[REVIEW] P1Harmony: Berlin-Show der „MOST WANTED“-Tour überzeugt mit Energie

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Bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren kehrten P1Harmony nach Berlin zurück, und die südkoreanische Boyband zeigte sich merklich verändert. Im Rahmen ihrer „P1ustage H: MOST WANTED“-Tour präsentierten Keeho, Theo, Jiung, Intak, Soul und Jongseob am 25. Januar eine  performance-orientierte Show, die es in sich hatte.

Massive Setlist und aufgerüstete Produktion

Mit beeindruckenden 29 Songs lieferten P1Harmony eine der umfangreichsten K-Pop-Shows des Jahres ab. Von Anfang an setzte die Gruppe auf Pyrotechnik – eine Neuerung, die sofort deutlich machte: Diese Tour spielt in einer anderen Liga. Die Produktion war deutlich größer als bei früheren Besuchen, was den klaren Fokus auf Performance erklärt.

[REVIEW] P1Harmony: Berlin-Show der "MOST WANTED"-Tour überzeugt mit Energie

Quelle: MIN (minnie.stagram auf Instagram)

Weniger Worte, mehr Action

Die Setlist startete kraftvoll mit „Black Hole“, „End It“ und „Look at Me Now“, gefolgt von einem kurzen deutschen Intro – danach ließen die sechs Mitglieder hauptsächlich ihre Musik sprechen. Anders als bei früheren Berlin-Gastspielen gab es diesmal deutlich weniger Ments zwischen den Songs.

Cover-Songs und Solo-Momente als Highlights

Deshalb war die Entscheidung, gleich mehrere Songs vollständig zu covern, besonders bemerkenswert – eine Seltenheit bei K-Pop-Konzerten diesen Umfangs. Jiung lieferte ein Solo zu Mark Ronsons „Uptown Funk“, Keeho interpretierte Rihannas „Phresh Out the Runway“, während Theo die 4 Non Blondes mit „What’s Up?“ ehrte. Souls Free Style Dance rundete die Solo-Performances ab. Theo, bekannt für seine Liebe zur Gitarre, sorgte auch bei seinen instrumentalen Einlagen für Begeisterung.

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Kommunikation mit Hindernissen

Die Ments, die es gab, hatten ihre humorvollen Momente.  Jiung fragte romantisch „Are we your most wanted? We want you too“, während die Mitglieder ihre Solo-Stages kommentierten. Theo meinte zur Energie: „Die war zu heiß“, während Intak selbstbewusst auf Deutsch fragte, ob er denn auch cool war.

Keeho wiederum zeigte sich begeistert von den Fan-Kostümen: „I see a purple wig, is that a WIG?“ Viele Fans hatten sich passend zum „EX“-Album gekleidet, worüber sich die Band sichtlich freute.

Emotionale Tiefe trotz Tempo

Trotz des straffen Programms gab es emotionale Momente. Bei „Stupid Brain“ sprach Keeho über Perfektionismus: „We’re caught up on being perfect. We’re allowed to be free of those expectations. It’s okay to be a little human. I hope you can be present tonight.“ Die Botschaft kam an – die P1eces (so nennen sich P1Harmony-Fans) hatten lila Herzen als Fanprojekt vorbereitet und hielten diese synchron hoch, während Keeho sichtlich gerührt mit „Yeah I see the hearts, thank you“ reagierte.

Intak verriet, dass „Work“ in Berlin fertig geschrieben wurde, und kündigte ein Comeback für März an – wobei Keeho scherzhaft nachschob: „IT’S MARCH BABY!!! … I think.“ Die Gruppe träumt bereits größer: Beim nächsten Mal soll es die Uber Arena sein.

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Fans in Bestform

Die Berliner P1eces zeigten sich ebenfalls wieder von ihrer besten Seite: Sie tanzten ausgelassen mit, sprangen bei energiegeladenen Tracks wie „Follow Me“ und „JUMP“ synchron mit der Gruppe und sorgten für eine elektrisierende Atmosphäre. Bei „Follow Me“ gab Keeho die Anweisung „Sit down, then jump“ – und die Fans befolgten die Anweisung begeistert, was für spektakuläre Momente sorgte.

Fazit

P1Harmony haben sich weiterentwickelt. Die Show war professioneller, die Produktion ausgefeilter, die Energie ungebrochen. Mit 29 Songs lieferten sie ein beeindruckendes Marathon-Konzert ab, das technisch und tänzerisch überzeugte. „Machs gut, bis bald Berlin!“, verabschiedete sich Keeho – und die ausverkaufte Halle hat ihn beim Wort genommen.


Wir danken Studio PAV Europe und FNC Entertainment für die Akkreditierung.