Mit ihrer gemeinsamen Coverversion des Kultsongs „Schrei nach Liebe“ von Die Ärzte wollen SAGENBRINGER ein klares Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz, Offenheit und Zusammenhalt setzen. Unterstützt werden sie dabei von ihren Freunden von SOULBOUND, PINHEAD, DELIVER THE GALAXY, MYTHEMIA, ARGOROK, ENTORIA und Tom Seyfarth.
Seit jeher schreiben sich SAGENBRINGER diese Werte auf ihr Banner. Doch leider sind sie nicht für alle gleichermaßen wichtig, manche lehnen sie sogar ab. Jetzt ist die Zeit, für Menschlichkeit und Toleranz einzustehen und denjenigen, die eine weltoffene Gesellschaft ablehnen, keinen Raum zu lassen.
Jetzt ist die Zeit, noch lauter zu sein und zu zeigen: NIE WIEDER IST JETZT!
Auch die beteiligten Musiker verbinden mit dem Projekt persönliche Erfahrungen und klare Botschaften.
Ilja John Lappin (PINHEAD) erklärt: „Ich bin mit neun Jahren nach Deutschland gekommen und weiß zumindest ansatzweise, wie es sich anfühlt, zunächst als ‚der Ausländer‘ wahrgenommen zu werden. Deshalb ist dieses Thema für mich nicht abstrakt.
PINHEAD beschäftigt sich ohnehin viel mit Identität, Anpassung, gesellschaftlichem Druck und der Frage, wie viel von einem selbst übrig bleibt, wenn einem ständig erklärt wird, wie man zu sein hat.
Menschen sollten das Recht haben, sie selbst zu sein, unabhängig von Herkunft, Identität oder Lebensentwurf. Dass ein über 30 Jahre alter Anti-Rechts-Song heute wieder so aktuell wirkt, ist für mich eigentlich Grund genug, ihn noch einmal laut zu machen. Deshalb wollte ich bei dieser gemeinsamen Version unbedingt dabei sein.“
Für Johnny (SOULBOUND) hat die Beteiligung ebenfalls einen persönlichen Hintergrund: „Meine Großeltern haben am eigenen Leib erfahren, wohin Ausgrenzung, Menschenverachtung und ein autoritäres System führen können. Damals haben sie auf ihre Weise versucht, sich dagegen zu wehren. Vielleicht bin ich deshalb so fest davon überzeugt, dass wir Demokratie nicht einfach als selbstverständlich hinnehmen dürfen.
Wenn rechtsextreme und menschenverachtende Ansichten wieder an Einfluss gewinnen, möchte ich nicht tatenlos zusehen und schweigen. Ich möchte, dass Menschen respektiert werden. Und wenn andere sie abwerten oder ihnen ihre Rechte absprechen, will ich dagegenhalten. Deshalb bedeutet mir ‚Schrei nach Liebe‘ so viel und darum bin ich dabei.“
Tom Seyfarth unterstreicht die politische Dringlichkeit: „Weil ich die politische Richtung, in die Deutschland steuert, für gefährlich halte. Ein Wiedererstarken der rechten Gedankenkultur führt zu einem System der Abschottung und zu Machtfantasien, die keiner (erneut) braucht. Deutschland lag bereits durch so eine Politik in Trümmern. Falschen Versprechen von den Rattenfängern der Neuzeit muss entschieden entgegengetreten werden!“
Auch ARGOROK sehen in der Zusammenarbeit ein wichtiges Zeichen: „Wir sind keine Band, die sich wirklich oft politisch äußert, jedoch behandeln wir häufig gesellschaftskritische Themen. Da ist es natürlich schwer zu übersehen, dass in unserer Gesellschaft viel Spaltung und wenig Miteinander herrscht und leider viel von unserer Diskussionskultur verloren gegangen ist.
In der Band sind wir fünf Individuen mit teils unterschiedlichen Ansichten, sind uns aber mehr als einig darüber, dass extremes Gedankengut in einer gesunden Debatte nichts verloren hat und Gift für unsere Gesellschaft ist. Deshalb waren wir von diesem Projekt sehr begeistert und sofort mit dabei.
Eine Folk-Metal-Version von ‚Schrei nach Liebe‘ ist da natürlich noch mal extra interessant. Wir danken SAGENBRINGER ganz herzlich für die Einladung und allen anderen Musikern für ihr Mitwirken. Es war uns eine Ehre, ein Teil dieses Projektes sein zu dürfen.“




