Walking on Rivers – Corona-Konzert-Premiere im Dortmunder Westfalenpark

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Fotocredit + Text
Valentin Mehnert

Endlich wieder Konzerte!
Die Corona-Pandemie machte vielen Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Die Veranstalter vom Juicy Beats Festival ließen sich davon nicht abhalten und organisierten stattdessen kurzerhand einen Konzert-Sommer im Westfalenpark ( Juicy Beats Park Sessions ) mit besonderen Hygienemaßnahmen. Den Auftakt der Reihe machte dabei niemand anderes als die lokal ansässige indie-folk Band Walking on Rivers.

An dem speziell für das Konzert ausgewiesenen Eingang angekommen, mussten zunächst alle einen Zettel ausfüllen, um, im Falle eines Coronavorfalles, alle Besucher schnellstmöglich erreichen zu können. Neben ein paar Verhaltensregeln, sowohl beim Einlass, Toilettengang und an den Gastronomieständen eine Maske zu tragen, fiel vor allem das Konzept der Sitzplatzgruppen auf: Auf dem gesamten Gelände standen Stuhlgruppen aus mehr oder weniger bequemen Plastikstühlen und Liegestühlen, die dem Ganzen eine sommerliche Atmosphäre verpassten. Es gab noch einmal den Hinweis, dass die Stühle auf keinen Fall verrückt werden durften. Auf dem Sitzplatz selbst durfte man allerdings tun was man will – so die Ansage.
Dafür, dass das Konzert keine 2 Wochen vorher angekündigt wurde und das Wetter anfangs nach Regen aussah, war es nahezu Ausverkauft!

Walking on Rivers - Corona-Konzert-Premiere im Dortmunder Westfalenpark

„Schüttet euch gerne Bier ins Maul, es ist Freitagabend!“

Um kurz nach 20 Uhr ging es dann los. Auch für die Jungs von Walking on Rivers war es das erste Konzert seit der Corona-Kriese. Entsprechend energiegeladen und voller Freude eröffneten sie das Konzert. Die erste Hälfte ging los mit einigen ruhigeren Liedern, wie Selina, Conquerors oder Across the Line. Die sanfte Akustikgitarre untermalt vom Keyboard oder emotionalen Posaunen-Klängen luden zum Träumen ein. Zwischendurch gab es vom Sänger David Laudage ein paar unterhaltsame Ansagen. So animierte er das Publikum zum Beispiel zum Biertrinken. Schließlich war es Freitagabend, die Sonne kam raus und man durfte endlich wieder auf Konzerte gehen – Als wenn das nicht Grund genug zum Feiern sei. Mit dem Song Gone to Waste machte David auf seine Vergangenheit als Schlagzeuger in der gleichnamigen, mittlerweile aufgelösten Hardcore-Punk-Band aufmerksam. Des Weiteren präsentierte die Band erstmalig den Song In Vain, der beim Publikum sichtlich gut ankam.

„Jetzt geht es wieder krank ab!“

Die ruhige Hälfte des Auftrittes war vorbei und die flotteren Lieder des Sets folgten. David nannte es
spaßeshalber „schon fast Heavy-Metal.“
So wurden Lonley Man oder Wherever I Go // You Follow, teilweise mit psychedelischen Einflüssen,
über die Bühne gerockt. Einige klatschten im Takt oder schwebten im Sitzen zur Musik. Die Stimmung
war auf einem neuen Höhepunkt.

Walking on Rivers - Corona-Konzert-Premiere im Dortmunder Westfalenpark

                     Walking on Rivers singen ein Ständchen als Zugabe

Der Song By the Harbour löste
Erinnerungen an schöne Abende am
Dortmunder Hafen aus, der ein
beliebter Treff zum Abhängen am
Wasser ist. Zum Abschluss des
Konzertes spielten sie Off the Trails,
das wohl bekannteste Stück ihres
Repertoires und Namensgeber ihrer
EP. Wer den Text kannte, sollte
mitsingen, wer den Text nicht konnte
summte einfach die eingängige
Melodie der Posaune mit.
Dem Publikum war es noch nicht genug.
Es bedankte sich mit standing ovations und rief nach einer Zugabe. Walking on Rivers bedankten sich
dafür mit dem Cover ‚Helplessly Hoping‘ von ‚Crosby, Still & Nash‘ in Form eines Ständchens.
Nach 16 Songs und rund 90 Minuten Programm ging ein gelungener Abend zu ende. Hinterher klang
der Abend für einige Besucher noch Vorort oder später in der Stadt aus. Walking on Rivers sind sowohl
Live, als auch auf Platte definitiv eine Empfehlung wert und eine Band auf dem Weg nach oben. Für
Fans von zum Beispiel Faber oder Mumford&Sons genau das richtige. Man darf gespannt sein, von
dieser Band wieder zu hören. Auch die Veranstalter bieten mit der Juicy Beats Park Session für dieses
Jahr eine schöne Alternative zum jährlichen Juicy Beats Festival an.

Weitere Events der Juicy Beats Park Sessions 2020:
− 24.07.2020, Buffalo & Wallace
− 26.07.2020, MR. SHIRAZY
− 26.07.2020, Jin Jim
− 29.07.2020, Thees Uhlmann
− 30.07.2020, Nils Wülker & Arne Jansen
− 06.08.2020, Zucchini Sisters
− 07.08.2020, Die Höchste Eisenbahn
− 14.08.2020, Too Strong
− 15.08.2020, Kayef
− 16.08.2020, Die Feisten
− 20.08.2020, Uwaga!
− 21.08.2020, Ines Anioli
− 22.08.2020, Kasalla
− 25.08.2020, DerWolf & Schlakks & Opek
Walking on Rivers singen ein Ständchen als Zugabe
− 26.08.2020, Johann König
− 27.08.2020, Roy Bianco & die Abbrunzati Boys
− 28.08.2020, Kapelle Petra
− 29.08.2020, Waving The Guns


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