Ausgerechnet beim zehnten Album erfinden sich DragonForce ein Stück weit neu. Der Titel ist Programm: Schlicht „DragonForce“ heißt die Platte, die am 19. März 2027 über Napalm Records erscheint, und zum ersten Mal steht dort Alissa White-Gluz am Mikrofon. Lange warten müssen deutsche Fans nicht, um die neue Besetzung live zu erleben. Am 10. April macht die Europe Tour 2027 im Kölner E-Werk Station.
Wer Mitte der Nullerjahre eine Plastikgitarre in der Hand hatte, kennt „Through The Fire And Flames“. Als gefürchteter Endgegner von „Guitar Hero III“ machte der Song DragonForce weit über die Metal-Szene hinaus bekannt, das zugehörige Album „Inhuman Rampage“ hielt sich 23 Wochen in den Billboard 200. Für eine Band, die Power Metal seit 1999 konsequent im roten Drehzahlbereich spielt, ein bemerkenswerter Erfolg.
Der Wechsel am Mikrofon ist der größte Einschnitt seit Jahren. Die frühere Arch Enemy-Frontfrau Alissa White-Gluz wechselt ins Power-Metal-Lager und teilt sich den Gesang mit Alessio Garavello. Der ist im Umfeld der Band kein Unbekannter, seit 25 Jahren gehört er zum Freundeskreis. Er übernimmt für Marc Hudson, der wegen anhaltender Tinnitus-Probleme vorerst pausiert. Neu im Line-up ist außerdem Rhythmusgitarrist Billy Wilkins, den Kern bilden weiterhin Herman Li, Sam Totman, Alicia Vigil und Gee Anzalone.
Ob die Rechnung aufgeht, deutet bereits die erste Single „Hunger Of The Beast“ an. Der Song ist den beiden Stimmen auf den Leib geschrieben und verliert trotzdem nichts von dem, was DragonForce ausmacht: Gitarrenläufe im Höchsttempo, Refrains zum Mitsingen, Soli ohne Netz und doppelten Boden. Am Pult saß Jens Bogren, das Artwork stammt von Mark Riddick. Mit „Neverending Nightmare“ und „The White Wolf“ sind zwei weitere Titel bekannt. Die Band selbst lehnt sich weit aus dem Fenster und verspricht ein Album, das „unlike any DRAGONFORCE album you’ve ever heard“ sein soll. Eine selbstbewusste Ansage, an der sich die Platte messen lassen muss.
Auf der Bühne fahren DragonForce zweigleisig. Neben dem neuen Material kündigt Herman Li ein spezielles „Inhuman Rampage“-Set an, das Jubiläum des Durchbruchalbums wird also auch in Europa noch einmal gefeiert. Im Vorprogramm stehen die Österreicher Visions of Atlantis mit symphonischem Metal und Wings of Steel aus den USA.
Insgesamt 22 Termine umfasst die Tour, von Paris am 9. April bis Manchester am 8. Mai, fünf davon in Deutschland. Tickets gibt es über die offizielle Website der Band. Ob die neue Doppelspitze live genauso zündet wie im Studio, wird sich ab April zeigen.
Termine (Deutschland, Österreich, Schweiz):
10.04. Köln – E-Werk
16.04. Hamburg – Große Freiheit 36
17.04. Berlin – Huxleys Neue Welt
29.04. Wien (AT) – Gasometer
30.04. München – TonHalle
01.05. Wiesbaden – Schlachthof
03.05. Zürich (CH) – Volkshaus
04.05. Lausanne (CH) – Docks






