Hymnen und Härte: A Day To Remember feiern energiegeladenes Set in Köln

Wenn eine der prägendsten Bands des Modern Core zur großen Hallenshow lädt, ist das Kölner Palladium bis auf den letzten Platz gefüllt. So auch am 24.06.2026, als A Day To Remember die Domstadt besuchten. Die US-Amerikaner brachten ihre unverkennbare Mischung aus eingängigen Pop-Punk-Melodien und harten Metalcore-Breakdowns auf die Bühne und lieferten ein Set ab, das von der ersten Sekunde an auf maximale Bewegung setzte.

Don Broco: Britischer Groove als perfekter Einheizer

Als Support-Act standen an diesem Abend Don Broco auf der Bühne. Die Briten fackelten nicht lange und brachten mit ihrer energiegeladenen Mischung aus treibendem Alternative Rock, Funk-Einflüssen und fetten Core-Riffs sofort Dynamik in die Halle. Mit einer enormen Spielfreude und extrem tanzbaren Grooves hatte die Band das Kölner Publikum vom ersten Song an auf ihrer Seite. Frontmann Rob Damiani nutzte jeden Zentimeter der Bühne aus und sorgte dafür, dass das Palladium bereits vor dem Hauptact ordentlich in Bewegung geriet – ein absolut hochkarätiger und stimmiger Einstieg.

A Day To Remember: Hit-Feuerwerk mit maximaler Dynamik

Als das Hallenlicht erlosch und das Intro einsetzte, gab es im Palladium kein Halten mehr. Mit dem Opener The Downfall of Us All setzten A Day To Remember direkt ein klares Statement: Die Menge war sofort da, sprang im Takt und übernahm bereits beim ikonischen Intro-A-cappella lautstark den Gesang. Der Sound in der oft akustisch anspruchsvollen Halle präsentierte sich an diesem Abend druckvoll und transparent abgemischt – die charakteristischen, zweistimmigen Gitarrenleads und die tighten Drums kamen sauber durch.

Die Band präsentierte ein perfekt durchgestyltes Set, das die gesamte Bandbreite ihres Schaffens abbildete. Der ständige Wechsel zwischen harten, kompromisslosen Breakdowns und extrem eingängigen Pop-Punk-Hymnen sorgte im gesamten Palladium für permanente Bewegung. Während das vordere Hallendrittel fast durchgehend von großen Pits dominiert wurde, verwandelten sich die hinteren Reihen regelmäßig in einen riesigen Chor. Frontmann Jeremy McKinnon spiegelte die Energie der Menge perfekt, zeigte sich gewohnt stimmgewaltig und führte mit einer enormen Spielfreude durch den Abend.

Auch die Dramaturgie der Show überzeugte. Nach einer extrem druckvollen Breitseite im Mittelteil bewies die Band ein glückliches Händchen für Tempowechsel und streute einen intimen Akustik-Moment ein, bei dem tausende Stimmen das Palladium trugen. Zum Finale hin zog das Quintett das Tempo noch einmal spürbar an und entließ die sichtlich erschöpfte, aber begeisterte Menge nach einem letzten, gewaltigen Energierausch in die Kölner Nacht.

Eine Live-Performance, die durch Spielfreude, Vielseitigkeit und pure Energie überzeugte. A Day To Remember haben das Palladium akustisch und physisch komplett eingenommen und bewiesen, warum sie nach wie vor zu den stärksten Live-Acts ihrer Szene gehören.

 

Die Fotos des Abends:

A Day to Remember

Don Broco