Minute an war klar: Dies würde kein gewöhnliches Konzert werden.

Sepultura präsentierten eine Setlist, die nahezu sämtliche Schaffensphasen der Band abdeckte. Mit „All Souls Rising“, „Desperate Cry“ und „Kairos“ ging es ohne Verschnaufpause weiter. Die Band zeigte sich dabei in absoluter Höchstform, obwohl es draußen 30 Grad waren und drinnen sich jeder versuchte frischluft zuzufechern.

Besonders „Attitude“, „Against“ und „Choke“ sorgten für heftige Kopfbewegungen vor der Bühne. Das Publikum, bestehend aus langjährigen Fans ebenso wie jüngeren Metalheads, feierte jede Nummer mit beeindruckender Hingabe.

Als anschließend die Klassiker „Dead Embryonic Cells“ und „Slave New World“ angestimmt wurden, verwandelte sich die Halle endgültig in ein Meer aus erhobenen Fäusten und mitsingenden Fans.

Mit „Territory“, „Refuse/Resist“ und „Arise“ zündeten die Brasilianer zum Abschluss ein wahres Thrash-Feuerwerk. Jeder einzelne Song wurde von den Fans lautstark begleitet.

Spätestens bei „Ratamahatta“ gab es kein Halten mehr. Die Turbinenhalle bebte, die Menge sprang im Takt.

Den Schlusspunkt setzte schließlich das unvermeidliche „Roots Bloody Roots“!

Sepultura verabschieden sich nicht leise. Sie verabschieden sich mit einer gewaltigen donnern –  kompromisslose Härte, musikalische Vielfalt und eine einzigartige Verbindung zu ihren Fans.

Setlist: Inner Self – All Souls Rising – Desperate Cry – Kairos – Means to an End – Attitude – Against – Choke – The Place – Escape to the Void – Kaiowas – Dead Embryonic Cells – Slave New World – Beyond the Dream – Territory – Refuse/Resist – Arise – Ratamahatta – Roots Bloody Roots.

 

Sepultura

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 Evil Invaders

Torture Squad