SLOW PULP kündigen neues Album „MELODIE“ mit neuer Single „BETTER MAN“ an

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Luca Venter
Slow Pulp, die beliebte Band aus Chicago mit Emily Massey (Gesang/Gitarre), Henry Stoehr (Gitarre), Alex Leeds (Bass) und Teddy Mathews (Schlagzeug), kündigt ihr mit Spannung erwartetes drittes Album „Melodie“ an, das am 18. September bei ANTI-Records erscheint. Als Slow Pulp mit der Arbeit an den Songs für „Melodie“ begannen, stellten sie fest, dass diese ihre Beziehungen und ihr Leben der letzten Jahre widerspiegelten. Während des größten Teils ihrer Zeit in Chicago stammten die Texte meist von Massey. Bei „Melodie“ konzentrierte sich Stoehr jedoch auf das Songwriting und schrieb fünf Songs für das Album. 
 
„Emily und ich haben wieder zu der Art und Weise zurückgefunden, wie wir zu Beginn unserer Zusammenarbeit Songs geschrieben haben“, sagt Stoehr. Ein Teil der Brillanz dieses Albums besteht darin, dass man ohne Blick auf die Credits nicht sicher sein kann, ob ein bestimmter Titel von Stoehr oder von Massey stammt. Das gilt insbesondere für die Songs, in die beide Songwriter Teile ihrer Persönlichkeit einfließen ließen.  

Gleichzeitig präsentieren sie die mitreißende Lead-Single „Better Man“. In dem von Stoehr geschriebenen Titel weichen krachende Percussion und hymnische Gitarrenklänge einer fesselnden Gesangsdarbietung von Massey. Slow Pulp klangen noch nie so perfekt aufeinander abgestimmt. Das dazugehörige Video unter der Regie von Ben Turok ist dann auch ihr bisher überzeugendstes visuelles Werk.
 
Die ersten Zeilen des Textes “Did I fuck it up again // Maybe leave it to a better man // Who can tell himself this is how it’s supposed to be” sind von Selbstzweifeln geprägt. Stoehr führt weiter aus:
Mir wurde klar, dass ich die Kontrolle über mein eigenes Leben aus der Hand gegeben hatte und stattdessen voll und ganz darauf achtete, was die Menschen in meinem Umfeld meiner Meinung nach von mir erwarteten. Ich glaube, dass ich das zumindest teilweise tat, weil ich mich als Kind und in meinen frühen Zwanzigern sehr chaotisch fühlte und keine Kontrolle über meine Gefühle und Handlungen hatte – etwas, das mir schon immer sehr zu schaffen gemacht hat. Mit Mitte 20 trat ich in eine Phase meines Lebens ein, die sich wirklich stabil anfühlte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich emotional so aufgewühlt gefühlt und wollte unbedingt das Gefühl haben, dass ich es verdient hatte, das zu erleben. Naiv wie ich war, dachte ich, ich könnte einfach dieses Kind auslöschen, das ständig Mist baute und sich nicht unter Kontrolle halten konnte. In diesem Song geht es darum, dass ich einerseits die Kontrolle loslasse, aber auf eine neue Art und Weise die Kontrolle über mich selbst übernehme, mich so akzeptiere, wie ich bin, und hoffe, dass das auch von allen anderen akzeptiert wird.