Review: FIGHTER – „Deja Vu“

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Voller Freude durfte ich im Rahmen des Konzertbesuchs am 21.02.2026 in Frankfurt feststellen, dass FIGHTER V für die Fans am Merchstand etwas ganz besonderes im Gepäck hatten: das neue Album mit dem Titel „Deja Vu“!

Richtig, der offizielle Veröffentlichungstermin ist erst der 10.04.2026. Umso größer ist die Freude, jetzt schonmal reinhören zu können.

Mit „Deja Vu“ legen die Melodic-Rocker FIGHTER V ihr drittes Studioalbum vor, welches zugleich ihr erstes Album ist, welches über Frontiers Music Srl. erscheinen wird.

Nach „Fighter“ (2019) und „Heart Of The Young“ (2024) schlägt die Band ein neues Kapitel auf, ohne ihre Wurzeln zu verlassen. Vielmehr gelingt ihnen ein perfekter Spagat zwischen nostalgischer 80er-Hommage und gereifter, moderner Produktion.

Der Albumtitel ist dabei Programm: „Deja Vu“ steht sinnbildlich für Ereignisse, die sich zu wiederholen scheinen und das musikalisch wie thematisch. FIGHTER V zitieren hörbar die goldene Ära des Melodic Hardrock und AOR, lassen aber genug Raum für Eigenständigkeit. Stadiontaugliche Refrains, hymnische Gitarrenleads und fette Keyboard-Flächen treffen auf eine druckvolle Produktion und detailverliebtes Songwriting.

Die Einflüsse von Größen wie Whitesnake (ja, etliche Gesangspassagen lassen einen wirklich an David Coverdale denken!), ForeignerSurvivor, Europe und Bon Jovi sind unverkennbar.

Dennoch wirken FIGHTER V nie wie eine  Kopie. Stattdessen kanalisieren sie die Essenz dieser Ära in frische, zeitgemäße Melodic-Rock-Hymnen.

Aufgenommen wurde das Album 2025 im Schweizer Studio „Little Creek“ unter der Regie von Toningenieur Pulver. Die Produktion lag in den Händen von Emmo Acar, während die Gesangsaufnahmen gemeinsam mit Ronny Lang entstanden. Besonders bemerkenswert ist die detailreiche Klanggestaltung. Die Keyboards verleihen vielen Songs eine atmosphärische Tiefe, während zusätzliche Backing Vocals sowie ein punktuell eingesetztes Saxophon (Magnus Hägglund) für überraschende Akzente sorgen.

Das Ergebnis ist ein kraftvoller, klarer und zugleich warmer Sound, der die melodischen Qualitäten der Band perfekt in Szene setzt. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt „Deja Vu“ noch fokussierter, selbstbewusster und internationaler.

Inhaltlich und musikalisch zeigt sich die Band vielseitig.

Abwechslungsreiche Kompositionen zwischen emotionalen Midtempo-Hymnen, energiegeladenen Rockstücken und ab und an geht’s auch in Richtung gefühlvolle Balladen.

Die Refrains sitzen sofort, haben großes Ohrwurmpotential und sind ein Markenzeichen, das FIGHTER V seit ihrem Debüt kultivieren.

Gerade der Titelsong „Deja Vu“ fasst die Essenz des Albums zusammen: eingängige Melodieführung, große Hooklines und eine Atmosphäre, die gleichermaßen nostalgisch und zeitlos wirkt.

Mit „Deja Vu“ festigen FIGHTER V ihren Status als eine der stärksten europäischen Melodic-Rock-Bands der Gegenwart. Das Album ist sowohl Liebeserklärung an das goldene Zeitalter des 80er-Arena-Rocks als auch ein Statement für die Zukunft der Szene.

Die Band klingt gereift, ambitioniert und international konkurrenzfähig.

„Deja Vu“ ist kein Rückblick, es ist ein selbstbewusster Schritt nach vorn. Und vielleicht genau deshalb fühlt es sich so vertraut an.

Sehr gelungene Scheibe! Klare Kaufempfehlung!

LINEUP

Emmo Acar – Vocals
Valentin Lobe – Guitar
Lucien Egloff – Drums
Roman Stalder – Bass

TRACKLIST

1. Raging Heartbeat
2. Victory
3. Made For A Heartache
4. Foolish Heart
5. Deja Vu
6. Stand By Your Side
7. All Your Love
8. Hold The Time
9. For All This Time
10. Break Those Limits
11. Victim Of Changes

Wer sich schonmal Appetit auf das Album holen möchte, kann sich schonmal auf YouTube umsehen:

Song „Raging heartbeat“:

Song „Victory“:

9
Definitiv empfehlenswert

Unser Fazit


Sound
9.5
Inhalt
9
Kreativität
9
Artwork
8
Wiederhörwert
9.5