Burning Hill 2026

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Luca Henkes

Am Freitagn, den 10.07.2026, öffnete das Burning Hill Festival in Nalbach (Saarland) zum neunten Mal seine Pforten. Bei bestem Wetter machte man sich also auf den Weg zum Conny Hill. Die Location, etwas abenteuerlich zu erreichen, da auf einem Berg außerhalb des Dorfes gelegen, belohnt mit einer einmaligen Aussicht und einer einzigartigen Atmosphäre.

Organisiert durch den Burning Hill e.V. lässt dieses kleine Festival im Herzen des Saarlandes kaum Wünsche offen, große Parkfläche, kurze Wege. Dazu moderate Getränke- und Essenspreise und der Mix aus Rockfreitag und Technosamstag, dürften dann auch genügend Leute überzeugt haben. Auch das diesjährige Line-Up hatte an beiden Tagen augenscheinlich den Geschmack des Publikums getroffen, denn bereits eine Woche vor Festival konnte man den Freitag als Ausverkauft verkünden, wenig später waren dann auch alle Tickets für den Samstag vergriffen.

Den Tag im zeichen der Sportgitarren eröffneten dann um 17:00 Uhr Jurassica Parker, eine Coverband die mit zweistimmigem Gesang die Radio-Rockhits der letzten zwanzig Jahre zum Besten gibt. An sich immer eine gute Idee um das Publikum direkt mal etwas mitzunehmen, allerdings bei über 30 Grad vor der Bühne dann doch kaum umsetzbar, da sich die Großzahl der Zuschauer/innen zu diesem Zeitpunkt im Schatten des Bierstandes aufhielten. Hinzu kommt die Kontroversität des gewählten Namens, auch wenn die Band da sicherlich keine bösen Absichten oder Verbindungen zu diesem Fall hat, sollte man vielleicht doch einen Wechsel des selbigen in Betracht ziehen.

Um 18:00 Uhr sollte dann die erste Band mit eigener Musik die Bühne betreten, allerdings gab es an diesem Abend immer mal wieder technische Probleme und es wurde doch etwas später bis die ersten Klänge von Monotoni, aus Saarbrücken, erklangen. Poppiger Indiesound, wie man ihn in letzter Zeit vermehrt zu hören bekommt, in Verbindung mit Texten über die bekannten Probleme, Liebe, Herzschmerz, Freundschaft. Kann man mögen, muss man nicht, aber auf jeden Fall ein kurzweiliger Zeitvertreib.

Auch die nächste Band startet mit erheblicher Verzögerung, wieder bedingt durch technische Probleme. Alexis in Texas schlagen nun in eine andere Kerbe und bringen den Conny Hill mit einer ordentlichen Portion Hardcore zum Wackeln. Leider bekommt man über den gesamten Auftritt die Soundprobleme allerdings nicht wirklich in den Griff, der Gesang etwas zu leise und so fehlt dem energetischen Auftritt der Bühne, dann am Ende etwas die Durchschlagskraft.

Von Cover, zu Pop ,zu Hardcore, was darf dann nicht fehlen? Absolut richtig, feinster Pop-Punk. Den gibts für die Zuschauer/innen dann von Small State. In den Wochen davor noch Support für Rise Against und The Offspring in Luxemburg, spielen sie nun auf dem Burning Hill auf. Da sich nun die Temperaturen etwas normalisieren, kommt zum ersten Mal auch etwas Bewegung vor die Bühne. Schnelle Gitarren und der klassiche 90er-Jahre Pop-Punk-Sound machen Small State zum ersten Highlight des Festivaltages und lassen kaum einen Wunsch offen.

Wenn man nun denkt: kann man noch eine weitere Musikrichtung an einem einzigen Tag auf die Bühne bringen? Anwortet das Burning Hill ganz klar mit: Ja! Denn nun bringen The Feelgood Mclouds noch mal Folk-Punk, wie man ihn von Flogging Molly oder auch den Dropkick Murphys kennt, ins Spiel. Musikalisch sehr gut umgesetzt und der dazugehörigen Power und Spielfreude, kann man diesen saarländischen Exportschlager jedem Fan des genannten Genres nur wärmstens empfehlen.

22:45 Uhr ist es dann so weit und die lange erwarteten Headliner des Tages betreten die Bühne. Itchy lassen ab der ersten Sekunde keine Zweifel an dieser Rolle aufkommen. Man spürt ganz deutlich den Unterschied des Levels zu den vorangegangenen Bands, was natürlich aber auch zu erwarten war. An Bühnenbild, Sound und auch der Art und Weise wie Itchy das Publikum im Griff hat, ist dieser Unterschied dann doch sehr klar spürbar. Da hält es auch so gut wie niemanden mehr an den Bierständen, der Bereich vor der Bühne nun ordentlich gefühlt und durchgehend in Bewegung.

So endete ein fantastischer erster Festivaltag auf dem Burning Hill in Nalbach. Allen Saarländerinnen und Saarländern – und jenen, die es zumindest für ein Wochenende werden möchten – sei die Ausgabe im kommenden Jahr bereits jetzt ans Herz gelegt. 2027 feiert das Burning Hill Festival seine zehnte Edition. Wenn die Organisatoren ihrem bisherigen Konzept treu bleiben, dürfte auch das Jubiläum wieder mit einem abwechslungsreichen Line-up überzeugen und für nahezu jeden Musikgeschmack etwas bereithalten.