Festivalstalker: Hallo Madsen, wie geht es euch? Seid ihr schon gespannt auf das Release von „Smile“?
Madsen: Moin! Uns gehts super. Die Aufregung steigt absolut und die Vorfreude wird immer größer. Wir sind natürlich super gespannt, weil wir bei einem Album noch nie so viel selbst gemacht haben. Von der Produktion bis zum fertigen Produkt, da lag wirklich alles in unseren eigenen Händen.
Festivalstalker: Zuerst einmal möchte ich danke sagen. Danke, dass ihr den Song „Smile“ geschrieben habt. Dieser Song bedeutet mir so viel, „Smile“ ist kurz nachdem es veröffentlicht wurde zu DEM Song von meiner Freundin/Partnerin und mir geworden. „Smile for me my love“ ist sogar mittlerweile unter ihrer Haut und tief in unseren Herzen, nachdem sie den handgeschriebenen Zettel von mir in ihrer Handtasche gefunden hat. Daher würde es mich natürlich brennend interessieren wie ihr auf diesen Song gekommen seid? Was hat euch inspiriert?
Madsen: Erstmal vielen Dank! Das ist wirklich sehr schön zu hören, was für ein schöne Geschichte! Das Lied war ein Nachzügler vom Album. Wir dachten eigentlich, dass wir langsam fertig sind und das Album fixieren und dann kam Sebastian noch die Idee zu dem Lied „Smile“ und wir haben alle ziemlich schnell gemerkt, dass das Lied wichtig ist für das Album. Das Lied ist vielleicht als Gegenentwurf zu der Situation in der Welt zu verstehen und, dass kleine Gesten etwas großes, positives auswirken können. Generell, dass Empathie einfach wahnsinnig wichtig ist und offensichtlich bei vielen Menschen, nicht zuletzt bei den mächtigsten der Welt, zu kurz kommt.
Festivalstalker: Das Video zu „Neue Erinnerungen“ ist in einer wunderschönen Kulisse gedreht. Wo genau wart ihr da und hat der Dreh so viel Spaß gemacht wie man es im Video auch sehen kann?
Madsen: Wir haben den Text ernst genommen und sind ans Meer gefahren. Wir waren eine Woche auf Sizilien und ja – der Dreh hat so viel Spaß gemacht! Wir wollten mal raus und zusammen abhängen und hatten Freunde dabei, die das festgehalten haben. Und da kommt sogar noch ein Video aus der Zeit 😉
Festivalstalker: Wie kam es dazu, dass ihr von „Love is a killer“ eine neue Version auf „Smile“ gepackt habt? Ist es immer noch ein Liebeslied oder (meine Vermutung) ein Song über Abhängigkeit?
Madsen: Das ist einfach passiert. Es gab die Idee zu dem Lied, da hatte es noch kein Titel und während des Arbeitens daran hat es uns vom Gefühl her an „Love is a Killer“ erinnert. Aber es ist eben keine einfache Weitererzählung sondern eine Erweiterung des Themas und es wird tatsächlich die Abhängigkeit besungen. Also die im wahrsten Sinne des Wortes toxische Beziehung zu etwas, das einem sowas wie Liebe vorgaukelt.
Festivalstalker: Ihr bezieht ja stets klar politisch Haltung, so auch in „Auf die Barrikaden“. Wenn ihr eine Sache in der aktuellen Politik ändern könntet, welche wäre das?
Madsen: Das ist schwer zu beantworten. Wenn es diese eine Sache, die alles verändern könnte geben würde, wäre das schön. Man könnte die AFD verbieten, das wäre sicher ein richtiges Zeichen aber die ganzen Menschen, die dahinter stehen wären dann ja nicht weg. Eine Empathie-Pflicht für alle Politiker wäre sicher was gutes.
Festivalstalker: „I don’t give a fuck“ ist ja einfach ein Brecher und fällt stilistisch aus der Reihe. Woher kommt all diese Wut? Was steckt hinter dem Song?
Madsen: Es ist wichtig nie den positiven Blick auf die Dinge und die Hoffnung zu verlieren. Aber manchmal muss die Wut, die sich anstaut eben raus. Und dieses Lied ist unsere Art diese Wut zu kanalisieren und Kunst daraus zu machen.
Festivalstalker: Auf „Smile“ tauchen immer wieder Soundeffekte auf die schon etwas sehr nach Disko klingen. Wie kam es dazu?
Madsen: Wir mögen es die (musikalischen) Fenster etwas weiter aufzumachen und mit Sounds zu spielen, die man bei uns vielleicht nicht unbedingt erwarten würde. Wir probieren uns da gern aus und wenn es uns gefällt, dann ist es herzlich willkommen!
Festivalstalker: Am Freitag (5. Juni) spielt ihr ja eine recht große Record-Release-Show im Stadtpark in Hamburg. Wieso gerade dort? (Wir sind dort mit am Start und ich freue mich riesig drauf)
Madsen: Wenn wir ein Heimatstadt haben, dann ist es Hamburg. Johannes ist da geboren und wir hatten immer einen starken Bezug zu der Stadt. Wir fanden den Gedanken einfach richtig schön unseren Release und das Konzertjahr 2026 mit so vielen Leuten in Hamburg unter freiem Himmel zu feiern.
Festivalstalker: Bei welchem Song von „Smile“ freut ihr euch am meisten drauf ihn live zu spielen?
Madsen: Wir sind gerade sehr fleißig am proben und da sind einige Lieder des neuen Albums dabei – es wird nicht einfacher eine Setlist zu schreiben, mit 10 Alben.. Mir macht im Moment „Achterbahn“ am meisten Spaß.
Festivalstalker: Ihr seid diesen Sommer auch bei der „Cruise van Cleef“ mit dabei. Wie kam es dazu? Was erwartet ihr von diesem Konzert auf eine Fähre in der Nordsee?
Madsen: Wir sind schon ewig sehr eng mit dem GHvC verbunden und wir haben von ihnen ja auch wertvolle Hilfe beim Gründen unseres eigenen Labels bekommen. Die Idee, dass wir auch mal beim „Cruise van Cleef“ dabei sind gab es schon länger und wir freuen uns, dass es jetzt endlich mal geklappt hat. Wir erwarten einen entspannten Tag auf engem Raum mit netten Leuten!
Festivalstalker: Da wir ja gerade in den Festivalsommer hineinstarten: Wenn ihr euer eigenes kleines Festival veranstalten könntet. Welche Bands würdet ihr euch einladen?
Madsen: Darüber macht es wirklich Spaß zu fantasieren! Es wäre auf jeden Fall sehr vielfältig und wir würden sehr drauf achten, dass es auch divers wäre. Alle müssen sich wohlfühlen und ein gute Zeit haben, das ist das wichtigste!





