MGK brachte am 17.02.2026 seine Lost Americana World Tour endlich nach München, und schon beim Betreten der ausverkauften Olympiahalle war klar: Auf diesen Abend haben viele gewartet. Ausgerechnet an Fasching war die Stimmung von Anfang an spürbar. Glitzer, Kostüme, gute Laune, die Halle vibrierte lange bevor der erste Ton erklang.
Dass sich die Olympiahalle schon weit vor Beginn des Hauptacts komplett füllt, ist keine Selbstverständlichkeit. Meistens kommen die Leute nach und nach. Doch an den Tag waren die Ränge früh besetzt, der Innenraum dicht gefüllt. Niemand wollte auch nur eine Minute verpassen.
Punkt 21 Uhr fiel der Vorhang, und die Bühne wirkte wie das Set eines überdimensionalen Musicals. Ein riesiger Zigaretten-Mikroständer ragte in die Höhe, daneben eine halb im Boden versunkene Freiheitsstatue. Mehrere Ebenen, große Bilder, viel Drama. Theatralisch? Absolut. Extravagant? Vielleicht ein bisschen. Aber genau so gewollt. Wer die Nordamerika-Termine verfolgt hatte, wusste ungefähr, was kommt. Live wirkte das Ganze trotzdem noch einmal ganz anders.
MGK versteckt sich nicht hinter der Kulisse. Er ist ständig in Bewegung, spricht mit dem Publikum und läuft bis zur B-Stage mitten durch die Menge. So wird aus einer ausverkauften Arena plötzlich ein überraschend persönlicher Moment. Seine Art wirkt locker und direkt – irgendwo zwischen Rock-Frontmann und Pop-Punk-Showman – und das Publikum geht sofort mit.
Die Setlist wechselt zwischen Energie und ruhigeren Momenten, zwischen Klassikern und neueren Songs. Bloody Valentine zündet genauso wie El Diablo mit seinen Rap-Parts. Times of My Life und ein akustisches Medley zeigen eine andere Seite und machen klar, wie vielseitig er unterwegs ist. Dazwischen kommt Julia Wolf noch einmal zurück auf die Bühne für das Iris-Cover – und die Olympiahalle leuchtet, während das Publikum jede Zeile mitsingt.
Diese Mischung aus Rap, Pop-Punk, Rock und Akustik könnte schnell beliebig wirken. Tut sie hier aber nicht. MGK hat sich seinen eigenen Raum geschaffen – irgendwo zwischen den Genres, aber stimmig.
Die Energie in der Halle blieb durchgehend hoch. Von vorne bis hinten war Bewegung drin – alte Fans, neue Gesichter und jede Menge Faschingskostüme. Selbst an einem Dienstagabend, während draußen langsam der Schnee fiel und der Start erst um 21 Uhr war, wollte am Ende kaum jemand gehen. Wenn man überhaupt etwas anmerken will, dann vielleicht, dass ein zweistündiges Arena-Spektakel unter der Woche auch ein bisschen früher beginnen könnte.
Voreingenommen? Vielleicht ein wenig. Aber dieser Abend wusste genau, was er sein wollte: groß, laut und ganz bei sich. Und genau das hat funktioniert.
Weitere Impresionen des Abends findet Ihr in der Bildergallerie hier:
MGK in München











































