Mit The Trouble With The Shovell liefern Admiral Sir Cloudesley Shovell einmal mehr den staubig-knarzenden Soundtrack für Liebhaber von Retro-Rock, Proto-Metal und psychedelisch angehauchter Härte. Die Veröffentlichung am 24. April 2026 über Rise Above Records fügt sich nahtlos in das bisherige Schaffen der Band ein – und wirkt gleichzeitig fokussierter als vieles zuvor.
Schon der Opener „Laughing Gravy“ setzt die Richtung: ein dreckiger, groovegetriebener Einstieg, der stark im klassischen Hard Rock der 70er verwurzelt ist, ohne dabei wie eine bloße Kopie zu wirken. „A Better Day“ überrascht im Anschluss mit einer etwas eingängigeren Struktur, fast schon hymnisch, während „Sideways Barnacle“ wieder stärker auf verschachtelte Riffs und eine leicht psychedelische Note setzt.
Ein erstes echtes Highlight ist „Head In A Noose“ – düster, schleppend und mit einer bedrohlichen Atmosphäre, die sich langsam aufbaut und schließlich entlädt. Hier zeigt die Band ihr Gespür für Dynamik und Spannungsbögen. „Kind Boy“ wirkt dagegen fast wie ein bewusst gesetzter Kontrast: kürzer, direkter, aber nicht weniger effektiv.
Mit „Slayed In Full“ und „First City Seconds“ bewegt sich das Album in seiner Mitte auf gewohnt hohem Niveau – solide Riffarbeit, treibende Rhythmen und dieser unverkennbare, leicht raue Gesang, der dem Sound Authentizität verleiht. Besonders hervorzuheben ist „Blue Mountain Dust“: Mit fast sechs Minuten Spielzeit entfaltet sich hier ein fast schon epischer Track, der Raum für Atmosphäre und instrumentale Ausflüge lässt.
Der Abschluss „Another Greasy Spoon“ bringt das Album schließlich wieder auf den Punkt zurück: kompakt, riffbetont und mit einem Augenzwinkern im Titel, das gut zur leicht kauzigen Identität der Band passt.
Fazit:
The Trouble With The Shovell ist kein radikaler Neuanfang, sondern vielmehr eine konsequente Weiterentwicklung. Admiral Sir Cloudesley Shovell bleiben sich treu, klingen aber strukturierter und zielgerichteter als zuvor. Für Fans von analog klingendem Hard Rock mit Vintage-Flair ist dieses Album nahezu Pflichtprogramm – und ein Beweis dafür, dass klassische Einflüsse auch 2026 noch frisch und relevant klingen können.





