Review: Gorod – The Ember Gone

cover Gorod – The Ember Gone
Fotocredit
Albumcover
9.3
Tech Death der Spitzenklasse

Erscheinungsdatum: 28.08.2026

Label: Base Productions – Season Of The Mist

Stil: Technical Death Metal

Herkunft: Bordeaux/Frankreich

Ihr mögt euren Death Metal gerne technisch versiert und steht besonders auf Bands wie Alkaloid, Obscura und Cynic?

Dann ist The Ember Gone von Gorod aus Bordeaux (Frankreich) sehr wahrscheinlich genau das, was ihr braucht – auch wenn ihr noch gar nicht wusstet, dass ihr es braucht.

Während schon die Vorgänger bei mir auf Dauerrotation liefen, macht der Fünfer noch einmal einen Qualitätssprung und begegnet den oben genannten Bands auf Augenhöhe.

Die Produktion ist die bisher beste in der Diskografie. Sauber, druckvoll, organisch und differenziert dringen die Songs ins Ohr. Hier hört man jedes Detail.

Apropos Details: Jeder Song ist so detailverliebt komponiert, dass man auch nach dem zehnten Durchlauf noch etwas Neues entdeckt und das Album dadurch eine ungeheure Langzeitwirkung entfaltet.

Juliens Deyres Gesang erinnert ein ums andere Mal an Morean von Alkaloid und er erweist sich sowohl bei den Growls als auch bei den „cleanen“ Passagen als echter Könner.

Musikalisch haben Gorod im Vergleich zu den Vorgängern noch ein paar Schippen draufgelegt und sind insgesamt noch variabler geworden. Sie pendeln gekonnt zwischen astreinen modernen Prog-Metal-Riffs à la Caligula’s Horse, Progressive und Technical Death Metal der bereits erwähnten Bands sowie sphärischen und jazzigen Parts hin und her.

Songs wie die erste Singleauskopplung „Forgiveness“ (geiles Bassriff, tolle rhythmische Wechsel), „Ignite“ (welch eine Gitarrenarbeit!) und das abschließende „Remains“ (hier wird einem noch einmal das gesamte Spektrum der Band vor Augen geführt) sind Paradebeispiele dafür, wie dynamisch und facettenreich das Songwriting von Gorod ist.

Auf The Ember Gone hat jeder Song seine Daseinsberechtigung. Oder anders ausgedrückt: Hier sind keine Filler vorhanden.

Ein Album einer Band, die es auch auf ihrem siebten Album schafft, sich weiterzuentwickeln und gekonnt ihre Grenzen neu auszuloten. Insgesamt klingt alles homogener und gereifter als auf den Vorgängern, die, wie bereits erwähnt, ebenfalls nicht von schlechten Eltern waren.

Wer auf die erwähnten Bands steht, sollte hier ein oder zwei Ohren riskieren.

 

Unser Fazit


Sound
9
Inhalt
9.5
Kreativität
10
Artwork
8
Wiederhörwert
10