20 Grad, Sonne, ein paar Wolken am Himmel – besser hätte der Start von Tag zwei beim Oelde Open Air kaum sein können. Schon am frühen Nachmittag lag entspannte Festivalstimmung in der Luft: Menschen strömten auf das Gelände, die ersten Gespräche wurden geführt und überall spürte man die Vorfreude auf einen Abend voller Musik.
Moderiert wurde das Festival von Anna Hubschrauber, die die Besucher durch den Abend führte und den einzelnen Acts den passenden Rahmen gab.
Ein besonderer Grund zum Feiern war in diesem Jahr auch das 5 Jährige Jubiläum des Festivals.
Rising Insane – ein Auftakt mit Ansage
Den Anfang machten Rising Insane. Passender hätte der Start kaum ausfallen können, denn die Band hatte gerade einmal einen Tag zuvor ihr neues Album „Deathrace“ veröffentlicht.Damit wurde das Oelde Open Air praktisch direkt zur ersten großen Bühne für die neuen Songs. Die Band nutzte diese Gelegenheit und lieferte einen druckvollen Auftakt, der schnell deutlich machte: Hier wird heute nicht lange gefackelt.
Ein frisch veröffentlichtes Album und direkt danach ein Festivalauftritt – viel besser kann man einen Release wohl kaum feiern.
Callejon – wenn die Sonne untergeht
Um 19:30 Uhr wurde es dann Zeit für Callejon. In diesem Jahr standen für die Band nur einige ausgewählte Festivals auf dem Programm – und Oelde durfte sich glücklich schätzen, zu diesen Terminen zu gehören. Callejon präsentierten sich gewohnt energiegeladen und zogen das Publikum schnell auf ihre Seite. Die Mischung aus Härte, großen Melodien und der ganz eigenen Atmosphäre der Band funktionierte auch an diesem Abend hervorragend.
Einen besonders schönen Moment gab es als die Sonne begann langsam unterzugehen und tauchte das Festivalgelände in das passende Abendlicht. Ein kleiner Festivalmoment, den man nicht planen kann – und gerade deshalb bleibt er hängen. Auch für die Zukunft gab es gute Nachrichten: Callejon kündigten an, dass bald ein neues Album erscheinen soll. Für Fans heißt es also: Augen und Ohren offenhalten und vor allem die Social-Media-Kanäle der Band verfolgen.
Beyond the Black – Bühne frei für Feuer und Licht
Anschließend fiel der Vorhang für Beyond the Black.
Und spätestens jetzt wurde deutlich, dass es an diesem Abend nicht nur um die Musik ging. Eine gigantische LED-Show verwandelte die Bühne in ein beeindruckendes visuelles Spektakel. Immer wieder entstand der Eindruck, als würde die gesamte Bühne in Flammen stehen. Vielleicht lag das aber auch ein wenig an der Band selbst. Beyond the Black nutzten die Möglichkeiten der großen Waldbühne voll aus und sorgten mit ihrer Show für einen würdigen Höhepunkt des Abends. Licht, Musik und Bühneninszenierung verschmolzen zu einem Gesamtbild, das deutlich machte, warum gerade solche Festivalauftritte ihre ganz eigene Atmosphäre besitzen.
Fazit – mehr Klassentreffen als Massenveranstaltung
Was beim Oelde Open Air besonders auffällt, ist die Atmosphäre.
Trotz der großen Namen und der professionellen Produktion fühlt sich das Festival erstaunlich entspannt und persönlich an. Ein bisschen wie ein großes Klassentreffen.
Man kennt sich, man trifft alte Bekannte, kommt miteinander ins Gespräch und verbringt gemeinsam einen Abend mit guter Musik. Genau diese Mischung macht den Charme des Festivals aus.
Das Oelde Open Air zeigt, dass ein gutes Festival nicht unbedingt riesig sein muss. Manchmal reicht eine Bühne, Musik, ein bisschen Sonne – und ein Publikum, für einen schönen Abend.
Man darf sich jetzt schon auf das Oelde Open Air 2027 freuen:
H-Blockx wurden als erster Headliner bestätigt. Tickets dafür bekommt ihr hier.
Rising Insane
Callejon


























































































































