Am 23. Mai 2026 machten wir uns auf den Weg in das beschauliche Themar in Thüringen. Dort fand das „Kultur Garten Open Air“ statt.
Bei knackigen 26 Grad kamen wir gegen Mittag auf dem Gelände an. Wir holten unsere Bändchen und Foto-Pässe am Eingang ab und sahen uns auf dem beschaulichen Campingplatz um.
Auf dem kleinen aber feinen Platz saßen bereits zahlreiche Besucher:innen unter ihren Pavillons. Es herrschte eine sehr ausgelassene Stimmung. Durch die überschaubare Größe des Platzes schienen sich die Besucher:innen bereits untereinander zu kennen. Nur Musik wurde auf dem Campingplatz nicht gespielt. Das war aber auch nicht nötig. Die Festivalbühne befand sich in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz. So brauchte sich niemand die Frage stellen, wann man denn los müsse, wenn man eine bestimmte Band sehen möchte.
Der Weg ins Infield dauerte maximal 3 Minuten!
Direkt am Eingang zum Infield fiel uns auf, wie unfassbar herzlich und zuvorkommend die Mitarbeiter:innen sind. Ob am Bratwurststand, am Bierausschank oder im Graben!
Nachdem wir „Sonne Ost“, die „Einhornkrieger“ und die „Band ohne Anspruch“ vom Campingplatz aus anhörten, gingen wir 16:30 Uhr zu „Makabar„. Dabei handelt es sich, nach eigenen Aussagen, um „fünf Teilzeitbekloppte in der Blüte ihres Lebens die eine eigene Mixtur aus Punkrock und Holz-/ Blechbläserei machen“.
Fotos Makabar
Um 18:30 Uhr schauten wir uns „Erection“ an. Uns erwartete 40 Minuten feinster saftiger Punk´n´Roll aus Regensburg. In der Mai-Hitze tanzten und pogten vor der Bühne einige Besucher:innen und machten sich warm für die anstehenden Headliner des Abends.
Fotos Erection
19:35 Uhr kamen dann eine unserer absoluten Lieblingsbands auf die Bühne: Focus. aus Riesa.
In der schönsten Sonnenuntergangsstimmung spielte sich die junge Punkband in die Herzen der Crowd. Als während „Alkohol“ die Technik kurzerhand versagte, übernahm die Crowd das Singen und schickte einen hoch motivierten Crowdsurfer in Richtung Bühne.
Für eine Dreiviertelstunde hieß es also Abfahrt! Bengalos wurden gezündet, Kinder surften über die Köpfe der Crowd, die Mitgereisten des Focus Street Teams verbreiteten ordentlich Stimmung in der ersten Reihe, es wurde gemosht und gepogt.
Fotos Focus
Focus haben die Besucher:innen des Kultur Garten Open Air ganz schön müde gespielt. So legten viele Besucher:innen eine Pause ein während Rantanplan um 20:50 Uhr zu spielen begann.
Mit neuen Kräften und frischer Energie versammelte sich die Crowd um 22:25 Uhr dann geschlossen vor der Bühne.
Team Scheisse war bereit! Und wir waren es auch.
Das Konzert begann mit „Schmetterling“. Damit stand der Kurs für den Abend fest.
Während ich im Fotograben stand wurde außerdem „Verjubel all mein cash“ und „Frank“ gespielt. Nach den drei Foto-Songs rannte ich zum Auto und brachte die Kamera in Sicherheit. Nun war die Zeit für Pogo und Rangeltanz gekommen!
Insgesamt durften wir 25 Liedern lauschen, darunter waren auch zwei bisher unveröffentlichte neue Songs. Für uns war der Auftritt von Team Shit das absolute Highlight des Tages. Die Crowd hatte Bock und die Band auch! Als Special Guest kam der Mittelfinger Mann aus dem Publikum auf die Bühne.
Obwohl der All-Time-Klassiker „Putzkraft“ weder auf der regulären Setlist stand, noch für Back Up geplant wurde, haben sie ihn gespielt! Besser konnte der Abend also nicht werden!
Der grandiose Team Scheisse Auftritt wurde mit „Erfurt“ beendet.
Fotos Team Scheisse
Erschöpft, verschwitzt und glücklich zog sich die Crowd erst einmal zurück und machte eine Pause. Nach diesem Konzert mussten alle erst einmal wieder klar kommen!
Am Ende des Abends schauten wir uns noch den Anfang von „Sascha und die Heringe“ an. Dieser wurde mit Konfetti auf der Bühne willkommen geheißen und beendete den Festival-Samstag ehrwürdig.
Insgesamt hatten wir einen wunderschönen Tag bei dem Kultur Garten Open Air. Ein wundervolles, kleines, familiäres Festival welches durch Liebe und Ehrenamt getragen wird. Sowohl die regulären Ticketpreise, als auch Preise für Getränke und Essen empfanden wir als sehr fair und angemessen. Das Gelände war sauber und ansprechend gestaltet. Wie bereits erwähnt, trafen wir auf super liebe und herzliche Mitarbeitende und hatten eine großartige Zeit in Themar.
Dieses Festival beweist, wie wichtig das Fortbestehen solcher Subkulturfeste in der Provinz ist!
Wir freuen uns jetzt schon auf das Open Air 2027.























































