Nach 30 Jahren Bandgeschichte haben Rantanplan entschieden im Jahre 2026 mal etwas anderes zu versuchen und so veröffentlichen sie heute, Freitag den 06. März, ein Album namens Geschwedet. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Studio-Album, sondern es besteht nur aus Covern. Bei der Auswahl der Songs beschränkte man sich nicht auf die eigenen musikalischen Wurzeln, sondern trug einen bunten Mix aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten zusammen und vertonte diese in der eigenen Stilrichtung.
Der Name Geschwedet ist hierbei keineswegs zufällig gewählt worden, sondern eine Anspielung an den Film Be Kind Rewind, in welchem bekannte Filme mit minimalen Mitteln neu gedreht werden. Und genau dieses Prinzip übertragen Rantanplan auf die Musik und die damit entstanden Coverversionen.
So kann sich nun der interessierte Fan anhören, wie sich Nina Chubas Wildberry Lillet in einer Ska-Version anhört, oder wie man Goldener Reiter von Joachim Witt etwas schneller und tanzbarer macht.
Musikalisch geben Rantanplan hierbei richtig Gas und bei dem rein instrumentalen Cover von James Lasts Biscaya hört man deutlich raus, dass die Fähigkeiten jedes einzelnen Bandmitglieds doch deutlich über den oft verpöhnten drei-Akkorde-Punk hinausgehen.
Letztendlich gelingt es Rantanplan bei allen 15 Stücken der neuen Platte, keineswegs einfach nur nachzuspielen, sondern jeden Song mit ihrem bekannten Sound und Stil in etwas Besonderes zu verwandeln.
Als Fazit bleibt jedoch die Frage: Wer braucht ein Cover-Album? Letztendlich wird es sicher die langjährigen Fans freuen, für die es ein Spaß sein wird ihre Band mal in einem anderen Kontext zu hören. Jedoch bleibt zu bezweifeln, dass es darüber hinaus bei neutralen Hörer*innen auf größeres Interesse stößt, oder diese dazu verleitet sich mehr mit Rantanplan auseinander zu setzen. Dafür fehlt einfach der Wiederhörwert, da sich die Titel dann doch nach einer gewissen Zeit einfach zu ähnlich anhören und etwas Kreativität vermissen lassen.





