PINHEAD veröffentlichen mit „Pain Engine“ die nächste Single aus ihrem kommenden Album „Beauty In Pain“

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Jonathan Noor

Mit „Pain Engine“ veröffentlichen PINHEAD eine weitere Single aus ihrem kommenden Album „Beauty In Pain“. Während sich viele Stücke der Platte eher abstrakten oder gesellschaftlichen Themen widmen, wird es diesmal deutlich persönlicher. Der Song entstand aus konkreten Erfahrungen mit Beziehungen, in denen Loyalität zunehmend in Kontrolle umschlägt und Geduld irgendwann als Schwäche ausgelegt wird.

Im Mittelpunkt steht eine Dynamik, in der Schweigen, Geduld und Loyalität ausgenutzt werden, bis schließlich der Moment kommt, sich daraus zu lösen. Plötzlich wird persönliches Wachstum als Verrat verstanden und Selbstschutz als Angriff wahrgenommen.

„Ich habe eigentlich nie wirklich Abrechnungs- oder Diss-Songs geschrieben. Das war nie eine Art, mit Konflikten umzugehen“, erklärt Ilja John Lappin. „Aber nach Jahren schmerzhafter Erfahrungen mit bestimmten Menschen gab es irgendwann einen Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass manche Dinge vielleicht auch einfach mal ausgesprochen werden müssen. Und dass manche Leute es, metaphorisch gesprochen, auch verdient haben, einmal eine in die Fresse zu bekommen. Musik ist für mich einfach der ehrlichste Weg, mit solchen Dingen umzugehen.“

Der Titel „Pain Engine“ greift genau diese Entwicklung auf. Schmerz wird dabei weder romantisiert noch glorifiziert, sondern zum Motor. Über Jahre aufgestaute Erfahrungen werden zu Energie, aus der schließlich Bewegung, Veränderung und die Kraft entsteht, sich aus alten Strukturen zu befreien.

Dabei geht es am Ende jedoch weniger um Wut oder Hass als um einen endgültigen Bedeutungsverlust. Denn Hass würde immer noch voraussetzen, dass die betreffenden Menschen eine Rolle spielen.

„Die eigentliche Erkenntnis ist viel einfacher“, bringt Ilja den Gedanken hinter dem Song auf den Punkt. „In meiner Welt bedeuten sie nichts mehr.“