Yardfield Colony gibt es seit 2012 und die Jungs aus Chemnitz feuern uns mit „The Doomestication“ ein DIY-Release um die Ohren, was sich gewaschen hat.
2017 gab man mit der „The Procession“ EP das Debüt und 2020 war es soweit, für die ersten Langspielerplatte „The Absorption“. Somit hat die Wartezeit auf ein neues Yardfield Colony Album seit dem 28.11.2025 ein Ende.

Von links nach rechts: Till (Bass), Patrick (Lead Guitar), Joachim (Vocals) und Holger (Rhythm Guitar)
Einstieg in „The Doomestication“
Das vorliegende Werk findet seine Einleitung mit einem klassischen Intro Song „Hierarchy Of Hyenas“, der circa ab der Hälfte auch instrumental wird, um einen Übergang für den Song „LD100“ zu schaffen.
Der o.g. Opener wird durch Stakkato-Riffing und darauf gelegte Double-Bass Akzentuierung an den Drums eingeleitet. Im Song Verlauf wird die Geschwindigkeit in der Fußarbeit der Bass-Drums immer Mal angezogen, um daraufhin den Tempohöhepunkt in kurzem und prägnantem Blast-Beating zu finden.
Joachim nutzt einen Pig-Squeal zum Beginn des Vocal Einsatzes, doch hier bleibt es beim Gesang durch seine Variablität nicht monoton. Die Lyrics sind gesellschaftskritisch und da fällt mir gleich die 1. Textzeile ein, welche besagt: „In the name of freedom everything is allowed“.
Weiter geht es mit dem Song „Flashbacks“, der als Single-Auskopplung auch ein Musikvideo spendiert bekam, welches ihr hier sehen könnt:
Hier weiß der Groove auch wieder besonders zu gefallen und durch die glasklare Produktion hört man hier auch die abgefahrenen Bass Linien von Till.
Die Gitarren machen auch hier wieder einen super Job. Der Wechsel zwischen brachialen agedämpften Parts und Virtuosität in Form von Soli-Einlagen weiß zu gefallen. Holger und Patrick erzeugen nicht nur produktionsbedingt eine massive Sound Wand, sondern wirken als eingespieltes Team.
Wie geht es weiter?
Mit „Stygian Parasites“ folgt mit einer Spielzeit von 05:01 Minuten der längste Song der Platte. Hier wird zwischenzeitlich mit Samples gearbeitet und dabei auch zwischenzeitlich das Tempo rapide gedrosselt. Handwerklich einwandfrei, jedoch sticht der Song nicht so eklatant hervor, im Kontrast zu den vorherigen Hochkarätern.
Dafür räumt „Bloodrush Hour“ sofort zu Beginn auf und ist für mich einer der brutalsten Songs auf der Scheibe. Das Gitarrenwechselspiel zwischen linker und rechter Box ist gelungen und Kristian (Ex-Drummer) haut die Blast-Beats raus.
„Odyssey“ geht hier Thrash-lastig vor zum Beginn des Songs, um auf bewährte Groove- und Melodietechniken zurückzugreifen. Für mich mit dem Vorgänger auch ein definitiver Anspieltipp auf dem Album.
Till gibt beim Song „Kneedeep In Feces“ einen fetzigen Bass Auftakt, welcher den Song schick einleitet. Auch hier wird mit der Variabilität von Joachim gearbeitet, der den unterschiedlichen Intensitätsgrad der jeweiligen Parts unterstreicht.
Im Song „The Secret Code Of Annihilation“ hat Joachim eine kurze wohlverdiente Pause, da es ein instrumentaler Song ist. Hier kann besonders die Saitenfraktion bestechen, da hier der Fokus des Zuhörers auf diese gesetzt wird.
Interview mit Till & Joachim
Das Album geht genauso fulminant zu Ende, wie es begonnen hat. Mit dem titelgebenden und abschließenden Song „The Doomestication“ wird ein würdiger Abschluß geschaffen und man hat direkt Laune, auf einen weiteren Durchgang.
Sollten euch jetzt mehr Details zum Background der Band und Musiker interessieren, so haben wir hier eine Überraschung für euch, doch seht hier:
Till und Joachim haben sich freundlicherweise Zeit genommen, um den „Metal Journey“ Kanal bei einem lecker Pilsken einzuweihen. Ihr werdet in Zukunft weitere Kooperationen zwischen „Dr. Dosenbier„, „Nathie“ und dem „Festivalstalker“ finden, um hier weiterhin so herrvoragende DIY Bands auf einer adäquaten Plattform unterstützen zu können.
Fazit
Die Jungs von Yardfield Colony verstehen allesamt ihr Handwerk an den Instrumenten und der Gesang ist äußerst markant und facettenreich, was in der Spielrichtung nicht selbstverständlich ist.
Auch die Produktion der Platte weiß durch die Expertise von André Hofmann (Hofmann Studios) absolut zu gefallen. Daher geht hier eine unbedingte Kaufempfehlung an alle raus, die eine ordentliche Portion Groove und Melodie im Death-Metal schätzen!
Tracklist
01: Hierarchy Of Hyenas 02:39
02: LD100 04:30
03: Flashbacks 04:34
04: Stygian Parasites 05:01
05: Bloodrush Hour 04:33
06: Odyssey 04:03
07: Kneedeep In Feces 03:43
08: The Secret Code Of Annihilation 02:25
09: Warmasturbator 04:17
10: Phantom Scapegoat 04:46
11: The Doomestication 04:44
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Linktree mit allen Kanälen von Yardfield Colony



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