Review & Galerie: Donots & H-Blocks @ Werft Open Air Lübeck

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Sheena

Wir waren am Samstag, den 22. August 2026, beim Werft Open Air in der Kulturwerft Gollan in Lübeck um uns das Konzert der Donots und der H-Blockx anzuschauen. Nachdem es den gesamten Tag über immer mal wieder stark geregnet hatte, präsentierte sich die Hansestadt am Abend mit feinstem norddeutschen Spätsommer-Wetter. Leider begann unser Abend etwas holprig, denn es stand überall, dass das Konzert um 18.30 Uhr beginnen würde. Als wir dann um ca. 18 Uhr ankamen, mussten wir feststellen, dass die Vorband Jack Pott leider bereits ihren letzten Song „Alle meine Freunde“ spielten. Sehr schade, auch für die Band, da wir natürlich nicht die Einzigen waren, die pünktlich zur Stage Time angekommen sind.

Um 18.30 Uhr starteten dann die H-Blockx ihr Set und unseren Abend. Ihr erster Song ist „Straight_Outta_Nowhere“ von ihrem aktuellen Album „Fillin_The_Blank“. Weiter geht es dann mit dem Klassiker „How Do You Feel?“ und ihrem Superhit „Countdown to Insanity“. Anschließend erzählt Sänger Henning Wehland das nun sein Lieblingssong kommt. Die Rede ist von „Can’t Get Enough“ und es gibt dabei einiges an Mitsing-Action für das Publikum. Bei „Move“ geht dann das gesamte Publikum auch schon gut mit, da macht es auch nichts, dass nicht alle bereits textsicher sind bei „Desperado“. Es folgt ein Wechsel aus Klassikern wie „Revolution“ und „Little Girl“ und neuen Songs wie „Lights_Out“ und „Corns_About_2_Pop“. Natürlich darf „Risin‘ High“ in einem solchen Set der H-Blockx einfach nicht fehlen ebenso wie die beiden Cover-Songs „The Power“ und „Ring of Fire“. Letzterer ist dann auch der Abschluss und wird durch einen noch anhaltenden Circle Pit von den Jungs extra nochmal verlängert mit dem Deal, wenn alle weiterlaufen wird auch noch weiter gespielt.

Um 20 Uhr erobern dann die Donots die Bühne. Die Donots sind wie ich finde eine der absolut besten Live-Bands. Sie gehen direkt mit voller Power rein und starten ihr Set mit „Auf sie mit Gebrüll“. Weiter geht es dann mit zwei ihrer Hits – „Calling“ und „Whatever Happened to the 80s“. Letzteres bekommt ein alternatives Rap-Ending verpasst. Weiterhin gibt es kein Zeit zum Ausruhe mit „Wake the Dogs“. Erst bei „Dead Man Walking“ werden zu Beginn ruhigere Töne angestimmt als Guido zuerst ganz allein singt. Mit „Hunde los“ und „Apokalypse Stehplatz Innenraum“ kommen dann zwei Songs vom aktuellen Album dazu. Was mich sehr überrascht hat war, dass bei „Apokalypse Stehplatz Innenraum“ keine Partyhütchen im Publikum aufgesetzt wurden. Der Donots Fan Club „Circle Pit Club“ macht dies sonst eigentlich. Anschließend kommt es zur ersten längeren Quatsch-Pause. Es wird über der Veranstaltungsort gesprochen und Guido meint es ginge doch um Schiffe werfen. Daraufhin sagt Ingo, dass der Sommer ja schon lang gewesen sei und fragt wer Gitarre spielen kann um Guido auszutauschen (was natürlich nur ein Scherz ist). Zuvor hatten die Donots bereits darüber gesprochen wie toll sie die Kulturwerft Gollan als Location finden und dass sie nicht für das Konzert hergekommen seien, sondern um die Werft einfach zu übernehmen. Dies hat auch der Besitzer der Kulturwerft gehört und kommt dann mit einer Runde Jägermeister auf die Bühne um die Werft offiziell zu überreichen, unter der Vorrausetzung, dass die Donots einfach immer dort spielen. Nach einem Ausruf von Ingo „Oh Gott das ist ja Jägermeister“ – geht es dann entspannt weiter mit „Hey Ralph“ und „Problem kein Problem“, aber erst nachdem noch ein paar Witze über den norddeutschen Sommer gerissen wurden. Wenn Ingo sich dann in Richtung Publikum bewegt, weiß jeder der schon mal bei einer Donots Show war, jetzt kommt „Kaputt“. Dieses Jahr nimmt Ingo aber auch eine Palme, ja wirklich eine richtige Pflanze, mit in den Circle Pit und beide überleben dies auch. Damit Ingo dann eine kleine Verschnaufpause bekommt spielt Guido im Spotlight ganz allein die Akustikversion von „Augen Sehen“, ein einfach magischer Moment. Doch es wären nicht die Donots wenn es anschließend nicht rasant weiter ginge mit „Keiner kommt hier lebend raus“. Was mir dann auffiel: Ingo hatte nun bereits seinen dritten Outfitwechsel. Was war da denn los? Beim anschließenden „Stop the Clocks“ gibt es dann massig Crowdsurfer und ein Ending mit „Pet Cemetary“ von den Ramones. Dann tritt Alex an seinem Platz ins Spotlight, was wirklich selten passiert. Ingo begründet dies mit dem Jägermeister der zuvor getrunken wurde und meint noch, dass dieser bei ihm richtig reinkicken würde. Weiter führt er aus, dass Alex das folgende Intro nur für Lübeck geschrieben. Naja, stimmt nicht so ganz. Ist halt das Intro zu „Hier also weg“. Nach einem kurzen Break gibt es dann als Zugabe noch „Pick Up the Pieces“. Das hat mich persönlich sehr überrascht, da der Song nun nicht der Neuste ist und ich ihn bisher noch nie live gehört habe. Guido gibt dann noch „Eine Letzte Letzte Runde“ zum Besten während im anschließenden Song „We’re Not Gonna Take It“ Ingo crowdsurfen geht und dabei fast ausgezogen wird. Dieser Song bekommt dann auch noch ein derbes Metalriff zum Abschluss damit noch einmal die volle Circle Pit Action abgeht und Guido macht noch komische Dinge auf der Bühne und reibt seine Gitarre als Effekt an der Monitorbox. Für den wirklich letzten Song des Abends wechselt dann sogar Guido auch noch sein Outfit und setzt sich eine Mütze auf und nach einer kurzen Rede über das Stabil Bleiben gegen Rechts beginnt dann „So Long“ im Licht von hunderten Taschenlampen. „So Long“ ist einfach der perfekte Abschlussong für einen solchen Abend und eigentlich jedes Donots Konzert. Es wirkt als würde die Zeit einfach kurz stillstehen bevor im Anschluss alle ihren Weg nach Hause antreten.